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Abschied
Das Kollegium der Canisiusschule verabschiedete drei Kolleginnen und Kollegen in den Ruhestand.
Am vergangenen Dienstag versammelte sich das Kollegium der Canisiusschule nach der Unterrichtszeit im Lehrerzimmer, um drei Lehrerinnen und Lehrer nach jahrzehntelanger Dienstzeit in Ahaus in den wohlverdienten Ruhestand zu verabschieden. Der Abschied von Frau Ahrberg, Frau Bergmann und Herrn Kleine fiel allen Anwesenden schwer, hatten doch alle drei das Schulleben durch ihr engagiertes Wirken nachhaltig geprägt.
Die Veranstaltung begann sehr überraschend und emotional, als die Familien der künftigen Pensionäre im Lehrerzimmer erschienen. Sie waren der Einladung des Schulleiters gefolgt und hatten sich zur Freude der Ruheständler auf den Weg nach Ahaus gemacht, um die Verabschiedung miterleben zu können. Überraschend kam auch die Aufführung einer Schülergruppe, die ein Lied aus dem Musical "Fame" präsentierte. 'Schau nur nach vorn! Nie zurück.' lautete die Botschaft an die Adresse der zu verabschiedenden Pädagogen.
Mit ihrem Lied "Goodbye dear Phyllis, we will miss you" eröffneten Herr Walters und Herr Meyer im Anschluss die individuellen Verabschiedungen und sprachen dem Kollegium aus der Seele. Frau Liebermann als Vertreterin des Lehrerrates bezeichnete Frau Ahrberg als einzigartige Persönlichkeit (engl. unique), die dem Kollegium eine globale Note hinzugefügt habe. Die Fachschaft Englisch würdigte diese einzigartige Persönlichkeit mit dem Vortrag selbstverfasster Limericks, die die Eigenarten der Fachschaftskollegin herauszustellen versuchten. Frau Ahrberg bedankte sich für die Verabschiedung und Würdigung auf ihre Weise. Sie schenkte dem Kollegium das Buch "Sonntag", um den Kolleginnen und Kollegen die Möglichkeit zu geben, den Werktagen für einen Moment zu entfliehen.
Für Frau Bergmann, den Kopf der Medien-AG der Canisiusschule und Videospezialistin, hatte sich der Schulleiter ebenfalls eine kreative Form der Würdigung einfallen lassen und damit Mut bewiesen. Er hatte ein Video gedreht, das Stationen ihres Lehrerlebens, ihre Erfolge sowie die Grüße und Wünsche ihrer Lerngruppen und AGs unterhaltsam miteinander verband. Das Medium wurde auch dazu genutzt, die Grüße von Thomas Bergmann zu übermitteln, der der Verabschiedung seiner Mutter leider nicht beiwohnen konnte.
Mit einem Gedicht des Schulleiters auf den Kollegen Kleine begann der dritte Teil der Verabschiedungen. Hier stellte Herr Walters die Besonderheiten des geschätzten Kollegen aus seiner Sicht heraus. Herr Heinrich Walters in seinem Beitrag das Engagement und die Menschlichkeit Herrn Kleines hervorgehoben und ihm nachdrücklich für sein Wirken gedankt hatte, stellte Herr Bunte für die Fachschaft Deutsch das Leben des Kollegen als Radtour dar. Er zeigte verschiedene Stationen auf und bezog sich metaphorisch auf diverse Funktionselemente eines Fahrrads, die er mit Herrn Kleine in Verbindung brachte. Die Fachschaft Religion initiierte gar den Heiligsprechungsprozess für Herrn Kleine mit dem Ziel, den Kollegen in den Stand der Heiligkeit zu versetzen. Und es gelang. Er konnte alle Bedingungen erfüllen und erreichte so sie 1. Stufe der Heiligsprechung: Er ist vom Schuldienst befreit und darf sich künftig als "Religionslehrer emeritus, Schutzpatron der Kirchenkritiker" bezeichnen. Alle sind sich einig: "Der Bernd, dat is n' feinen Kerl!"
Am Abend wurde das Programm der Verabschiedungen in geselliger Runde weitergeführt. So stellte die Fachschaft Erdkunde Frau Bergmanns Reiselust in den Vordergrund und folgte in ihrer Charakterisierung ihrer Kollegin den Buchstaben ihres Namens. Die Fachschaft Pädagogik testete das Wissen ihres Kollegen Kleine in Form des Spiels "Wer wird Millionär?". Souverän konnte Herr Kleine dabei auch die schwierigsten Antworten geben und gewann so den Hauptpreis: Die Pensionierung. Für große Begeisterung des Publikums sorgte die Wiederauferstehung der Barbershop- Gruppe. Die Boygroup lieferte zu Ehren Herrn Kleines Sangeskunst vom Feinsten, so dass mehrere "Zugaben" gefordert wurden. Eine Wiederbelebung der Barbershop-Tradition an der Canisiusschule ist nach diesem Auftritt ein Muss!
Doch nicht nur die Pensionäre wurden am Abend weiter geehrt. Mit Herrn Dittbrenner verlässt ein geschätzter Kollege die Canisiusschule in Richtung Ostwestfalen. Das Bedauern über seinen Weggang drückten die Fachschaften Geschichte und Deutsch sowie das gesamte Kollegium aus. Die Fachschaft Geschichte verabschiedete sich mit einem umgedichteten Lied von dem begeisterten Helikoptermodell-Piloten, während die Fachschaft Deutsch Lyrik aus verschiedenen Epochen heranzog, um die Thematik des Fortgehens und der Reise näher zu betrachten. Als Abschiedsgeschenk erhielt Herr Dittbrenner einen großformatigen Kanada-Kalender, der ihn auf sein nächsten Reiseziel vorbereiten soll.
Das Kollegium der Canisiusschule wird alle vier Verabschiedeten sehr vermissen und wünscht allen viel Glück, Zufriedenheit und Erfolg in ihrem neuen Lebensabschnitt!
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