Canisius-Turnerinnen Landesmeister
Die jungen Turnerinnen haben in beeindruckender Manier den Landesmeistertitel errungen und dürfen sich nun auf das Bundesfinale in Berlin freuen.
Canisius-Turnerinnen feiern Landesmeistertitel
Spannend war es bis zum letzten Gerät und als bei der Siegerehrung das Endergebnis bekannt gegeben wurde, kannte der Jubel bei den Turnerinnen des Canisius-Gymnasiums Ahaus keine Grenzen. Was bei der Anreise nach Ibbenbüren zum Landesfinale der Schulen im Gerätturnen noch in die Rubrik „Traum“ eingeordnet wurde, ging 5 Stunden später in Erfüllung; das Ticket zum Bundesfinale in BERLIN!
Zunächst jedoch sollte der studienfahrtbedingte Ausfall von Vera Dirksen ausgeglichen werden. Indira Balde rutschte kurzfristig nach dem Bezirksfinale in die Meistermannschaft, um diese Lücke zu schließen.

Beim Einturnen an den 4 olympischen Geräten wurde allen Beteiligten schnell deutlich, dass die Meister der anderen 4 Regierungsbezirke Nordrhein-Westfalens, die Gymnasien aus Siegen, Düren, Essen und Detmold auch „nur mit Wasser kochen“ sollten. Erste Hoffnungen auf eine eigentlich nicht unbedingt erwartete vordere Platzierung keimten auf.
Gemeinsam mit der Turnriege des Stiftgymnasiums Düren war Wettkampfbeginn am Balken. Beginnend mit einer soliden Anfangsübung von Indira Balde (5,35 Punkte), turnten alle 5 Mädchen am oberen Limit und setzten sich direkt mit ausgeturnten 22,2 Punkte an die Spitze des Wettkampfes III (Jahrgänge 1990 – 1993). Lediglich die Mädchen des Gymnasiums am Löhrtor Siegen, welche sich schnell als hartnäckige Rivalinnen auf das „Berlin-Ticket“ herauskristallisierten, blieben den Ahauserinnen dicht auf den Fersen, zumal sich in ihren Reihen 3 aktuelle Turnerinnen des Landeskaders Westfalen befanden.

Olympisch ging es zum Bodenturnen, welches sich wie schon vor 3 Wochen als Paradegerät der Canisius-Turnerinnen darstellte. Mit 22,6 Punkten wurde der Vorsprung auf Siegen auf über 3,5 Punkte ausgebaut. Ramona Ostendorf glänzte mit einer fehlerfreien Übung, welche mit 6,0 Punkten (Ausgangswert 6,0!) belohnt wurde.

Beim dann folgenden Sprung folgte die Ernüchterung. Sprünge mit Wertungen zwischen 4,65 und 5,05 Punkten sollten den Vorsprung auf die exzellent parallel am Barren turnenden Siegenerinnen rasch bis auf 1,4 Punkte zusammenschrumpfen lassen. Lediglich Anna Schalk ragte mit dem Tageshöchstsprung, 5,6 Punkte, aus der Mannschaft heraus.
Das letzte Gerät sollte für beide Mannschaften zur Zitterpartie werden. Den ersten 3 Ahauser Turnerinnen war die Nervosität anzumerken, leichte Fehler addierten sich, der Vorsprung schmolz, der Druck wuchs. Die beiden letzten Übungen von Anna und Katharina Schalk wurden von den Kampfrichtern mit jeweils 5,2 Punkten bewertet. Da die Siegerländerinnen auch ihre abschließenden Balkenübungen sicher präsentierten war das „Kopf-an-Kopf Rennen“ beider Gymnasien plötzlich wieder vollkommen offen und die halbe Stunde Warten bis zur Siegerehrung schien nicht zu enden.
Dann jedoch folgte die Erlösung, es schallte aus dem Hallenlautsprecher, „Platz 1 für das Bischöfliche Canisius-Gymnasium Ahaus“!
Mit 0,9 Punkte Vorsprung auf das Gymnasium Am Löhrtor Siegen und dem drittplatzierten Stiftgymnasium Düren, wurde das Canisius Gymnasium Ahaus Landesmeister der Schulen Nordrhein-Westfalens und wird erstmalig „Berliner Luft schnuppern“, um das Land NRW in der Zeit vom 3.5. – 7.5.2005 im Vergleich der anderen Landesmeister beim Bundesfinale in Berlin zu vertreten. Und bekanntlich darf auch vor Berlin geträumt werden ......................
Kurz notiert
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