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Jens Spahn an der Canisiusschule

Am 16.03. 2004 stellte der junge Bundestagsabgeordnete sich den Fragen seiner ehemaligen Mitschüler

Kurzes Schweigen. Soeben hatte Jens Spahn die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe zehn der Bischöflichen Canisiusschule zur Diskussion aufgefordert. Selten, dass sich kein Protest gegen die Worte von Politikern richtet. Doch die erste Wortmeldung ließ nicht lange auf sich warten.
Über Bildung, Studiengebühren und Atomenergie diskutierten die Schüler in der Aula mit dem jungen Bundestagsabgeordneten, der bis vor fünf Jahren auch noch Schüler der Canisiusschule war. Und nach kurzer Anlaufzeit standen dem CDU-Politiker kritische und engagierte Zuhörer gegenüber.
Ob er sich denn für fähig halte, über die Renten der dreimal Älteren zu entscheiden, oder wie Studiengebühren zu finanzieren seien, fragten die Schüler. Wie er denn die Atompolitik befürworten könne trotz aller Sicherheitsrisiken oder wie er sich Elite-Universitäten vorstelle. Was er als ehemaliger „KJGler“ gegen die Kürzung der Landesmittel für die öffentliche Jugendarbeit unternehme. Spahn versuchte auf alle Fragen einzugehen und diese zu beantworten, auch wenn seine Meinung manchmal auf Widerspruch stieß. Er erklärte, dass er ohne Einarbeitung gar nicht beim Thema Rente hätte mitreden können oder, dass er glaube, dass es nicht richtig sein kann in Deutschland Atomkraftwerke zu schließen und dann „Atomstrom“ aus Nachbarländern zu importieren.
Zuvor hatte der gebürtige Ottensteiner über Bildung und deren Grundlagen frei referiert. Er versuchte den Schüler deutlich zu machen, wie wichtig Bildung in der heutigen Zeit ist. Seine positiven Erfahrungen an der Canisiusschule habe er erst in der Rückschau richtig einordnen können. Die Basis der Bildung sehe er aber schon im Kindergarten, und er forderte ein Schulsystem, das die drei Schulformen zu ihrem ursprünglichen Sinn zurückführe.  Das Abitur müsse wieder hauptsächlich für künftige Studenten sein und nicht für Lehrlinge in Berufen, welche früher von Haupt- oder Realschülern besetzt waren. Und wie in der Schule üblich, endete die Diskussion zum Gong. Doch dann war es keineswegs ruhig.
(Benedikt Plesker 10d)



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