Archiv
>
Archiv 08-09
> Amaison - Ein K...

Amaison - Ein Krimi
Schülerinnen und Schüler der Stufe 12 drehen Film in Ahaus auf Französisch
Schülerfilm über einen Krimi in Ahaus auf Französisch jetzt im Besitz der Stadt
Eine Entführung mit anschließender Erpressung, eine Leiche im Schloßgarten – zum Glück keine Realität, sondern Inhalt eines Films, den dreizehn Oberstufenschüler der Canisiusschule in Ahaus an den touristischen Brennpunkten ihrer Heimatstadt drehten. Mit einer Besonderheit: der Film ist auf Französisch! Aus „Ahaus“ wurde deshalb „Amaison“.
Paula Lefering, Lehrerin an der Canisisusschule betreute das Projekt, dass die Schüler des Grundkurses Französisch Anfang des Jahres im 11. Schuljahr begannen. Zusammen mit einigen Schülern schenkte sie den fertigen Film der Stadt Ahaus. Hermann Lefering, Fachbereichsleiter Bildung, Kultur, Sport, nahm ihn dankend entgegen. „Der Film wird nicht bei uns im Archiv landen und eingemottet werden. Für Gäste aus Frankreich ist er ein passendes Präsent“, freute sich Hermann Lefering. „Wir wollten unseren Ort darstellen,“, versicherten die Schülerinnen, die dem Krimi einen filmischen Rundgang durch Ahaus vorausschickten.
Lisa Dinkelborg spielte den Detektiv Monsieur Lambert, der ganz in der Tradition des Schwarz-Weiß-Films den Spuren der Verbrecher folgt. „Die Dreharbeiten waren mit sehr viel Aufregung verbunden. Erst das Auswendiglernen der französischen Texte, die wir uns zusammen ausgedacht haben, dann vor der Kamera zu stehen. Als der Film endlich fertig war, waren wir alle sehr stolz“, schwärmt Dinkelborg im Rückblick.
Von Anfang bis Ende dachten sie sich die Geschichte aus, die mit Namen und Orten der Ahauser Geschichte eng verknüpft ist. Am Anfang steht die Entführung der kleinen Adeline, Tochter der reichen Familie van Delden, aus der Villa van Delden. Im dramatischen Schluss wird der alte Monsieur Ferdinand van Delden, man achte auch hier auf die französische Aussprache, im Schlosspark ermordet. Zwielichtig ist auch die Rolle des Gärtners der van Deldens, der allerdings nicht der Mörder sei, verriet Paula Lefering.
Die Schüler schnitten den Film selbst und unterlegten ihn mit spannender Filmmusik. „Als wir uns den Film angeschaut haben, fielen uns natürlich sofort die bekannten Musiken von Pink Panther, Derrick oder Tatort ein“, ergänzt Leonie Kausler. Sie sorgte mit anderen für die musikalische Untermalung. Gerade in diesem Bereich kam ihnen die Erfahrung zugute, die sie in der Medien AG von Lehrerin Rita Bergmann gemacht haben. Der spannende Nebeneffekt sei, dass sie jetzt viel mehr auf die Aussprache achten, bestätigt Verena Wittenberg.
Der Film entstand im Rahmen einer Ausschreibung der nordrhein-westfälischen Landesregierung. Der Film der Canisiusschüler wurde von der Jury in Düsseldorf ausgewählt. Zusammen mit einem Dankesbrief bekamen sie ein Wochenende in Paris geschenkt. Begleitet von Ursula van der Linde-Bancken stellten sie den Film im Oktober in einer Pariser Schule vor.
Der Film ist nicht im Handel erhältlich. Bei Interesse können Kopien erstellt werden. Infos im Sekretariat der Canisiusschule (02561-93660).
Elvira Meisel-Kemper
Zurück
< Druckversion >
|