header
header

Mehr Optimismus!

Frau LRSD Barbara Schankin wirbt auf dem Informations- und Diskussionsabend der Canisiusschule für eine positive Einstellung aller Beteiligten zur Schulzeitverkürzung.

Mehr als 100 interessierte Eltern und Lehrer waren am Mittwoch der Einladung der Schulpflegschaft der Cansiusschule gefolgt, um sich über die Schulzeitverkürzung (G8) zu informieren und die Folgen im Plenum zu diskutieren. Als Referentin hatte man Frau LRSD Barabara Schankin, Dezernentin der Bezirksregierung in Münster, gewinnen können.

In ihrem einleitenden Referat ließ Frau Schankin keinen Zweifel an der Notwendigkeit der politisch gewollten Reformen aufkommen. Man könne sich keine 'Leerlaufzeiten' im Kontext der schulischen Bildung mehr leisten, so dass die Kürzung der Schulzeit eine logische und zwingend erforderliche Maßnahme sei. Es gelte, den Bildungsstandard und die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Schulabgänger in einer globalisierten Welt zu sichern. Dies sei nur dann möglich, wenn die Schülerinnen und Schüler eine fundierte, breit aufgestellte Grundbildung in einem wettbewerbsfähigen zeitlichen Rahmen erhielten. Um dieses Ziel zu erreichen habe die Landesregierung erhebliche finanzielle und personelle Resourcen bereitgestellt, die ihre positive Wirkung bereits entfalteten. Die Referentin räumte zwar ein, es habe im Zuge der Einführung der Schulzeitverkürzung zunächst einige Schwierigkeiten gegeben. Sie sei jedoch überzeugt, dass man über diese schon bald nicht mehr sprechen werde.

In der anschließenden Diskussion, die von der Schulpflegschaftsvorsitzenden, Frau Dr. Balbach, moderiert wurde, standen neben der Referentin auch der Schulleiter der Bischöflichen Canisiusschule, Herr Walters, und Herr G. Bernhart als Vertreter des Schulträgers Rede und Antwort, um den konkreten Umgang der Canisiusschule mit der Herausforderung "G8" z.B. in den Bereichen Übermittagbetreueung und individuelle Förderung darzustellen bzw. die Handlungsspielräume des Schulträgers präzise zu erläutern.

Im Verlauf der Diskussion traten die Sorgen der Eltern deutlich in den Vordergrund. Die zeitliche und fachliche Belastung der Schülerinnen und Schüler im Schulalltag, die Beeinträchtigung der Kindheit durch fehlende Freizeit zur individuellen Entfaltung, die Beeinträchtigungen des Familienalltags,  die ungewisse Zukunft des Doppeljahrgangs G8/G9,  die mangelhafte Durchführung von Reformen im Bereich der Hochschulen, der befürchtete Niveauverlust der gymnasialen Bildung oder die Preisgabe bisheriger Bildungsideale vor dem Hintergrund des ökonomischen Diktats erwiesen sich erneut als Aspekte, die die Schulgemeinschaft mit Sorge erfüllen und die auch durch Frau Schankin trotz ihrer optimistischen und ermutigenden Sicht der Dinge letztlich nicht vollständig entkräftet werden konnten.

Die Canisiusschule bedankt sich bei allen Beteiligten sehr herzlich und hofft auf weitere konstruktive Diskussionen zu diesem komplexen Thema.



Zurück



Kurz notiert

Die Terminpläne für die ABI-Vorklausuren sind online.

Nächster Termin

Zeugnisausgabe
10.02.2012

Rosenmontag
20.02.2012