Välkommen in Åland!

Im Rahmen unseres Projektkurses ,,Scandinavia‘‘ der Q1 hatten wir die einzigartige Gelegenheit, uns auf eine Reise nach Stockholm/ Schweden und auf die Åland Inseln/ Finnland zu begeben. Diese unvergessliche Erfahrung ermöglichte es uns, unseren Horizont zu erweitern: Wir gewannen wertvolle Erkenntnisse über Kultur, Geschichte und Natur Skandinaviens.

Nach eifriger Planung startete unsere Reise am Freitagnachmittag, dem 01.03.2024, nach Stockholm. Wir alle waren voller Vorfreude!

Am Samstag, unserem ersten Tag in der schwedischen Hauptstadt, besuchten wir das ABBA-Museum (eine für euch sicher bekannte schwedische Popband) und das Vasa-Museum, das über die Geschichte des Kriegsschiffes namens Vasa informiert: Dieses sank 1628 während seiner ersten Fahrt nach nur etwa 1.300 m Fahrtstrecke aus dem Hafen wegen schwerwiegender Konstruktionsmängel. Beeindruckend ist, dass das ganze Schiff 1961 gehoben wurde und heute noch in einem guten Zustand vorzufinden ist. Nach dem Museumsbesuch ermöglichte uns ein kleiner Spaziergang, die engen Gassen der Altstadt zu erkunden.

Am Sonntag führte uns ein Guide zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt, darunter der königliche Palast mit der Wachablösung und das Nobelpreis Museum. Außerdem besuchten wir das älteste Freilichtmuseum der Welt, Skansen, auf der Museumsinsel Stockholms, ,,Djurgården‘‘, das uns die Vielfalt der skandinavischen Tier- und Kulturlandschaft näherbrachte. Dort konnten wir die typische Holzhausarchitektur Schwedens sehen und in das Leben früherer Zeiten in Schweden eintauchen, da das Museum wie ein traditionelles Dorf aufgebaut ist. Ein Besuch in der ,,Mall of Scandinavia‘‘, einer der größten Malls Europas, rundete unsere Zeit in Stockholm mit einer kleinen Shoppingtour ab.

Nach unserem Aufenthalt in Stockholm brachen wir zu den Ålandinseln auf, wo wir spät abends nach einer langen Reise endlich in unseren Gastfamilien ankamen.

Die Ålandinseln sind eine autonome Region Finnlands. Sie befinden sich zwischen Schweden und Finnland mitten in der Ostsee. Die Inselgruppe besteht aus über 6.000 Inseln, von denen aber nur 60 bewohnt sind. Åland besitzt sogar ein eigenes Parlament sowie eine eigene Flagge. Da die Ålandinseln 600 Jahre lang zu Schweden gehörten, sprechen die Bewohner dort schwedisch, obwohl sie heute ein Teil Finnlands sind.

Im Sommer soll Åland von Blumen übersät sein und viele Touristen anlocken; wir allerdings besuchten die Inseln außerhalb der Touristenzeit, weshalb die Natur noch etwas verschneit und die Ostsee vereist war, aber auch im Winter ist die unberührte weite Landschaft einfach beeindruckend.

An unserem ersten Tag auf den Inseln besuchten wir die ,,Godby Högstadie Skola‘‘, die Schule unserer Gastschüler*innen, wo wir typisch åländische ,,Pannkaka‘‘ mit Pflaumenmus backten und verschiedene Unterrichtsstunden besuchten. Im Handwerksunterricht hatten wir sogar die Möglichkeit, unsere eigenen Schlüsselanhänger aus åländischem Wacholderholz herzustellen. Durch unseren Schulbesuch fiel uns auf, dass das finnische Schulsystem viel Wert auf praktisches Lernen legt, was z.B. am Koch- und Handwerksunterricht zu erkennen ist.

Anschließend erkundeten einige von uns mit den Gastfamilien die Umgebung, darunter auch die russischen Festungsruinen Bomarsund und die mittelalterliche Burg Kastelholm. Die Festungsruinen sind Überreste einer Festung, die während des 19. Jahrhunderts von Russland errichtet wurde, als die Inseln unter russischer Herrschaft standen. Besonders daran ist, dass diese in nur wenigen Tagen durch einen englisch-französischen Angriff zerstört wurden.

Am darauffolgenden Tag besuchten wir das Parlament der Inseln mit einer privaten Führung und genossen ein typisches Mittagessen mit Lachs in der Restaurantschule der Hauptstadt Mariehamn. Danach besichtigten wir das Seefahrtsmuseum, wo wir einen Einblick in die Geschichte der Seefahrt erhielten. Am Abend trafen wir uns erneut in der Schule, um gemeinsam Volleyball und ,,Floorball‘‘ (Hallenhockey) zu spielen.

Am vorletzten Tag auf Åland waren wir im Jagd- und Fischereimuseum, und anschließend durften wir uns auf eine süße Überraschung freuen: Wir wurden dazu eingeladen, unsere eigenen Bonbons in einer åländischen ,,Karamelleriet‘‘ zu kreieren. Den Rest des Tages verbrachten wir mit unseren Gastfamilien.

Am Tag unserer Abreise versammelten wir uns ein letztes Mal in der Schule, um gemeinsam das åländische Abschiedslied „Vem kann sägla for ütan wind“ mit Boomwhackern zu spielen. Danach machten wir uns auf den Weg zum Gymnasium in Mariehamm, wo uns der stellvertretende Schulleiter empfing und uns durch die Schule führte, während er uns Einblicke in das finnische Schulsystem gab. Interessant fanden wir, dass die Schüler*innen ausschließlich mit Laptops arbeiten, auch in den Prüfungen, und dass sie sich ganz individuelle Stundenpläne zusammenstellen können. Schließlich nahmen wir den Bus zur Fähre, um unsere Heimreise anzutreten. Auf der Fähre fiel uns auf, dass viele Åländer auf der Fähre einkaufen (hauptsächlich Spirituosen), da diese dort zollfrei verkauft werden.

Insgesamt sind wir der Meinung, dass die Ålandinseln landschaftlich wunderschön und definitiv einen Besuch wert sind. Es war eine sehr gelungene Reise, und wir sind dankbar für die unvergesslichen Erlebnisse, die wir währenddessen gemacht haben. Diese Reise hat uns nicht nur als Individuen bereichert und als Gruppe zusammenwachsen lassen, sondern auch unser Verständnis von und unsere Begeisterung für Europa gestärkt.

 

Text: Luisa Rode und Lili Petukov (Q1)

Bild: Canisiusschule

 

 

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