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Europa

Die Comenius-Projektgruppe der Canisiusschule ließ sich auch durch den Ausbruch des Vulkans auf Island nicht vom erfolgreichen Abschluss des Projektes "Home and abroad in Europe" abhalten.

Flight cancelled…diese Nachricht ausgelöst durch den Ausbruch des Vulkans auf Island mitten in der heißen Phase der Reisevorbereitung versetzte die Comenius-AG in Unruhe! Das geplante, letzte Treffen unseres Comenius-Projektes in Nieszawa, Polen, bei dem sich vom 19. bis zum 23.April.2010 zahlreiche portugiesische, polnische, zyprische und deutsche Schüler und Schülerinnen mit den beteiligten Lehrern treffen sollten, stand auf einmal auf der Kippe! Sollen wir das Treffen verschieben? Akzeptiert der Vertrag mit der EU eine Absage? Diese Fragen mussten kurzfristig im Vorfeld geklärt werden und führten letztendlich zu dem Tenor: Jeder kommt irgendwie nach Polen in dem festgelegten Zeitfenster von 5 Tagen!

Am Montagmorgen war es dann für die Reisegruppe der Canisiusschule so weit: 11 Stunden Zugfahrt und 3 Stunden Busfahrt brachten uns dann sicher zu den polnischen Gastfamilien. Wo waren die Portugiesen? Wo die Zyprer? ….Wir warteten auf Nachrichten! Erst im Laufe der Woche stellte sich heraus, dass die Zyprer aufgrund der niedrigen Flugfrequenz gar nicht mehr kommen konnten. Die Portugiesen beendeten schließlich am Donnerstagmorgen eine unvorstellbare Odyssee durch verschiedene europäische Hauptstädte: Diverse Flüge brachten sie nach Amsterdam, München, Rom und Lissabon – leider aber ohne sie in die Nähe Warschaus zu bringen. Dass das Gepäck unterwegs verloren ging… eine Anekdote am Rande!

Trotz der Widrigkeiten verbrachten die Schüler und Schülerinnen eine bemerkenswerte Woche bei ihren Gastfamilien. Es wurde der polnische Schulunterricht besucht, ein Malworkshop des lokalen Museumsdirektors angeboten sowie ein internationales Volleyballturnier  - aus deutscher Sicht! - erfolgreich bestritten.

Der Höhepunkt der Woche lag am Donnerstag, dem Tag, an dem alle vier Filme im Rahmen einer Feierstunde dem Bürgermeister, den anwesenden Schulleitern und den Beteiligten vorgeführt wurden. Im Anschluss daran pflanzten wir einen Baum auf dem Schulhof  - eine Geste aller beteiligten Schulen, auch wenn unsere südeuropäischen Partner nicht physisch anwesend sein konnten! Abgerundet wurde der Tag durch die Einladung des Bürgermeisters von Nieszawa zum Mittagessen und der Besichtigung der historischen Kirche.

Am Tag der Abreise besuchten wir ein nahe gelegenes Chopin-Museum sowie die Stadt Torun, in der uns der Stadtführer die vielen verschiedenen Facetten dieser mittelalterlichen, für ihre Lebkuchen bekannten Stadt nahe brachte. Wir verabschiedeten uns mit dem Versprechen weiterhin die erfolgreiche Zusammenarbeit fortzusetzen und ab 2011 ein neues Comeniusprojekt mit anderen europäischen Schulen zu starten.

 

Fr. Dr. Wolf



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