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Urgewalt
Die Physik-AG der Canisiusschule beeindruckte mit einer Vorführung selbstgebauter Katapulte.
Dass physikalische Prinzipien wie der waagerechte Wurf oder Rotationsbewegungen im schulischen Alltag spannend und eindrucksvoll umgesetzt werden können, wurde spätestens am vergangegenen Samstag auf dem Schulhof der Canisiusschule bewiesen. Die Physik AG hatte alle Interessierten eingeladen, sich im Rahmen einer Vorführung selbstgebauter Katapulte von der Funktionsfähigkeit und Effektivität dieser antiken bzw. mittelalterlichen Kriegsgeräte zu überzeugen, die Geschosse mittels mechanischer Energie aus dem ruhenden Zustand stark beschleunigen.
Ein Jahr lang hatte die 20-köpfige Gruppe um ihren Lehrer Herrn Wetter an der Umsetzung des Projektes gearbeitet und gleich zwei Versionen eines Katapultes konstruiert. In Erstaunen versetzte die Zuschauer vor allem ein so genannter Tribock. Dieses rund eine halbe Tonne schwere und 8 Meter hohe Ungetüm war die größte und präziseste Wurfwaffe unter mittelalterlichen Belagerungsmaschinen. Nicht weniger faszinierend ist das zweite von den Schülerinnen und Schülern gebaute Gerät. Hierbei handelt es sich um ein Onager, das in der Spätantike von den römischen Legionen als portables Feldwurfgeschütz mitgeführt wurde.
Der Praxistest der historischen Wehrtechnik führte dem Publikum sehr anschaulich vor Augen, dass der Physik AG die Umsetzung der physikalischen Theorie in die Praxis hervorragend gelungen war. Nach körperlich anstrengenden Spannvorgängen der Katapulte konnten unter Verwendung verschiedener Geschossvarianten Wurfweiten zwischen 20 und 60 Metern erreicht werden.
Hervorzuheben ist, dass die Maschinen der Schule auch nach der spektakulären Vorführung erhalten bleiben werden. Besonders der fachübergreifende Unterricht unter Beteiligung der Fächer Physik und Geschichte wird davon profitieren.
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