Die Erprobungsstufe

Die 5. und 6. Klasse des Gymnasiums bilden als Erprobungsstufe eine pädagogische Einheit, die Erprobungsstufe. Anknüpfend an die Arbeit in der Grundschule wird behutsam an die Arbeitsweise im Gymnasium herangeführt. Das „Erproben“ während dieser zwei Jahre wird durch den Übergang von Klasse 5 nach 6 ohne Versetzungsentscheid betont. Neben der Vermittlung fachlichen Wissens ist uns das Ermöglichen eines „sanften“ Wechsels von der Grundschule zum Gymnasium besonders wichtig. Verschiedene Veranstaltungen geben Schülerinnen und Schüler der vierten Klassen sowie deren Eltern, die sich für unsere Schule interessieren, einen Einblick in unser pädagogischen Konzept: Was macht die Canisiusschule aus? Was unterscheidet sie von anderen Schulen? Wie wird der Wechsel von der Grundschule auf das Gymnasium gestaltet?

Unserer Schülerinnen und Schüler werden durch ein Klassenlehrerteam betreut und arbeiten in Unterrichtseinheiten von 45 oder 90 Minuten. Mit dem Motto „Gemeinsam. Leben. Lernen“ erleben unserer Schülerinnen und Schüler, dass Lernen Spaß und Freude macht, dass wir ihre Aktivitäten, Begabungen und auch ihre Kreativität fördern und sie von Beginn an die Canisiusschule als Lern- und Lebensraum annehmen. Unser Blick ist auf die individuellen Lernvoraussetzungen gerichtet und stärkenorientiert gerichtet.
 
Für Fragen und Beratung steht Ihnen unser Erprobungsstufenkoordinator Herr Dirk Rietmann (dirk.rietmann@cga.bistum365.de) gern zur Verfügung.

Kennenlernen und Übergang

Noch vor den Sommerferien laden wir die Schülerinnen und Schüler, die im kommenden Schuljahr unsere Schule besuchen werden, zu einem Kennenlernnachmittag ein. Hier erfahren sie, mit welchen Schülern sie in den kommenden sechs Jahren in einer Klasse sind und welches Klassenlehrerteam ihnen und ihren Eltern in dieser Zeit beratend zur Seite steht.

Das erste Kennenlernen der neuen Schülerinnen und Schüler und ihrer neuen Lehrerinnen und Lehrer findet vor allem im neuen Klassenraum statt. Das spielerische Kennenlernen untereinander und ein erster Kontakt mit der neuen, großen Schule ist der Auftakt, um eine sichere Lernatmosphäre zu ermöglichen.

Zu Beginn des neuen Schuljahres werden die neuen Fünftklässler von den jetzigen Sechstklässlern herzlich willkommen geheißen: dies geschieht im gemeinsamen Gottesdienst, der von ihren Klassenlehrern, einem Religionslehrer und einem Musiklehrer gemeinsam mit den Schülern vorbereitet wird. Die Fahrschüler der 6. Klassen übernehmen in den ersten Tagen die Verantwortung für die Begleitung der neuen Schüler zu den Schulbussen und stehen für sie weiterhin als Ansprechpartner zur Verfügung.

Die Schülervertretung (SV) organisiert in den ersten Tagen eine umfangreich Rallye, in der die neuen Schüler vor allem die Schule, die vielen Räume und Personen kennenlernen können, das gibt Orientierung und soll Sicherheit vermitteln.

Zur weiteren Schaffung einer guten Lernatmosphäre in der Klasse gehört neben der ausgiebigen Erkundung der Schule ein gemeinsamer Wandertag zum gegenseitigen Kennenlernen.

Bereits am Ende der Sommerferien werden in einer gemeinsamen Vorbesprechung aller in der 5.Klasse eingesetzten Lehrerinnen und Lehrer die Planungen und Termine für das kommende Schuljahr vereinbart. Der Klassenlehrer führt in den ersten Wochen des Schuljahres eine pädagogische Konferenz für seine Klasse 5 durch, in Klasse 6 findet diese direkt zu Schuljahresbeginn statt.
Ein gesonderter Elternsprechtag nur für die Klasse 5 kurz nach den Herbstferien dient dem ausführlichen Austausch zwischen Eltern und Lehrern über Beobachtungen zum Lern- und Sozialverhalten der Kinder. Dabei können auch besondere Belastungen – seien sie gesundheitlicher oder familiärer Art – ausdrücklich mit in das Gesamtbild, das sich im Gespräch zwischen Eltern und Lehrer ergibt, einfließen.

Das >Soziale und Kooperative Lernen<, das ausgehend von der Erprobungsstufe in die Mittel- und Oberstufe hineingetragen wird, zielt auf die Entwicklung und Förderung einer Lerngemeinschaft, die das Lernen jedes einzelnen Kindes stützt. Durch die Schaffung einer vertrauensvollen, angstfreien Lernatmosphäre können die Schülerinnen und Schüler ihr Wissen kooperativ aufbauen und Probleme lösen lernen. Hier erfahren sie sich als aktiv und eigenverantwortlich Lernende, was den Aufbau eines positiven Selbstbildes als Schülerin oder Schüler unterstützt. Toleranz, Respekt voreinander und Sinn für Zugehörigkeit sind die Ziele, die gemeinsam angestrebt werden. Dazu arrangieren die Lehrerinnen und Lehrer aktivierende, schülerorientierte Lernsituationen, deren Ausgestaltungsmöglichkeiten im Methodenkonzept der Canisiusschule beschrieben werden. Verknüpft damit sind der Aufbau und die Entwicklung sozialer Kompetenzen und Fähigkeiten innerhalb der Klasse als einer Lebensgemeinschaft.

Um größeren Raum zu haben für das Erlernen und Einüben der genannten Kompetenzen innerhalb des schulischen Alltags, ist im Stundenplan der Klassen 5 und 6 eine eigene „SoKo“-Stunde verbindlich vorgesehen. Die Gestaltung liegt in der Regel in der Hand des Klassenlehrers. Diese pädagogische Arbeit des Klassenlehrers bzw. des Klassenleitungsteams wird unterstützt von den Fachlehrern der Klasse, weshalb diese in den Jahrgängen 5 bis 7 möglichst kontinuierlich in der jeweiligen Klasse eingesetzt werden.

Als erste Fremdsprache bieten wir an unserer Schule ab Klasse 5 Englisch an. Eine spezielle Förderung von Schülern und Schülerinnen der Klassen 5 und 6 mit Defiziten im Bereich der Muttersprache Deutsch erfolgt in Förderkursen. Nach Rücksprache mit Klassen- und Fachlehrern werden kleineren Lerngruppen weitere und zusätzliche Übungsmöglichkeiten geboten, um Wissenslücken zu schließen.

Tag der offenen Tür

Immer im Dezember, genauer zwei Wochen nach unserem großen Basar für Leme, öffnet die Canisiusschule ihre Türen für alle interessierten Viertklässler und deren Eltern. An diesem Tag haben Schülerinnen und Schüler aus den vierten Klassen aus Ahaus und Umgebung und ihre Eltern Gelegenheit, die Schule und das Schulleben in allen Facetten in der Praxis zu erfahren. Ein Highlight dieses Tages der offenen Tür ist es, dass unsere Fünft- und Sechstklässler als „erfahrene Guides“ die Viertklässler begrüßen und durch die Schule führen. So erleben die Viertklässler die Atmosphäre in den Klassen- und Fachräumen, in denen sich die unterschiedlichen Fächer, AGs oder Gruppen vorstellen und zum Mitmachen einladen, in der Aula finden sowohl Eltern als auch Viertklässler Gesprächspartner, die vom familiären Charakter der Canisiusschule erzählen und gerne alle Fragen beantworten, die die SchülerInnen und ihre Eltern mitbringen.

Wahl der zweiten Fremdsprache

An der Canisiusschule steigen unsere Schülerinnen und Schüler ab der Klasse 7 in eine zweite Fremdsprache ein. Dabei haben sie an unserer Schule die Wahl zwischen den Fächer Latein oder Französisch. Damit soll ihnen unter anderen auch ein moderater und zugleich intensiven Einstieg in das Fremdsprachenlernen am Beispiel des Faches Englisch in Klasse 5 ermöglich werden.
 
Die 2. Fremdsprache wird mindestens bis zum Ende der Klasse 10 einschließlich unterrichtet. Eine Ab- oder Umwahl ist nicht möglich. Die einmal getroffene Entscheidung ist bindend. Informationen zu den Latinumsanforderungen (Latein) erhalten Sie ebenso wie Informationen zu den DELF – Zertifikaten (Französisch) im Internet.

Die Entscheidung über die Wahl der 2. Fremdsprache treffen die Schülerinnen und Schüler und Sie als Eltern erst kurz vor dem Ende der Klasse 6 nach einer speziellen Informationsveranstaltung. Die Fachschaften Latein und Französisch möchten Ihnen dennoch jetzt schon einige Hinweise geben, die Ihnen bei Ihren Überlegungen zur Wahl der Sprachenfolge hilfreich sein können.  
 
Ein erstes Fazit zur Entscheidungfindung:

  • Sprechen Sie mit Ihrem Kind, was es möchte.
  • Ihr Kind sollte seine oder ihre Entscheidung nicht davon abhängig machen, was andere Mitschüler oder Freunde wählen.
  • Vertrauen Sie Ihrer Intuition als Eltern, welches die richtige 2. Fremdsprache für Ihr Kind ist. Sie kennen Ihr Kind am längsten und wissen um Stärken, Interessen, Lerntyp …
  • Haben Sie Vertrauen in Ihre eigene Entscheidung. Wenn Ihr Kind mitentschieden hat, wird die Motivation und Freude am Lernen Ihr wichtigster Verbündeter sein.

 
Egal, ob Sie und Ihr Kind sich für Latein oder Französisch entscheiden, es gilt: das Erlernen einer Sprache erfordert kontinuierliches Üben und Wiederholen von Vokabeln und Grammatik! Der Lernaufwand ist für beide Fächer in etwa gleich hoch.
Sollten trotz all der hier gebotenen Informationen noch Fragen offen bleiben, werden die Fachlehrerinnen und -lehrer selbstverständlich
versuchen, Antworten auf alle weiteren Fragen zur Sprachenwahl zu geben. Auch die Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer können Sie gerne ansprechen. Vor allem aber empfehlen wir, Schülerinnen und Schüler, die bereits ihre zweite Fremdsprache lernen, nach ihren Erfahrungen zu befragen.

Nutzen Sie dazu auch das weitere Angebot auf unserer Homepage (z.B. die Übersicht über die Sprechstunden der Lehrer)

Anmeldung an der Canisiusschule

Im kommenden Schuljahr 2022/2023 werden wir aller Voraussicht nach wieder drei Klassen 5 aufnehmen. Diese neuen Fünftklässler starten dann mit G9, das heißt, sie haben neun Jahre Zeit bis zu ihrem Abitur.

Die Kennenlerngespräche finden statt vom 07.12.2021 bis zum 21.02.2022 statt, Termine dafür können ab sofort über unser Sekretariat (02561/93660) vereinbart werden.

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