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Rotherham 2010

Schülerinnen und Schüler der Stufe 11 verbrachten ereignisreiche Tage in England

Rotherham 2010

 

Acht wunderschöne Tage in Rotherham sind wie im Flug vergangen und in Vorfreude auf den Gegenbesuch unserer englischen Austauschpartner/innen wollen wir hier kurz von unserer Reise berichten:

Los ging´s am Samstag, den 30.01 um 15:00 Uhr an der Canisiusschule. Von dort aus sind wir auf die Fähre von Rotterdam nach Hull, um einen netten Abend und eine wankende Nacht auf See zu verbringen. Für die meisten war es die erste Überfahrt mit einer Fähre und entsprechend erstaunt waren wir über den Riesendampfer, auf dem es viel zu sehen gab (eine Showlounge, zwei Kinos, ein großes Restaurant und so viele Spielautomaten). Größer war jedoch die Spannung auf die Tage, aber auch die allererste Begegnung mit den Austauschpartnern.

Am Sonntag sind wir im Mittag am Thomas Rotherham College angekommen und wurden herzlich von unseren Partnern und deren Eltern begrüßt, auch wenn es schwer viel aus dem Bus zu steigen und sich wie auf dem Präsentierteller zu fühlen. Der Nachmittag blieb dann, um es sich in unserem neuen „Zuhause“ gemütlich zu machen und man hatte Gelegenheit die Familien besser kennenzulernen. Wir wurden alle freudig und herzlich in die Familien aufgenommen und konnten uns so richtig wohl fühlen. Den Abend haben wir mit der ganzen Gruppe beim „Flaming Dragon“ in Sheffield bei einem chinesischen Buffet ausklingen lassen und dort auch die Austauschpartner der anderen Schüler näher kennengelernt.

Am Montag wurden wir durch den Direktor des Colleges, Richard Williams,  in der Schule begrüßt und wir haben das Clifton Park Museum, ein altes Herrenhaus aus dem 18.Jhdt. besucht, um etwas genauer die Geschichte von Rotherham und Umgebung kennenzulernen. Nachmittags haben wir zum ersten Mal in englischen Unterricht hinein geschnuppert und haben schnell festgestellt, dass das englische Schulsystem doch viele Unterschiede zu unserem aufweist. Laserquesten stand auf dem Abendprogramm, was bedeutete: England vs. Germany in einer Schlacht im Dunkeln mit Laserpistolen. Ziemlich lustig und rasant.

Dienstags stand für uns der ganz normale Schulalltag auf dem Programm und jeder durfte seinen Partner in dessen Unterricht begleiten. Abends hat der Großteil an einem sogenannten Pub Quiz teilgenommen und als „Gerda´s Gang“ gar nicht mal schlecht abgeschnitten. Bereits nach zwei Tagen musste ein Großteil der Gruppe feststellen, dass es in Rotherham und Umgebung schlichtweg normal ist, dass der Schulweg morgens um die 40Minuten zu Fuß beträgt.

Mittwoch hieß es dann: Wanderung im Peak District, dem ersten britischen Nationalpark, der 1951 eröffnet wurde und Menschen aus der ganzen Welt anzieht durch seine herrlichen Wanderwege und traumhaften Aussichten in die Täler der Region. Nach etwa zwei Stunden, in denen wir von Edale über den Kamm nach Castleton gewandert sind, hatten wir die Möglichkeit eine wunderschöne Kleinstadt mit alten Häusern und Straßen zu besichtigen,  in kleinen Touristenlädchen zu bummeln und in urgemütlichen Cafés Scones mit English Tea zu genießen. Auf der Wanderung selbst kam auch der ein oder andere ins Straucheln oder verlor den Halt und landete im Schnee, denn in der Nacht zuvor hatte es angefangen zu Schneien und es galt extreme Rutschgefahr an manch einer Stelle des Berges.  

Donnerstag haben wir einen ganzen Tag in York verbracht. Dafür hatten die englischen Austauschpartner eigens eine Stadtführung vorbereitet und wichtige Sehenswürdigkeiten und Orte vorgestellt. Zudem gab es auch etwas zu Gruseln – das York Dungeon, das die düstere Seite von Yorks Geschichte in dunklen Räumen und Szenarien darstellt.

Freitag, dem eigentlich schon letzten Tag mit offiziellem Programm, haben wir in Sheffield verbracht. Morgens haben wir das Weston Park Museum besucht, ein wirklich großartiges Museum, das die Geschichte Sheffields und der Welt von Frühzeit an präsentiert und in dem die Besucher interaktiv Geschichte und Natur erleben können.

Im Anschluss ging es dann in die sogenannte Meadowhall (manch einem Anwohner ist diese nur als „Meadowhell“ bekannt), einem riesigen Einkaufszentrum, das sehr stark an das CentrO in Oberhausen erinnert. Bei einem Bummel durch diverse Geschäfte wurde man auch schnell fündig und hat viele Schnäppchen geschlagen. Als Abschluss der Fahrt wurde mit allen zusammen gebowlt und abends fanden Abschiedspartys für die Gäste an.

Samstag mussten wir uns dann auch schon verabschieden und haben die Rückreise nach Ahaus angetreten. Der Abschied fiel allen sichtlich schwer und die Vorfreude auf den Gegenbesuch am 14.02 ist schon groß.

Auch wenn dem ein oder anderen die sprachliche Barriere zu Beginn einige kleine Tücken bereitet hatte (z.B. „clotted cream“ als Eis zu enttarnen und überrascht beim Testen festzustellen, dass man doch irgendetwas zwischen Sahne und Butter isst;-)), hat dies der Kommunikation und Redefreude keinen Abbruch getan und wir konnten über viele Dinge mit unseren Partnern reden und miteinander lachen. Die acht Tage Rotherham werden den meisten von uns in sehr guter Erinnerung bleiben, da wir viele neue Eindrücke gesammelt, das englische Familien- und Schulleben kennengelernt und neue, wunderbare Freundschaften geknüpft haben. Ich habe den Eindruck, dass viele Freundschaften sicherlich lang erhalten bleiben und manch einer einen Freund fürs Leben gefunden hat.

 

Fr. Buß



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