Besuch beim Imker und auf dem Hühnchenmasthof

Europa-AG unterwegs

Die Europa-AG der Canisiusschule beschäftigt sich im Rahmen ihres neuen Zweijahres-Projektes “FIT-Food is for thought” mit gesundem Essen und nachhaltiger Ernährung.

Gesundes Essen vor der Haustür – Essen aus der Natur… diesen Schwerpunkt legen wir zur Zeit in der ersten Phase unseres internationalen Schulprojektes, an dem wieder Partnerschulen aus Portugal, Zypern, Finnland, Polen und Italien beteiligt sind. Da Austauschfahrten momentan aufgrund von COVID-19 Bestimmungen europaweit kompliziert und nicht ratsam sind, konzentrieren wir uns in der AG auf das Essen vor unserer Haustür. 

Während dieses Projektes besuchten wir unseren ehemaligen Schüler und Hobby-Imker Maximilian Zurholt in Schöppingen-Eggerode. Maximilian berichtete sehr anschaulich und detaillreich von seiner Tätigkeit als Imker auf dem heimischen Hof. Mehrere Bienenstöcke nennt er sein eigen und er ist an jedem Schritt von der Sammlung bis hin zum Verkauf des Honigs beteiligt. In einem kleinen Hofladen kann man seinen Frühlings- und Sommerhonig erwerben; wir als AG durften sogar eine kleine Kostprobe nehmen. Interessiert stellten die Schüler mehrere Zwischenfragen und waren sich einig, dass der Honig im Supermarkt lange nicht so gut schmeckt und gesund ist wie der Honig vom Schöppinger Berg. 

Des weiteren besuchen wir lokale Gaststätten, Schnellrestaurants, fleischverarbeitende und landwirtschaftliche Betriebe. 

Ein Vortrag zur Minimierung von Plastik in unserem Alltag im November 2021 rundet das Thema ab. 

(Wo)

 

Küken (dt.) und kuiken (nl.): Die Europa-AG unterwegs zum Hähnchenmasthof in Alstätte

“FIT – Food is for Thought” – das aktuelle Erasmus+ Projekt in der Jg. 9 beschäftigt sich mit gesunder und nachhaltiger Ernährung. In diesem Zusammenhang haben wir den Hähnchenmasthof der Familie Gerwing-Gerwer in Alstätte besucht und bekamen einen sehr informativen Einblick in die Aufzucht der ca. 55.000 Küken, die zur Zeit auf dem Hof leben.

55.000 Küken? Die Zahl erscheint im ersten Augenblick sehr hoch, zumal diese Tiere ja ihren Platz zum Leben brauchen. Und wer jetzt denkt, dass der Platz bei Tobias Gerwing eher gering ist, der hat den Stall noch nicht gesehen. Jedes der Tiere hat doppelt so viel Platz zur Verfügung wie der Aufzüchter bereitstellen muss!

Das Highlight dieses Besuches war ohne Zweifel der Besuch des großen Stalles: Aber wir durften nicht einfach hinein marschieren, sondern mussten uns Ganzkörperschutzanzüge nehmen, die Schuhsohlen desinfizieren und ebenfalls verhüllen. Zwar konnten wir die Küken in die Hand nehmen und streicheln, aber durch die Plastik-Handschuhe war das wahrscheinlich für die Küken ebenso irritierend wir für uns.

Tobias Gerwing-Gerwer schilderte eindrücklich, wie er Nachhaltigkeit und tierartgerechte Haltung bestmöglich umsetzt: Die Küken haben nicht nur mehr Auslauf wie andere Tiere, die Mastdauer ist auch um 40% länger als in anderen Betrieben, Schnabelkürzungen werden nicht vorgenommen und die Tiere leben einen natürlichen Tag- und Nacht-Rhythmus mit Zugang zu artgerechtem Futter.

Der Hof züchtet zur Zeit für den niederländischen Markt und gibt immer wieder für Kigas und Schulen einen Einblick in seine Arbeit.

Wir bedanken uns recht herzlich für den informativen Nachmittag!

(Wo)

 

Plastik Fasten - Zero Waste: Frau Bolte gibt Tipps!

Plastik fasten, Zero Waste oder Müllvermeidung: Birgitta Bolte aus Rheine verzichtet seit zwei Jahren mit ihrer Familie auf Plastik. Wie das geht? Das hat sie in der vergangenen Woche im Rahmen eines Vortrags den anwesenden Schüler:innen und Eltern veranschaulicht.

Sie organisiert ihren Haushalt möglichst so, dass sie Müll vermeidet. Das bedeutet für ihre 10- und 12-jährigen Kinder: Die Dusche und das Waschbecken nach jedem Waschgang zu säubern und zu trocknen, damit keine Notwendigkeit nach einem Kalklösemittel besteht. Das bedeutet aber auch Zeitungen zu Obsttüten umzufunktionieren oder generell Dinge gebraucht zukaufen, und zwar ganz bewusst auf die Frage hin: „Benötige ich das wirklich?“. Den Großteil ihrer Einkäufe tätigt sie im Unverpacktladen oder im lokalen Biohandel. Dazu hat sie eine Unmenge an Schraubverschlussgläsern auf Lager, die auch z.B. als Behälter für die Süßigkeiten der Kinder dienen, die sich diese einmal im Monat im Unverpacktladen aussuchen können. Zudem stellt sie viele Reinigungsmittel und Kosmetika selbst her, welche sie dann wiederum in ihren eigenen Behältern  - oftmals den Schraubverschlussgläsern – lagert. Deos, Seife, Shampoo, Make-up oder Spülmittel….. um nur einiges zu nennen.

Dieser sehr informative Vortrag fand statt im Rahmen des Nachhaltigkeitsprojektes FIT 2020-2022 der Europa-AG unserer Schule.

Da jeder Mensch täglich um die 2kg Plastikmüll produziert ist ein Umdenken wirklich erforderlich, so das allgemeine Fazit des Abends.

(Dr. Wolf)