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| Wandlungsfähig: Sopranistin Birgitta Schaub.
Foto (c): Heisterborg | Die galten den 120 Sängern der des Gemeindechors Once Again und des Schüler-Lehrer-Eltern-Chors der Canisiusschule, dem Orchester, den Solisten Und natürlich dem Trio Ursula van der Linde-Bancken sowie Norbert und Andrea van der Linde, das die musikalischen Fäden souverän in der Hand hielt – von der elegischen Suche Simeons, dem Adrian Kroneberger seine schöne Tenorstimme lieh, bis hin zu Marias Lobgesang, nuancenreich vorgetragen von Birgitta Schaub.
„Ein Suchender bin ich, suche nach Licht, doch um mich her herrscht das Dunkel“. So begann Thomas Gabriels Oratorium „Simeon“, das den Abend unter dem leidenschaftlichen Dirigat von Ursula van der Linde rahmte. Zunächst klassisch anmutend traten weitere musikalischer Ausdrucksformen hinzu, um das Warten und Hoffen, Bangen, Verzweifeln und die Euphorie der biblischen Figur in Töne zu fassen. Höhepunkte des Oratoriums war der dramatische Dialog mit Hanna (Birgitta Schaub) und das sich rauschhaft steigernde Gloria.
Schwungvoll und nuanciert
Noch facettenreicher aber überraschte Christoph Schönherrs eingebettetes „Magnificat“, schwungvoll und nuanciert von Andrea van der Linde dirigiert. Wohl nie zuvor waren in der Marienkirche lateinische Gesänge in solch’ musikalischer Vielfalt zu hören: jazzig bis groovy, mit knackigen Bläsersätzen, Breaks, Beat, einem treibenden Bass, dann wieder popmusiksanft im Sambarhythmus.
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| 120 Sängerinnen und Sänger, hier unter dem Dirigat von Ursula van der Linde-Bancken, ließen am Dienstag das Gabriels Simeon und Schönherrs Magnificat in der Marienkirche erklingen.
Foto (c): Heisterborg |
Und spätestens als „die Mächtigen vom Thron gestürzt“ werden, musikalisch bildlich mit Pauken und Trompeten, konnten die Zuhörer das Programm mit den übersetzten Texten beiseite legen: Die Musik hatte ihre eigene Sprache. Die hervorragenden Solisten, allen voran die wunderbare Sopranistin Birgitta Schaub, die ihr Metier vom akademischen Sopran bis um exaltierten Gospelsong glänzend beherrschte, wurden getragen vom großen Chor, der die monatelange intensive Vorbereitung in eine höchst präsente Leistung umsetzte: präzise artikulierend, dynamisch energiegeladen, begeistert und differenziert auch in leisen Passagen.
„Erlebbare Schönheit öffnet den Zugang zum Himmel“, mit diesen Worten hatte Pfarrer Heinrich Plaßmann das Konzert eröffnet, an dessen Ende die Zuhörer langen begeisterten Applaus spendeten."
Im WWW: http://www.muensterlandzeitung.de/lokales/ahaus/Ahaus-Oratorium-Simeon-und-groovy-Magnificat-begeistern-Zuhoerer;art977,807582
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