Gruß aus Leme
Über Schwester Adelgundis erhielten wir heute einen Weihnachtsbrief von Schwester Maria Ludwigis aus Leme in Brasilien mit einem lieben Gruß für den am Wochenende anstehenden Basar

Liebe Missionsfreunde in Ahaus!
Ihnen Allen einen herzlichen Gruß aus der "Creche Sagrada Familia" in Leme / Brasilien.
Ich habe in den letzten Wochen oft an all die fleißigen Freunde in Ahaus gedacht, die mit so viel Liebe sich einsetzen und schon seit langen Jahren mit uns um die Kinder und deren Familien besorgt sind. Durch Eure Hilfe u. Euren Einsatz ist es so manchem Kind erspart geblieben zum Straßenkind zu werden.
" Danke und Gott vergelt’s ".
Seit 1967 arbeite ich schon in der Tagesstätte und konnte immer wieder erfahren und spüren, dass die Canisiusschule mit ihren Kindern, Eltern und Lehren uns eine sehr große Stütze ist zum Wohle der sozial benachteiligten Familien.
Heute kann ich Euch freudig mitteilen, dass wir wieder auf ein segenreiches Jahr zurück schauen können. 228 Kinder von 2 Monaten bis 10 Jahre fühlen sich wohl in der Creche. Die Eltern können unbesorgt ihrer täglichen Arbeit nachgehen und sich ihren Unterhalt für ihre Familien verdienen.
Unsere Kinder, die den Tanz- und Flötenkurs besuchen, werden Ende dieses Monats mit einer größeren Schule zusammen ein Festspiel vorführen und zeigen, was sie als kleine Artisten gelernt haben. Die Eltern sind ganz sehr stolz auf ihre Kinder und sehr dankbar dafür, dass ihre Kinder eine Chance erhalten, so etwas zu lernen.
Ohne Euren großherzigen Beitrag könnten wir dies den Kindern nicht anbieten. Durch die Kurse entdecken die Kinder neue Fähigkeiten, haben Erfolgserlebnisse und es weckt Interessen in ihnen. Es hilft ihnen auch, vertrauensvoller in die Zukunft zu blicken und ihren rechten Weg zu finden.

Da wir immer wieder davon erfahren, wie schwer es für unsere Kinder ist, die mit zehn Jahren die Creche verlassen, haben wir unser Projekt auch auf die Jugendlichen ausgedehnt, die sich nun in drei Gruppen wöchentlich treffen.
Eine unserer früheren Mitarbeiterinnen. die alle gut kennen, und die nun eine ausgebildete Psychologin ist, leitet diese Angebote für die Jugendlichen. Die Kinder kommen mit ihren Fragen, Problemen und Ideen zu ihr. So haben sie eine Ansprechpartnerin, der sie vertrauen können, die ihnen Halt gibt und sie auf dem richtigen Weg hält in der schwierigen Zeit ihrer Orientierungsphase. Einmal im Monat treffen sich alle auf unserem Sportplatz zum gemütlichen Beisammensein mit Spiel und Musik. 13 Jugendlichen geben wir die Gelegenheit Kurse wie Informatik, Englisch, Pediküre, Maniküre oder Frisörkurse zu belegen, bei denen sie Fähigkeiten erlernen können, die ihnen für einen Beruf bessere Qualifikationen bietet.
Im Stadtviertel " Iperial" arbeiten unsere Missionarinnen auf Zeit, zwei Psychologinnen u. Schwester Ana eifrig mit den Kinder und Jugendlichen. Sie treffen sich fünfmal in der Woche um zu singen, zu spielen, zu basteln, zu tanzen oder Nachhilfestunden zu erteilen. Den Müttern wird ebenfalls ein Programm angeboten. Sie können an dem Handarbeits-, Koch- oder Nähkurs teilnehmen und etwas dazulernen. Die Freiwilligen Mitarbeiter der "Pastoral da Criança" (Kinderpastoral – ein Projekt der Diözesen Brasiliens) geben sich auch sehr viel Mühe, den werdende Müttern und kleinen Kindern mit Rat und Tat zur Seite zu stehen und Alternativen einzuführen.
Am Stadtrand Imperial wächst zudem langsam eine kleine Kapelle, die den Namen unserer Gründerin trägt "Santa Maria Madalena Postel". Adveniat hat dort eine gute Unterstützung gegeben, und wir hoffen, in der Zukunft einen Raum für Gebet und Gemeindeleben schaffen zu können.
Zu unserem Maurerkurs versammeln sich jeden Sonntag 12-15 Männer, die sich nach und nach ihr kleines Eigenheim bauen und auch bemüht sind, von dem Maurermeister etwas von diesem Handwerk zu lernen. Wir hoffen, dass mancher von diesen Männern später eine bessere Arbeit findet und er und seine Familie sich langsam in der Sozialgemeinschaft zurecht findet. Jetzt sind sie alle Tagelöhner, die auf dem Feld arbeiten; einen hundertprozentigen Erfolg gibt es ja nie, aber wir sehen immer wieder große Fortschritte.
Alles das, was ich hier aufgezählt habe, wäre ohne Euren riesigen Einsatz nicht möglich!
Darum nochmals unser "DANKESCHÕN und GOTT VERGELT’S"
Die Schule von Ahaus und auch die MaZ’ler (Missionare auf Zeit) von dort haben hier schon manches Denkmal gesetzt.
Wie immer lade ich jeden, der nach Brasilien kommt, herzlich zu einem Besuch bei uns hier ein. Da könnt Ihr an Ort und Stelle sehen, welche Früchte Eure Opfer und Euer Einsatz bringen. Mein besonderer Dank geht an Sie, lieber Herr Walters, und alle Kolleginnen und Kollegen, die die Freundschaft " LEME- AHAUS" so treu aufrecht erhalten. DANKE.
Da wir schon so nahe vor dem Weihnachtsfest stehen, wünsche ich im Namen aller Betreuten und Beschenkten hier eine gesegnete Adventszeit und ein gnadenreiches Christfest.
Im Gebete bleiben wir vereint.
Mit frohem Gruß Ihre dankbare
Schwester Maria Ludwigis.
Kurz notiert
Die Terminpläne für die ABI-Vorklausuren sind online.

