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Schulprogramm der Bischöflichen Canisiusschule, 48683 Ahaus, Stand  März 2016

I.          Schulprofil                                                                                   2

 

II.         Unser Schulprogramm                                                                 3                                            

  1. Zur religiös-christlichen Dimension                                     3
  2. Zur demokratischen Dimension                                           4
  3. Zur  Pädagogik unserer Schule                                           5

3.1 Leitgedanken unserer Pädagogik                                 5

3.2 Das Beratungskonzept unserer Schule                                   9

  1. Zur Europäischen Dimension                                                          10
  2. Unsere Schule - ein gemeinsamer Lebensraum               11
  3. Der Offene Ganztag                                                                12

            7.  Unsere Schule von der Erprobungsstufe bis zur Oberstufe   14

            7.1  Die Erprobungsstufe                                                             14

            7.2  Die Mittelstufe                                                                         16

            7.3  Die Oberstufe                                                                         18

            8.    Unterrichtsfächer bzw. Lernbereiche                                 19

            8.1  Zur  Religionslehre                                                                19

            8.2  Zur  Gesellschaftslehre                                                        22

8.3  Die musisch-künstlerischen Fächer                                               25

8.4  Sport                                                                                         28

8.5  Die Fremdsprachen und Deutsch                                      29

8.6  Die Naturwissenschaften und Mathematik                                   30

8.7 Außerunterrichtliche Angebote und Projekte                    33

      AG’s, Austausch, Partnerschaften, Leme

 

III.        Evaluation und Schulentwicklung                                            34

           1. Evaluation                                                                                   34

           2. Zielvereinbarungen 2015 – 2018                                           37

           3. Fortbildungskonzept                                                                 41

           4. Fortbildungsplan 2015 – 2018                                                44/45

 

            Anhang         Hausordnung         

                                   Schulvertrag

                                   Stundentafel                                   (liegen im Sekretariat bereit)

 

 

I. Schulprofil

 

Das Profil unserer Schule findet seinen plastischen Ausdruck in der von H. Schürk-Frisch geschaffenen Bronzestatue des Namenspatrons unseres Gymnasiums: des heiligen Petrus Canisius (1521 - 1597). Wie dieser Kirchenlehrer und “Botschafter Europas“ (R. Haub) sind auch wir davon überzeugt, dass es gerade in Europa notwendig ist, eine glaubensstarke, verantwortungsbewusste neue Generation heranzubilden, die den vielfältigen Herausforderungen der Zukunft in Kirche und Gesellschaft gewachsen ist. Dabei orientieren wir uns an dem christlichen Gottesverständnis, das Petrus Canisius in dem Satz: Deus semper maior (Gott ist stets größer) treffend ausgedrückt fand.

 

Dieses Verständnis führte ihn zu einer Vertrautheit mit Gott, aus der er sein gesamtes Leben gestaltete. So konnte er „Gott in allen Dingen finden“, sich „in Gott freuen“ und wusste doch zwischen den Dingen dieser Welt, der Schöpfung und dem Schöpfer-Gott zu unterscheiden. Diese kritische Unterscheidungsfähigkeit ist auch unserer Schule wichtig. Auch heute geht es darum, die vielfältigen „Götter“ in unserer Gesellschaft zu entlarven und vor allem Einspruch gegen die götzenhafte Verherrlichung des Reichtums, des Genusses und der Macht zu erheben. Europa darf nicht nur ein „Europa des Marktes“, es muss auch ein „Europa der Werte“ sein (Vaclac Havel).

 

Christsein besteht nach Petrus Canisius darin, nicht Gottes Liebe erringen zu müssen, sondern von ihr auszugehen, sich an ihr zu erfreuen und sie dankbar weiterzugeben: ...ut omnes unum sint (damit alle eins seien), wie er mit Joh 17,21 formulieren konnte. Diesem christlichen Selbstverständnis weiß sich unsere Schule in Unterricht und Erziehung verpflichtet. Insofern gilt es, den Bildungsprozess der Schülerinnen und Schüler nicht nur in seiner fachlichen und personalen, sondern auch in seiner sozialen und transzendenten Dimension zu fördern. So suchen wir, „Ehrfurcht vor Gott, Achtung vor der Würde des Menschen und Bereitschaft zum sozialen Handeln zu wecken“, was nach Artikel 7 der Verfassung für das Land Nordrhein-Westfalen das „vornehmste Ziel der Erziehung“ ist.

 

 

II. Unser Schulprogramm

 

1. Zur religiös-christlichen Dimension

 

Wie bereits im Vorwort und im Schulprofil formuliert, ist unsere Schule in besonderer Weise dem christlichen Glauben verpflichtet. Dieser Glaube bezieht sich auf das „Wort Gottes“. Es ist in Jesus Christus Mensch geworden und verkündet uns eine den Tod überdauernde Gemeinschaft mit Gott. Glauben im christlichen Sinne bedeutet, sich so in der Liebe Gottes geborgen zu wissen, dass man nicht mehr aus der Angst um sich selbst lebt, sondern sich für das Wohl der Menschen zu engagieren und sich besonders mit den Schwachen zu solidarisieren sucht.

 

Auf der Basis des christlichen Glaubens wollen wir unseren Schülerinnen und Schülern helfen, zu Frauen und Männern heranzuwachsen, die, ausgerüstet mit hohem Sach- und Fachwissen, gewissenhaft und feinfühlig Verantwortung in Kirche und Gesellschaft zu übernehmen bereit und den vielfältigen Herausforderungen der Zukunft gewachsen sind (siehe Schulprofil).

 

„Der Glaube kommt vom Hören, das Hören aber vom Wort Christi“ (Röm 10,17). Im Schulalltag kann dieses Hören auf vielerlei Weise geschehen:

 

  • durch einen Umgang miteinander, der fernab aller Perfektionsideale und Vollkommenheitszwänge etwas von der unbedingten Annahme jedes Menschen durch Gott erahnen lassen,
  • durch das Erleben glaubwürdiger Persönlichkeiten, deren Lebensmitte eine gelebte Beziehung zu Gott ist,
  • durch die Glaubenspraxis der „Schulgemeinschaft“ und durch das Vertrautmachen mit der christlichen Botschaft.

 

Um mit dem Wort Gottes vertraut zu machen und die transzendenten Dimensionen der Schülerinnen und Schüler, aber auch der Lehrerinnen und Lehrer zu fördern, eröffnen wir Zeit und Raum für:

 

  • die wöchentliche Schulmesse. In deren äußere Gestaltung sind Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer mit ihren jeweiligen Lebens- und Glaubenserfahrungen gleichermaßen einbezogen.
  • das Aufspüren vielfältiger, auch religiöser Begabungen durch die Kunst des Wahrnehmens, besonders des Zuhörens und des In-sich-Hineinhorchens;
  • gemeinsames Beten, Meditation und Stilleübungen. Das ist nicht nur im Meditationsraum, sondern z.B. auch im Klassenraum möglich.
  • Ansprechbarkeit der Schulseelsorgerin;
  • Tage religiöser Orientierung, die als fester Bestandteil innerhalb der Schulzeit angeboten werden; 
  • die Wertschätzung des Sonntags als Tag des Herrn;
  • die Orientierung des Schuljahres am Kirchenjahr (Advent, Fastenzeit, Festzeiten, Patronatsfest (Canisius 27.4.)...);
    • heilige Zeichen wie Kreuze und Symbole
    • Gestaltung des Schulgebäudes und der Klassenräume, z.B. entsprechend dem Kirchenjahr;
    • Unterrichtsgänge zu besonderen Orten des Glaubens (Pfarrkirche, Wallfahrtsorte, Dom zu Münster...)

Das bedeutet insgesamt, dass die Inhalte unseres christlichen Glaubens im Schulalltag erlebbar und erfahrbar sind.

 

Aus unserem christlichen Glauben heraus ergeben sich unsere Ehrfurcht vor der Würde des Menschen und die Achtung der Schöpfung, unsere Verpflichtung zu sozialem Handeln.

 

Dazu gehören für das Leben besonders innerhalb unserer Schulgemeinschaft folgende Ziele:

  • Das Wissen und das Erleben darum, von jeder und jedem angenommen zu sein und getragen zu werden;
  • die Fähigkeit zu Rücksichtnahme und Toleranz gegenüber dem anderen;
  • die Bereitschaft zu Vergebung und Verzeihung - im Kollegium, zwischen Lehrern und Schülern, zwischen den Schülern;
  • Zeichen der Wertschätzung und der Dankbarkeit;
  • Hoffnungsvoller Umgang mit den Fehlern und Schwächen des anderen .

 

Auch nach außen wird diese christliche Denkweise sichtbar,

  • indem Verantwortung übernommen wird, auch für die Schöpfung;
  • indem Solidarität mit den Schwachen in der Gesellschaft geübt wird;
  • indem Gelegenheit zum uneigennützigen Einsatz gegeben wird etwa im Sozialpraktikum  (Erläuterung siehe S.  16);
  • bei unserem Missionsprojekt, Einsatz für und in Leme, Brasilien (Erläuterungen etwa zum BASAR auf S. 38).

Insgesamt geht es um jenen ganzheitlichen Reifungsprozess der Person, der zu einem Handeln entsprechend dem christlichen Menschenverständnis führt.

 

2. Zur demokratischen Dimension

Das gemeinsame und verbindende christliche Menschenverständnis eröffnet und fordert die Suche nach den richtigen Zielen und Wegen in konkreten Einzelfragen. Meinungsverschiedenheiten sind dabei sowohl zwischen Gruppen (Eltern, Schüler, Schulleitung, Lehrerkollegium) als auch zwischen einzelnen Personen möglich. Wir sehen darin keinen belastenden „Konflikt“; sondern die Chance und die Notwendigkeit zu ständiger konstruktiver Beschäftigung mit Fragen unserer Erziehungs- und Bildungsarbeit. Die Lebendigkeit einer Schulgemeinschaft, in der die Mitwirkung aller gewünscht und ihre Mitverantwortung für das Gelingen des Schullebens gefordert wird, zeigt sich gerade in der Vielgestaltigkeit und Offenheit ihrer Ideen und Perspektiven, ihrer Entscheidungen und Handlungen. Die Canisiusschule verpflichtet sich deshalb dem Prinzip der partizipativen Schule, in der Schüler, Eltern und Lehrer an der Weiterentwicklung des Lehr- und Lebensraumes Schule beteiligt sind.

Auch in der Art und Weise, wie wir bei Meinungsverschiedenheiten miteinander umgehen, wird unser christliches Menschverständnis im Schulalltag konkret.

Das gilt für alle Ebenen von Entscheidungen und zwischen allen Personen und Gruppen:

  • Gesetzliche Vorgaben sorgen in ihrer Verbindlichkeit und in der Einheitlichkeit ihrer Anwendung für Verlässlichkeit, Transparenz und Gerechtigkeit. Dabei wird man in jedem Einzelfall stets die konkreten Umstände berücksichtigen und somit im Rahmen des Ermessensspielraumes Härten und Unbilligkeiten vermeiden.
  • Entscheidungen von Entscheidungsträgern (Schulleitung, Lehrer) orientieren sich zudem am Schulprogramm. Betroffene werden – soweit möglich – vor der Entscheidung angehört und mitbeteiligt; die Entscheidung soll transparent sein und begründet werden können.
  • Mehrheitsentscheidungen werden auf der Grundlage der Mitwirkungsordnung des Bistums Münster und der Geschäftsordnung für die Mitwirkungsorgane getroffen (Wahl der Vorsitzenden und deren Stellvertreter in geheimen und getrennten Wahlgängen). Eigen­ständigkeit und Entscheidungsfreiheit der Mitwirkungsorgane werden respektiert; sie werden gestärkt, gestützt, aber auch gefordert. Entscheidungen werden von allen respektiert, loyal mitgetragen und umgesetzt.

Im demokratischen Umgang miteinander und bei der Einhaltung von Verfahrensregeln nehmen Schulleitung und Lehrerkollegium eine wichtige Vorbildfunktion ein.

Insgesamt kommt es darauf an, dass sich der Umgang mit Meinungsverschiedenheiten und die Art und Weise der Entscheidungsfindung im Sinne einer positiv-konstruktiven „Streitkultur“ bewähren. Sie erweisen sich damit als Ausdruck unseres christlichen Menschenverständnisses und lassen den Leitgedanken „ut omnes unum sint … “ im Schulalltag Realität werden.

 

 

3. Zur Pädagogik unserer Schule

 

3.1 Leitgedanken unserer Pädagogik

In der Pädagogik unserer Schule zeigt sich besonders, wie sehr die Selbstverpflichtung auf das christliche Menschenverständnis tatsächlicher Orientierungsmaßstab ist.

Kern der Pädagogik an unserer Schule ist:

Christliche Persönlichkeiten heranzubilden, die sich intellektuell kompetent und emotional engagiert für andere einsetzen, Persönlichkeiten, die befähigt und willens sind, in Kirche und Gesellschaft Verantwortung zu übernehmen.

 

Dieses Erziehungsziel erfordert zweierlei:

 

1. das stete Bemühen darum, die gottgegebenen Talente einer jeden einzelnen Schülerin und eines jeden einzelnen Schülers zu erkennen und nach Kräften zu fördern. Wenngleich dabei - entsprechend dem Auftrag eines Gymnasiums - hier vor allem die intellektuellen Fähigkeiten ins Auge gefasst werden, geht es niemals allein um Anhäufung von bloßem Wissen und gewussten Fakten, sondern um Gewissensbildung und die Entwicklung der Gesamtpersönlichkeit unserer Schülerinnen und Schüler, die sich wiederum positiv auf das Arbeitsklima auswirkt.

 

2. eine Persönlichkeitserziehung, die zugleich die Erziehung zur Transzendenz und zum Engagement für andere umschließt.

 

Dieses doppelte Erziehungsprogramm fördert und fordert von allen Beteiligten ebenso Selbstdisziplin wie Initiative, ebenso Integrität wie Engagement, ebenso den Willen, sich auszuzeichnen und die eigenen Möglichkeiten zu verwirklichen, wie Rücksichtnahme und das Eingehen auf andere.

 

Nachlässige oder oberflächliche Formen des Denkens, Redens und Handelns werden abgelehnt, als unwürdig für den einzelnen wie auch als rücksichtslos gegenüber der Gemeinschaft und gefährlich für den anderen erkannt und pädagogisch sinnvoll aufgegriffen.

 

Erziehung zur Höflichkeit und Hilfsbereitschaft, zum Einhalten sozialer Spielregeln und kultivierter Umgangsformen (einschließlich des Wissens und Einübens darum, wie und warum man sich wann, wo und wem gegenüber zu verhalten hat) und die Bereitschaft, sich kritisch auseinander zu setzen ist nicht nur Selbstzweck. Sie verleiht unseren Schülerinnen und Schülern selbstsicheres Auftreten in der Öffentlichkeit, Souveränität z.B. bei Bewerbungsgesprächen um verantwortungsvolle Positionen und trägt - als Ausdruck innerer Haltung - zur Kulturvermittlung bei.

Erziehung an unserer Schule ist darüber hinaus an kulturellem Wachstum interessiert,  daran vor allem, dass die „Zivilisation der Liebe“ (Papst Johannes Paul II.) in unserer Welt immer mehr zur Geltung kommt. Gerade angesichts der ethisch-moralischen Herausforderungen unserer Zeit fördert die Bischöfliche Canisiusschule die Berücksichtigung moralischer Werte, durch die Erziehung erst Qualität erhält.

 

So werden Frauen und Männer des dritten Jahrtausends zunehmend  auf die Zusammenhänge und Folgen von wissenschaftlichen Innovationen achten müssen, die, wie etwa die Gentechnologie, Massenmedien, neue Energieformen, Formationen wirtschaftlicher Machtblöcke, unweigerlich das menschliche Leben und Zusammenleben betreffen. Sie sollten Entscheidungen treffen können, die nicht einer „Kultur des Todes“ (Papst Johannes Paul II.), sondern dem Leben dienen.

 

So brauchen wir an unserer Schule Lehrerinnen und Lehrer, die sich zugleich um hohe Fach- wie Erziehungskompetenz bemühen, die offen sind für Selbstkritik und die bereit sind, Neues zu lernen. Neben der Spezialisierung in den Einzelfächern geht es darum, den Schülerinnen und Schülern den Blick für das Ganze der Wirklichkeit zu eröffnen.

 

Einzelne Themen in den verschiedenen Fächern werden nicht nur auf einer rein sachlichen Ebene behandelt, sondern die Schüler werden aufgefordert, zu den unterschiedlichen  Aspekten eines Themas als Christ Stellung zu nehmen. Das in unserer Gesellschaft - in Werbung, Musik, politischen Programmen usw. - so raffiniert dargebotene übertriebene Streben nach finanziellem Erfolg, nach Genuss, Macht und Ansehen gilt es so zu thematisieren, dass seine menschenverachtenden Implikationen aufgedeckt und artikuliert werden.

 

Die Lehr- und Lernkonzepte werden auf ihre Menschlichkeit hin überprüft und ggf. korrigiert und angepasst. Die Art des Unterrichtens und Erziehens muss kompatibel sein mit den Zielen unserer Erziehung. Unsere Lehrerinnen und  Lehrer bilden sich in diesem Sinne regelmäßig fort z.B. in den Seminaren des Instituts für Lehrerfortbildung, Mülheim/R.. Der menschlich gute Zusammenhalt im Kollegium zeigt sich in fachlicher und erzieherischer Kooperation. Fächer übergreifendes und Fächer verbindendes Lernen und Lehren wird eingeübt.

 

Die Bischöfliche Canisiusschule erfüllt  ihren Bildungs- und Erziehungsauftrag in gemeinsamer Verantwortung mit den Eltern. Grundlage dieser  Erziehungspartnerschaft bilden die im Schulprogramm grundgelegten  Erziehungs- und Bildungsziele.

 

Nachdem sich die Erziehungsberechtigten erste Informationen über unsere Schule, ihren Auftrag und ihre Ziele  an einem Informationsabend,  über eine Informationsschrift  oder auch über das Internet verschafft haben, ist die Anmeldung des Kindes, bei der ein ausführliches Gespräch von der Schulleitung gesucht wird, ein erster direkter Kontakt zwischen Eltern und Schule. Da in der angestrebten Erziehungspartnerschaft eine  persönliche Beziehung eine wesentliche Voraussetzung ist, bietet  dieses Gespräch eine  Möglichkeit, sich persönlich kennen zu lernen, sich über die besonderen Bedingungen an unserer Schule auszutauschen, Fragen seitens der Eltern zu beantworten, und sich hinsichtlich der Übereinstimmung der Erziehungsziele zu verständigen.

 

Mit dem Kennenlernnachmittag der aufgenommenen Schüler und Schülerinnen beginnt der Prozess der persönlichen Beziehung der Erziehungspartner. An unserer Schule begleiten die Klassenlehrerinnen bzw. Klassenlehrer ihre Schülerinnen und Schüler in der Regel vom 5. bis zum 9. Schuljahr, in der Oberstufe ist eine Lehrperson als Stufenleiter von der Einführungsphase bis zum Abitur verantwortlich. Dies führt zu einer besonderen Vertrauenssituation zwischen Schülern, Eltern und Lehrern,  und durch gegenseitige Absprachen wird eine Kontinuität der pädagogischen Arbeit erreicht.

 

An den regelmäßig stattfindenden Elternsprechtagen wird neben dem Leistungsstand gerade auch die persönliche Entwicklung der Schülerinnen und Schüler erörtert. Dabei können Förderungsmöglichkeiten angeregt, Strategien zur Beseitigung von Defiziten angeboten und Erziehungsfragen aufgegriffen werden. Da solche Sprechtage aus Zeitgründen kein ausführliches Gespräch zulassen, und kaum Problemsituationen zu lösen ermöglichen, können Gespräche auch kurzfristig zwischen Eltern und Lehrern vereinbart werden. Bei diesen Gesprächen ist gegenseitiges Vertrauen unbedingte Voraussetzung, denn insbesondere hinsichtlich der Förderung des Arbeits- und Sozialverhaltens sind alle Beteiligten auf gegenseitige Informationen angewiesen. Beide Seiten verpflichten sich daher, sich gegenseitig über die für die Erziehung wichtigen Entwicklungen der Kinder auszutauschen.

 

Zur Kooperation zwischen Schule und Elternhaus bietet sich die Mitarbeit in den gesetzlich vorgesehenen  Schulmitwirkungsgremien wie den Klassen- und Jahrgangsstufenpflegschaften und Fachkonferenzen, der Schulpflegschaft und der Schulkonferenz. Themen sind hier neben Besonderheiten und Unterrichtsinhalten in der Klasse insbesondere Entwicklungen der Schule. Um die der Schule anvertrauten Kinder und Jugendlichen optimal zu fördern, arbeiten beide Seiten eng zusammen, prüfen die pädagogischen Leitvorstellungen immer wieder, insbesondere hinsichtlich ihrer Übereinstimmung mit dem Schulalltag. Die Mitwirkungsgremien werden entsprechend den gesetzlichen Vorgaben, bei Bedarf  auch öfter, einberufen.

 

Die Schule ist offen für kritisch-konstruktive Anregungen, die im gemeinsamen Dialog zu positiven Weiterentwicklungen führen können.

Die Schule erwartet, dass alle Eltern sich für die Schulgemeinschaft verantwortlich fühlen und zur Mitarbeit bei den besonderen Angeboten der Schule bereit sind:

  • nur mit Hilfe der Eltern ist es möglich, den Basar für Leme durchzuführen.
  • nur mit Unterstützung der Eltern können Klassen-  und Schulfeste gestaltet werden.
  • aktuelle Anlässe oder Themen werden von den Eltern aufgegriffen und nach Absprache mit der Schulleitung entsprechende Vortrags- und Gesprächsabende organisiert.
  • bei Schulaufführungen, z.B. Musical- und Theaterveranstaltungen, stehen die Eltern den Beteiligten zur Seite.
  • Eltern singen im Schüler-Eltern-Lehrer-Chor mit und unterstützen das Schulorchester bei Bedarf.
  • während der Austauschprogramme der Schule wohnen die Gäste in Familien der Schülerinnen und Schüler der Canisiusschule.
  • Der Freundeskreis der Ehemaligen und Förderer der CS bietet die Möglichkeit, die Schule zu unterstützen und den Kontakt zur Schule über lange Jahre zu pflegen. Die Jahresschrift „Rückblick“ wird den Mitgliedern  kostenlos zugestellt.

 

Bei allem wird auch die Glaubenswirklichkeit mit berücksichtigt. Niemals wird wissentlich gegen die Glaubenswahrheit und die daraus sich ergebende Ethik geredet oder gehandelt.

Die Schülerinnen und Schüler sollen auf lebendige Weise erfahren, dass zwar zwischen den Dingen dieser Welt, der Schöpfung und dem Schöpfer-Gott zu unterscheiden ist (Schulprofil), Christ sein aber das Leben formt und sich im konkreten Handeln bewährt.

 

 

3.2   Das Beratungskonzept der Canisiusschule

 

Beratung ist ein integraler Bestandteil der Erziehungs- und Bildungsarbeit der Schule, Schülerinnen und Schüler können während der gesamten Phase ihrer Schullaufbahn beratend und fördernd begleitet werden, zudem haben unsere Schülerinnen und Schüler sowie ihre Eltern ebenfalls die Möglichkeit, sich in der Frage der Förderung ihrer individuellen Entwicklung und Kompetenzen begleiten und beraten zu lassen.

Die Canisiusschule bietet vor diesem Hintergrund die Möglichkeit von Beratungsgesprächen zwischen Eltern und ihren Kindern, wenn es um Fragen der Schullaufbahn, des Lernens oder um Fragen von Lernproblemen oder anderen Aspekten und Fragestellungen des schulischen Alltags geht.

Dies geschieht durch Fachlehrer, Klassenlehrer und Jahrgangsstufenleitung sowie in besonderen Fällen, in denen eine weitergehende Beratung oder Begleitung notwendig erscheint, auch durch den Beratungslehrer, der die beratende Tätigkeit aller Kolleginnen und Kollegen unterstützen und ausbauen kann.

Hieran wird deutlich, dass Beratung im pädagogischen Gesamtauftrag unseres Kollegiums verankert ist.

 

Als Schule engagieren wir uns für das Wohl der Menschen oder für das Einhalten sozialer Spielregeln und versuchen, das Schulklima zu fördern, in dem Lehren und Lernen Freude machen, in dem jede und jeder anerkannt und gefördert wird, Lernschwächen nach Möglichkeit behoben werden. In enger Zusammenarbeit mit der Schulleitung, den Kolleginnen und Kollegen, den unterschiedlichen schulischen Gremien, den Eltern und besonders den Schülerinnen und Schülern wird dabei  das Wohl der uns anvertrauten Schülerinnen und Schüler gefördert und ein Schulklima geschaffen werden, in dem diese eine fundierte Wissensbasis erwerben können und sich wohlfühlen, um Lebenskompetenzen zu entwickeln.

 

Es sind im Rahmen der Beratungstätigkeit des Beratungslehrers einige Grundprinzipien zu beachten, damit eine erfolgversprechende Beratung stattfinden kann:

- Beratung sollte möglichst freiwillig erfolgen

- zwischen dem Beratungslehrer und dem Rat suchenden Schüler oder der Rat suchenden Schülerin sollte ein Vertrauensverhältnis bestehen oder aufgebaut werden

- die Beratung unterliegt der Schweigepflicht

- die Beratung verläuft lösungs- und nicht problemorientiert

- die Beratung ist offen im Hinblick auf mögliche Lösungen.

Innerhalb der Beratung wird versucht, gemeinsam mit den Beteiligten, z.B. der Klassenlehrerin oder dem Klassenlehrer, den Eltern sowie Schülerinnen und Schülern kooperativ eine Lösung zu finden, die die unterschiedlichen Sichtweisen der Beteiligten berücksichtigt.

 

Es gibt im Rahmen der Beratung unterschiedliche Beratungsanlässe:

- Einzelfallhilfe (z.B. bei Fragen und Anliegen bezüglich der Laufbahn, des Lernens,   beim Erlernen der Fähigkeit von Selbstorganisation, im Umgang mit sich oder anderen, im Umgang mit Zeit oder Zeiteinteilung

- Gruppen- oder klassenbezogene Fallhilfen (z.B. die Bearbeitung und Begleitung von Prozessen in kleineren Lerngruppen oder in Klassen, die Erarbeitung von Klassenregeln,  Hilfen bei der Einführung eines Klassenrates, Begleitung des Prozesses der Klassengemeinschaft)

- Unterstützung von Kolleginnen und Kollegen

- Unterstützung von Eltern und Erziehungsberechtigen

- Moderationstätigkeit (z.B. in Konfliktfällen)

- Kontakte zu externen Stellen

 

Grundsätzlich wird durch die jährliche Vorstellung der Beratungstätigkeit in der Lehrerkonferenz als auch in der Schulkonferenz das bestehende Konzept und dessen Konkretisierung in den unterschiedlichen Tätigkeiten des Beratungslehrers sowohl durch Kolleginnen und Kollegen als auch die Schülerinnen und Schüler und Eltern überprüft.

Zudem gibt es regelmäßige Besprechungen zwischen der Schulleitung und dem Beratungslehrer, in denen das bestehende Konzept als auch neue Möglichkeiten des Einsatzes des Beratungslehrers besprochen und evaluiert werden.

 

 

4. Zur europäischen Dimension

 

Gründend auf dem christlichen Menschenbild ist die Bischöfliche Canisiusschule dem Europäischen Gedanken verpflichtet. Im Unterricht und durch Aktivitäten außerhalb des Unterrichts vermittelt sie den nachfolgenden Generationen Kompetenzen, die sie zu einem gelingenden Leben in einer Völker- und Staatengemeinschaft Europa befähigen.

Kulturübergreifende Aufgeschlossenheit wird als Unterrichtsprinzip in vielen Fächern realisiert. Die Schülerinnen und Schüler erwerben ein umfassendes  Wissen über die Geschichte, das soziale und wirtschaftliche Geschehen Europas. Durch die Auseinandersetzung mit verschiedenen Lebensweisen erhalten die Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, sich ihrer eigenen kulturellen Identität bewusst zu werden, sie zu reflektieren und kritisch zu hinterfragen. Dadurch lernen sie Vorurteile zu überwinden, andere Kulturen und  Lebensformen zu respektieren und die gemeinsame Zukunft verantwortungsvoll mitzugestalten.

Das vielfältige Fremdsprachenangebot der Bischöflichen Canisiusschule - Englisch, Französisch, Latein, Spanisch, Russisch -   eröffnet ihnen einen Zugang zu anderen Sprachen als Voraussetzung für internationale Kommunikations- und Handlungsfähigkeit.  Bei der Behandlung der in den curricularen Vorgaben festgelegten Unterrichtsinhalte wird der Blickwinkel geöffnet für die Bereicherung durch eine „europäische Identität“, die mit dem Wegfall von Grenzen beginnt, verlässliche Rechtsbindungen beinhaltet und Solidarität zur Lösung von Problemen im gemeinsamen Interesse erfordert.

In Regionalprojekten, durch die Teilnahme am europäischen Bildungsprogramm Erasmus durch Austauschprogramme mit Schulen in Frankreich und England sowie durch im europäischen Ausland absolvierte Praktika wird das Erfahren europäischer Vielfalt ermöglicht. Dabei haben die modernen Medien eine wichtige unterstützende Funktion. Ebenso tragen die regelmäßigen Besuche europäischer Einrichtungen zu einem vertieften Verständnis von europäischen Fragestellungen und Kulturen bei.

Die Bischöfliche Canisiusschule vermittelt ihren Schülerinnen und Schülern ein umfassendes Wissen über Europa und befähigt sie durch Förderung ihrer sprachlichen und interkulturellen Kompetenzen, mündige Bürgerinnen und Bürger  Europas zu werden.

Als Europaschule übernimmt die Canisiusschule Mitverantwortung für Frieden, Freiheit und soziale Gerechtigkeit in Europa und einer immer enger zusammenwachsenden Welt.

 

 

5. Unsere Schule: ein gemeinsamer Lebensraum

 

Unsere Schule ist mehr als nur  Lernort, mehr als nur  Arbeitsplatz. Sie ist für alle Beteiligten auch Lebensraum, den es aktiv zu gestalten gilt. Es  ist ein Schulklima zu fördern, in dem Lehren und Lernen Freude machen, in dem jede und jeder anerkannt und gefördert wird. Spitzenleistungen werden gewürdigt und Lernschwächen nach Möglichkeit behoben. Alle an der Schule Beteiligten sollen sich wohl fühlen dürfen, sowie tolerant und vertrauensvoll miteinander umgehen.

 

Die Gesundheitserziehung geschieht altersgemäß sowohl im Unterricht als auch in Projekt­veranstaltungen durch Aufgreifen verschiedener Themenbereiche  wie z. B. Drogenprophylaxe in der Unter- und Mittelstufe oder gesundheits­bewusste  Ernährung. Außerunterrichtlich sind Bedingungen zu schaffen, die zur Förderung der Gesundheit beitragen, wie das Angebot im Schulkiosk oder das Schaffen von Ruhe- und Arbeitszonen.

 

Dem Klassenraum kommt dabei eine besondere Bedeutung zu. Der Raum, in dem jeder Einzelne sehr viel Zeit seines Schullebens verbringt, soll Möglichkeiten zur individuellen Gestaltung bieten und altersentsprechend  ergonomisch, ästhetisch und kommunikationsfö­rdernd eingerichtet werden. Soweit schulorganisatorisch möglich, soll jeder Klasse der gleiche Klassenraum für mehrere Schuljahre zur Verfügung stehen. Die Schülerinnen und Schüler sind für ihren Raum verantwortlich, gehen sorgsam mit ihm um und halten ihn in Ordnung. Andere Benutzer dieser Räume respektieren die jeweilige Raumgestaltung.

In der Schülerbibliothek haben Schüler und Schülerinnen  die Möglichkeit,  sich in Ruhe aus einem Angebot von Sachbüchern und Lexika und durch Nutzung des Internets selbständig Themen zu erarbeiten und zu vertiefen. Jüngeren Schülern bietet sie die Möglichkeit zur Buchausleihe, um das Lesen von Jugendbüchern zu fördern. Sie wird ständig auf aktuellem Stand gehalten und fachkundig betreut.

 

Zum gemeinsamen Lebensraum gehören auch viele außerunterrichtliche Aktivitäten (Arbeitsge­meinschaften, Fahrten, Austausch, ... im Kapitel 8.7) sowie der Offene Ganztag (siehe Kapitel 6).

 

Natürlich wird an unserer Schule nicht nur gearbeitet, sondern auch gefeiert. Verschiedene Anlässe zum Feiern  ergeben sich aus dem Verlauf des Kirchen- und Schuljahres. So ist der Namenstag unseres Schulpatrons  ein besonderer Tag im Schuljahr. Er wird festlich begangen und lässt so unsere Schule in besonderer Weise als Gemeinschaft erleben. Vor allem in der Sekundarstufe I sind Aktivitäten innerhalb und außerhalb der Schule unter Einbeziehung der Schülerinnen und Schüler, der Eltern und der Lehrerinnen und Lehrer gewünscht. Wandertage werden unter Beteiligung aller Gruppen durchgeführt. Die Entlassung unserer Abiturientia  erfolgt in einem feierlichen Rahmen, blickt man doch auf acht gemeinsame Jahre  zurück. Klassenfeste, Jahrgangsstufen- und   Schulfeste, z. B. als Abschluss von Projekt-Tagen sowie der alljährlich stattfindende Basar, stärken und beleben das Gemeinschaftsbewusstsein der Klassen- bzw. Jahrgangsstufen und der gesamten Schule. Sie fördern darüber hinaus  eine Kultur des Feierns, die in der Eucharistie einen hohen Stellenwert einnimmt.

 

 

6.  Der Offene Ganztag

 

Die Gremien der Schule (Lehrer- und Schulkonferenz) haben sich für das Konzept der „Offenen Ganztagsschule“ entschieden. Das bedeutet eine weitgehende Orientierung an der klassischen Unterrichtsstruktur der Halbtagsschule mit einem zusätzlichen, freiwilligen Nachmittagsprogramm nach dem Mittagessen. Jeweils zu Beginn des Schuljahres entscheiden Eltern und Kinder, ob und inwieweit das Ganztagsangebot wahrgenommen werden soll.

 

Ausschlag gebend für die Einführung waren folgende Aspekte:

Veränderte Lernkultur

  • Mehr Zeit für erfahrungs- oder handlungsorientiertes, selbstständiges und eigenaktives Lernen der Schüler
  • Möglichkeiten zur Altersmischung in AG und Ganztagsprojekten

 

Förderangebote

  • Mehr Zeit für persönlichkeitsfördernde Spiel- und Erfahrungsmöglichkeiten
  • Mehr Zeit für Förderkurse (mit binnendifferenzierten Lernformen)
  • Förderungen von Interessen und Neigungen der Schüler

 

Soziale Dimension

  • Förderung von sozialem Lernen durch gemeinsames Essen, Feste, Aufführungen usw.
  • Verändertes Schüler-Lehrer-Verhältnis, etwa wenn Lehrer Ganztags-Ags oder individuelle Fördermaßnahmen durchführen

 

Öffnung der Schule

  • Angebote außerhalb der Regelschulzeit (z.B. am Nachmittag)
  • Einbeziehen von Angeboten „Dritter“, die die Schulen nicht leisten könnten

Es wurden fünf Bereiche realisiert, die man auch als die „fünf Säulen des Ganztags“ bezeichnen könnte.

Mittagessen

Seit dem Schuljahr 2009/2010 steht der Schule eine freundlich gestaltete Mensa mit einem professionellen Ausgabebereich für das Mittagessen zur Verfügung.  Somit besteht für alle Schülerinnen und Schüler mit Nachmittagsunterricht die Möglichkeit ein gesundes Essen in Gemeinschaft einzunehmen.

Die Betreuung der Essensausgabe obliegt einer angestellten Fachkraft, die von freiwillig helfenden Eltern unterstützt wird.

 

Betreute Mittagspause

Alle Schülerinnen und Schüler, die nachmittags in der Schule bleiben, werden nach der Einnahme des Mittagessens bis zum Unterrichtsbeginn von Oberstufenschülern betreut.  Je nach Bedürfnis der Schülerinnen und Schüler gibt es Bewegungsangebote (bewegte Mittagspause) oder Möglichkeiten zur Entspannung (beruhigende Mittagspause).

 

Hausaufgabenbetreuung

Für die Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I übernehmen  leistungsstarke und sozial kompe­tente Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe II die Hausaufgabenbetreuung.

 

AG

Im Rahmen des Offenen Ganztags gibt es für die 5er bis 9er Klassen ein reichhaltiges Ag-Angebot.  Hier können Schülerinnen und Schüler ihren besonderen Interessen und Neigungen nachgehen. Beispiele von Ags in Jahr 2010 sind Englisches Theater, Das ABC der Partyküche, Tai Chi Chuan (Schattenboxen), Stimmbildung, Chemie-Ag, Dance4Fans, Spieletester Ag, Tontechnik-Ag und Bau von Musikboxen.

 

Förderangebote

Am Nachmittag wird in den Fächern Mathematik, Deutsch, Englisch, Französisch und Latein eine Förderung in Kleinstgruppen angeboten. Sie steht den versetzungsgefährdeten Schülerinnen und Schülern offen. Daneben gibt es zahlreiche Förderangebote (siehe Förderkonzept).

 

7. Unsere Schule von der Erprobungsstufe bis zur Oberstufe

 

Die Umsetzung der Grundsätze  und Ziele des Schulprogramms und der fachbezogenen Richtlinien erfolgt sowohl im Fachunterricht als auch in der Gestaltung des Schullebens. Im Fachunterricht steht das Erreichen der ganzheitlichen Bildungs- und Erziehungsziele, die oben genannt wurden, gleichwertig neben der fachlichen Arbeit mit ihren inhaltlichen Schwerpunkten, in der der Bezug auf die jeweils aktuellen Richtlinien der Unterrichtsfächer eine fachwissenschaftlich fundierte und fachdidaktisch abgesicherte Aktualität des Unterrichtsgeschehens garantieren muss.

 

An unserer Schule begleiten die Klassenlehrerinnen bzw. Klassenlehrer ihre Schülerinnen und Schüler in der Regel vom 5. bis zum 9. Schuljahr, in der Oberstufe ist eine Lehrperson als Stufenleiter von der Einführungsphase (EF) bis zum Abitur verantwortlich. Dies führt zu einer besonderen Vertrauenssituation zwischen Schülern, Eltern und Lehrern,  und durch gegenseitige Absprachen wird eine Kontinuität der pädagogischen Arbeit erreicht.  Pädagogisches Handeln wird verstärkt in konkreten menschlichen Bezügen möglich, so dass Hilfen gerade im Bereich der Selbstfindung und Werteorientierung auf einer Basis persönlicher Beziehungen gegeben werden.

 

Um unseren Schülerinnen und Schülern Gelegenheit zu geben, nicht nur Wissen und Können, sondern auch soziale Kompetenzen zu erwerben und ihren Charakter zu bilden, sollen sie dazu angehalten werden, sich gegenseitig zu unterstützen und voneinander zu lernen. Die leistungsstärkeren Schüler und Schülerinnen sollen dazu angeregt werden, den schwächeren nicht verstandenes zu erklären. Andererseits sollen diejenigen, die Wissenslücken aufweisen, dazu animiert werden, über deren Gründe zu reflektieren und selbst Lösungswege zu erarbeiten. Für die Klassen 5 und 6 übernehmen Schülerinnen und Schüler der EF “Patenschaften“, um bei Fragen und Problemen zu helfen sowie bei Klassenveranstaltungen die Klassenleitung (Klassenlehrer bzw. Klassenlehrerin und Vertretung) zu unterstützen.

 

Lehren und Lernen werden als ganzheitliche Erfahrung verstanden und ein aktives, konstruktives, prozessorientiertes und kooperatives Lernen -  gefördert und gefordert. Das in den einzelnen Fächern erworbene Wissen ermöglicht vernetztes Denken und Bearbeiten komplexer Themen und Sachverhalte und begründet ein tiefer gehendes Verständnis von Problemfeldern. Hierzu ist die  Verbindung mit anderen Fächern unabdingbar. Dieses so erworbene Wissen wird somit flexibel für neue Situationen und Problemfelder anwendbar. So unterstützt unsere Arbeit die Heranwachsenden, ihre Talente und Interessen zu entdecken, zu entwickeln und zu verwirklichen.

In allen Fächern und Stufen sollen die Schülerinnen und Schüler dabei das Lernen lernen (vgl. hierzu die Kapitel 5.1. – 5.3). Für jedes Fach gilt, die Schülerinnen und Schüler durch regelmäßig erfolgte Reflexionsphasen erkennen zu lassen, was ihnen und der Gemeinschaft das Lernen und das Erlernte genützt hat.

 

 

7.1  Die  Erprobungsstufe

 

Die 5. und 6. Klasse des Gymnasiums bilden als Erprobungsstufe eine pädagogische Einheit, die Erprobungsstufe. Anknüpfend an die Arbeit in der Grundschule wird behutsam an die Arbeitsweise im Gymnasium herangeführt. Das „Erproben“ während dieser zwei Jahre wird durch den Übergang von Klasse 5 nach 6 ohne Versetzungsentscheid betont. Neben der Vermittlung fachlichen Wissens ist uns das Ermöglichen eines „sanften“ Wechsels von der Grundschule zum Gymnasium besonders wichtig.

 

So laden wir vor den Sommerferien die Schülerinnen und Schüler, die im kommenden Schuljahr unsere Schule besuchen werden, zu einem Kennenlernnachmittag ein. Hier erfahren sie, mit welchen Schülern sie in den kommenden fünf Jahren in einer Klasse sind und welches Klassenlehrerteam ihnen und ihren Eltern in dieser Zeit beratend zur Seite steht. Bei einem gemeinsamen Rundgang durch die Schule haben Schüler und Lehrer eine erste Gelegenheit sich gegenseitig kennenzulernen. Schülerinnen und Schüler der 5. Klassen geben darüber hinaus einen Einblick in Unterrichtsinhalte oder Projekte einzelner Fächer.

Zu Beginn des neuen Schuljahres werden die neuen Fünftklässler von den jetzigen Sechstklässlern herzlich willkommen geheißen: dies geschieht im gemeinsamen Gottesdienst, der von ihren Klassenlehrern, einem Religionslehrer und einem Musiklehrer gemeinsam mit den Schülern vorbereitet wird. Die Fahrschüler der 6. Klassen übernehmen in den ersten Tagen die Verantwortung für die Begleitung der neuen Schüler zu den Schulbussen und stehen für sie weiterhin als Ansprechpartner zur Verfügung. Zur Schaffung einer guten Lernatmosphäre in der Klasse gehört neben der ausgiebigen Erkundung der Schule ein gemeinsamer Wandertag zum gegenseitigen Kennenlernen.

Bereits am Ende der Sommerferien werden in einer gemeinsamen Vorbesprechung aller in der 5.Klasse eingesetzten Lehrerinnen und Lehrer die Planungen und Termine für das kommende Schuljahr vereinbart. Der Klassenlehrer führt in den ersten Wochen des Schuljahres eine pädagogische Konferenz für seine Klasse 5 durch, in Klasse 6 findet diese direkt zu Schuljahresbeginn statt.

Ein gesonderter Elternsprechtag nur für die Klasse 5 kurz nach den Herbstferien dient dem ausführlichen Austausch zwischen Eltern und Lehrern über Beobachtungen zum Lern- und Sozialverhalten der Kinder. Dabei können auch besondere Belastungen – seien sie gesundheitlicher oder familiärer Art – ausdrücklich mit in das Gesamtbild, das sich im Gespräch zwischen Eltern und Lehrer ergibt, einfließen.

Das >Soziale und Kooperative Lernen<, das ausgehend von der Erprobungsstufe in die Mittel- und Oberstufe hineingetragen wird, zielt auf die Entwicklung und Förderung einer Lerngemeinschaft, die das Lernen jedes einzelnen Kindes stützt. Durch die Schaffung einer vertrauensvollen, angstfreien Lernatmosphäre können die Schülerinnen und Schüler ihr Wissen kooperativ aufbauen und Probleme lösen lernen. Hier erfahren sie sich als aktiv und eigenverantwortlich Lernende, was den Aufbau eines positiven Selbstbildes als Schülerin oder Schüler unterstützt. Toleranz, Respekt voreinander und Sinn für Zugehörigkeit sind die Ziele, die gemeinsam angestrebt werden. Dazu arrangieren die Lehrerinnen und Lehrer aktivierende, schülerorientierte Lernsituationen, deren Ausgestaltungsmöglichkeiten im Methoden­konzept der Canisiusschule beschrieben werden.

Verknüpft damit sind der Aufbau und die Entwicklung sozialer Kompetenzen und Fähigkeiten innerhalb der Klasse als einer Lebensgemeinschaft.

Um größeren Raum zu haben für das Erlernen und Einüben der genannten Kompetenzen innerhalb des schulischen Alltags, ist im Stundenplan der Klassen 5 und 6 eine eigene „SoKo“-Stunde verbindlich vorgesehen. Die Gestaltung liegt in der Regel in der Hand des Klassenlehrers. Diese pädagogische Arbeit des Klassen­lehrers bzw. des Klassenleitungsteams wird unterstützt von den Fachlehrern der Klasse, weshalb diese in den Jahrgängen 5 bis 7 möglichst kontinuierlich in der jeweiligen Klasse eingesetzt werden.

 

Als erste Fremdsprache bieten wir an unserer Schule ab Klasse 5 Englisch an.

Eine spezielle Förderung von Schülern und Schülerinnen der Klassen 5 und 6 mit Defiziten im Bereich der Muttersprache Deutsch erfolgt in Förderkursen. Nach Rücksprache mit Klassen- und Fachlehrern werden kleineren Lerngruppen weitere und zusätzliche Übungsmöglichkeiten geboten, um Wissenslücken zu schließen.

In ähnlicher Weise bietet ein Kurs speziell für Schüler und Schülerinnen der Klassen 6 - geleitet durch den Beratungslehrer unserer Schule – Unterstützung im Bereich des Lernens und der Selbstorganisation. Hier erhalten sie Hilfen und Anleitung im eigenen Umgang mit Zeit, im Umgang mit Stresssituationen, erlernen dazu verschiedene Arbeitstechniken und setzen sich mit eigener Ziel- und Motivationsfindung auseinander.

Es ist uns ein wichtiges Anliegen, ganzheitliches Lernen zu ermöglichen. Das zeigt sich in den Thementagen zur Gesundheits- und Werteerziehung im Rahmen des Faches Biologie und im Stellenwert, der dem Sport-, Musik- und Kunstunterricht beigemessen wird. In Klasse 5 kommt eine zusätzliche Sportstunde dem Bewegungsdrang der jüngsten Schüler entgegen, trägt zu ihrer körperlichen Entwicklung bei und leistet einen wichtigen Beitrag zur Förderung der Hilfsbereitschaft und Rücksichtnahme.

 

 

7.2 Die Mittelstufe

 

Die Mittelstufe umfasst die Jahrgangsstufen 7 - 9. Zentrales Moment ist der Differenzierungsbereich II für die Klassen 8 und 9. Dieser  umfasst als Wahlangebot Französisch oder Spanisch als 3. Fremdsprache, Kurse in Ernährungslehre (bis 2012) oder Naturwissenschaften (zur Zeit Biologie/ Informatik).

Bei der Arbeit in den Fächern  wird das Konzept des "Lernen-Lernens" weiter umgesetzt.  So werden die Schülerinnen und Schüler dazu angehalten, sich auch persönliche Lernziele zu setzen, die sie im Verlauf des Schuljahres konsequent verfolgen. Nicht die Lehrperson allein überprüft dabei, ob die Ziele erreicht wurden, sondern die Schülerinnen und Schüler überprüfen sich selbst, tauschen sich aus und halten ihre Lernerfolge fest.

 

Medien werden im Fachunterricht vielfältig  genutzt. Der Fachunterricht der Mittelstufe vermittelt  Lern- und Arbeitstechniken, wie man sich Informationen beschafft und wie man sie erfasst, wie sie verarbeitet und  aufbereitet werden. In den Medienräumen  mit Internet-Anbindung erfolgt die Einführung in Recherchiertechniken für Referate oder facharbeitsähnliche Hausaufgaben. Dies verhilft den Schülern und Schülerinnen zu einer größeren Selbstständigkeit bei der Erarbeitung unterrichtsrelevanten Stoffes und bei der Vor- und Nachbereitung von Unterricht. Dabei  wird auch Wert auf Projekt bezogenes, Fächer übergreifendes Arbeiten im Team gelegt. (vgl. Medienkonzept)

 

Dieses und die Möglichkeit, auch über Unterrichtsinhalte mit zu entscheiden, fördert die Selbstständigkeit und Entscheidungsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler. Neben dem Lehrer zentrierten Unterricht gewinnen die in der Erprobungsstufe eingeführten neuen Arbeits- und Sozialformen (kooperatives Lernen) an Bedeutung. In jedem Fall geht es darum, die Eigenaktivität der Schülerinnen und Schüler zu optimieren.

 

Die Zeit der Pubertät stellt für die Heranwachsenden selbst, für Eltern und Lehrer eine besondere Herausforderung dar. Durch das in der Erprobungsstufe grundgelegte Vertrauen zwischen Schülern, Eltern und Lehrern ist eine solide Basis vorhanden, um bei auftretenden schulischen und pädagogischen Problemen gemeinsame Lösungen zu entwickeln.  Ein Projekt „Stärkung des Ichs“ in den 7. Klassen greift die Problematik des Suchtverhaltens auf.  Aus der Perspektive verschiedener Fächer werden - auch  durch externe Fachleute (Suchtpräventionsstellen, Polizei) - unterschiedliche Formen der Sucht thematisiert. Unser Blickwinkel ist dabei die Stärkung der freien Persönlichkeit.

 

Das soziale Lernen wird unterstützt durch einen Projekttag für die Klasse 7. Die Schüler/innen beschäftigen sich einen Vormittag lang außerhalb von Unterricht  mit dem Thema "Klassengemeinschaft". Bei verschiedenen Spielen und Aktionen haben die Schülerinnen und Schüler Gelegenheit, sich gegenseitig noch intensiver kennen zu lernen und mehr über Stärken und Vorlieben der Mitschüler zu erfahren. Die gemeinsame Lösung gestellter Aufgaben, die sich nur durch Kooperation und Absprache bewältigen lassen, stärken den Teamgeist und im kreativen Tun können die gemachten Erfahrungen reflektiert und festgehalten werden.

 

In Klasse 8 steht dem Klassenlehrer eine  Profilstunde zur Verfügung. Sie  dient der sozialen Entwicklung der Lerngruppe und der Schärfung der eigenen Urteilsfähigkeit,  sie führt die Schüler zu eigenständigem Bewerten und noch größerer Selbstständigkeit im sozialen Umfeld.

 

Ein freiwilliges Betriebspraktikum gewährt den Schülern und Schülerinnen der 9. Klassen Einblicke in die Arbeitswelt. Die Vorbereitung und Unterstützung erfolgt im Politikunterricht. 

Die Teilnahme an unterschiedlichen Wettbewerben erschließt interessierten Schülern und Schülerinnen weitere Bereiche verschiedener Wissensgebiete. Die Lehrer unserer Schule wirken unterstützend mit. Ein Fremdsprachen-Nachmittag, „Die Deutschen und ihre östlichen Nachbarn“, Wettbewerbe in den Naturwissenschaften und Mathematik, Wettbewerbe des Buchhandels zur Leseförderung, „Zeitungsflirt“ zum Kennen lernen der Lokalzeitung  erweitern den Handlungsspielraum und den Erfahrungshorizont der Schülerinnen und Schüler.

 

In dieser Zeit  finden die Fahrten nach England (Hastings / Whitstable, Angebot am Ende der Jahrgangsstufe 7) und Frankreich (Argentré als Angebot in der Jahrgangsstufe 9) statt.

 

 

7.3  DieOberstufe

In der Oberstufe kommt es insgesamt darauf an, die fachliche, methodische  und soziale Kompetenz der Schülerinnen  und Schüler weiter zu verbessern und ihre Anwendung angemessen in der Unterrichtspraxis zu gewährleisten. Dabei berücksichtigen wir neben unseren Bildungs- und Erziehungszielen selbstverständlich die „Verordnung über die Bildungsgänge und die Abiturprüfung der gymnasialen Oberstufe“ (APO-GOSt). Unsere Schule bietet ein möglichst breit gefächertes Angebot an Kursen in allen Aufgabenfeldern. Dabei achten wir darauf, dass eine Balance zwischen stark unterschiedlichen Kursgrößen gewahrt bleibt.

Im Rahmen der aktuellen APO-GOSt werden neben den bewährten Fächern in Grund- und Leistungskursen als neue Bausteine Vertiefungsfächer und Projektkurse aufgenommen. Während die Vertiefungsfächer der besonderen Förderung im Kernfachbereich dienen, zielen die Projektkurse auf eine intensive wissenschaftspropädeutische Auseinandersetzung mit einem Thema. Im Hinblick auf unser Schulprofil bieten wir drei verschiedene Projektkurse an:

1. Einen Projektkurs, der als bilingualer Unterricht eine moderne Fremdsprache mit einer Gesellschaftswissenschaft verbindet,

2. einen Projektkurs, der einen naturwissenschaftlichen Schwerpunkt setzt und

3. einen Projektkurs, der Musik, Kunst und Religion miteinander verbindet.

 

Die besonderen Formen des Lernens in der Oberstufe erfordern eine darauf abgestimmte Vorbereitung. Dazu dient das Methoden-Seminar, bei dem oberstufenspezifische Lern- und Arbeitstechniken gerade im Hinblick auf die Facharbeit eingeübt werden. Auch der kritische Umgang mit Computer und Internet und deren Nutzung für das selbstständige Lernen dienen diesem Ziel. Die Schule greift dabei bewusst neue Ergebnisse der empirischen Unterrichtsforschung auf.

 

Die Forderung nach Training der Schülerinnen und Schüler für eine effektivere Nutzung ihrer eigenen individuellen Lernzeit wird dabei auch durch eine frühzeitige Gewöhnung an besondere Arbeitsmethoden bereits in der Sekundarstufe I erfüllt.

 

Wir ergänzen unsere  Bildungs- und Erziehungsarbeit in der Oberstufe durch besondere Projekte. Dazu gehören im Rahmen des Oberstufenunterrichts nicht nur die Studienfahrt, sondern auch die aus dem Unterricht erwachsenden Tagesexkursionen zur Erkundung außerschulischer Lernorte („Lernen vor Ort“), z.B. nach Berlin, Strassburg, Bethel, Brüssel.

Zu Beginn der EF findet eine zusätzliche, gemeinsame Tagesfahrt mit dem Ziel des Kennenlernens und der Förderung des „Zusammenwachsens“ statt.

 

Zentraler Bestandteil der Einführungsphase (Stufe 1o)  ist ein Sozialpraktikum für alle Schülerinnen und Schüler.Unsere Schule möchte unter ihren Schülerinnen und Schülern die Bereitschaft zum sozialen Engagement nicht nur wecken, sondern auch die Gelegenheit geben, durch ein sozial orientiertes Praktikum in beispielhafter und überzeugender Weise diesem Anspruch gerecht zu werden.

 

Für das  Sozialpraktikum können die Schülerinnen und Schüler zwischen verschiedenen Einrichtungen wählen. Dazu gehören Krankenhäuser, Seniorenheime, Behinderteneinrichtungen, Sonderschulen, Kindertages­einrichtungen und andere soziale Einrichtungen. Das Sozialpraktikum kann auch in Frankreich in der Einrichtung „Ecole maternelle privee Sainte-Anne“ absolviert werden.

 

Schwerpunkt des Sozialpraktikums ist die Begegnung mit dem Menschen: beispielsweise die Direktheit von Kindern in Freude und Zorn zu erleben und einen Einblick in ihre Entwicklung zu bekommen; die Gefühle und das Gesprächsbedürfnis kranker oder pflegebedürftiger Menschen wahrzunehmen; die gegenseitige Annahme von Behinderten zu beobachten.

 

Wir hoffen, dass die Praktikantinnen und Praktikanten diese und weitere Erfahrungen machen, dass sie persönliche Beziehungen aufbauen und ihre eigene Persönlichkeit einbringen können. So sollen sie die Möglichkeit finden und nutzen

- soziale Verantwortung aktuell und im späteren Leben zu übernehmen,

- einen Einblick in die Lebensumstände ganz junger, alter, kranker und behinderter Menschen    zu bekommen und

- ihre entsprechenden Begabungen zu entdecken und einzusetzen.

In der Qualifikationsphase wird die Anfertigung einer Facharbeit als Chance und Möglichkeit für eine besondere wissenschaftspropädeutische Lernleistung gesehen und genutzt. Dadurch wird die Forderung nach einer Erziehung zu Eigenverantwortlichkeit, Selbstständigkeit und nach selbstverantwortetem Lernen unterstützt. Dazu sind klare, nachvollziehbare Ziele formuliert und die Verfahrensfragen für alle Beteiligten verbindlich geregelt. Der Austausch von Erfahrungen und deren Auswertung, auch über die Fachgrenzen hinweg, soll sich in konkreten Ergebnissen niederschlagen. Diese Erfahrungen (z. B. in Form einer Liste von Facharbeits-Themen, Zugang zu Facharbeiten nach Zustimmung der Schüler, Nutzbarmachung der Ergebnisse von Facharbeiten für den Unterricht) kommen allen Schülern und Lehrern zugute.

 

Der Oberstufenunterricht ermöglicht Fächer übergreifende und Fächer verbindende Aktionen. Sie dienen dem ganzheitlichen Lernen, einem Lernen, das die Zusammenhänge betont. Gleichwohl steht neben der Individualisierung des Lernprozesses durch eine je eigene Schullaufbahn gleichberechtigt eine Erziehung zur Solidarität und Teamfähigkeit der Schülerinnen und Schüler.

Die Individualisierung der Schullaufbahnen, verbunden mit der Auflösung des Klassenverbandes, verlangt von der Schule eine besondere Verantwortung in Bezug auf rechtzeitige Information, Beratung und Schullaufbahnkontrolle der Schülerinnen und Schüler im Allgemeinen sowie in Detail-Fragen.

 

An unserer Schule ist für die Beratung und Begleitung der einzelnen Schüler und Schülerinnen einer Jahrgangsstufe der Jahrgangsstufenleiter bzw. die Jahrgangsstufenleiterin verantwortlich. Auch für die Eltern ist diese Person der entscheidende Ansprechpartner.

 

8. Unterrichtsfächer bzw. Lernbereiche

8.1 Zur Religionslehre

 

Ein spezifischer Lehrort und eine spezielle Lernform des Glaubens stellt zweifellos der qualifizierte Religionsunterricht dar. Entsprechend dem Selbstverständnis unserer Schule (siehe Schulprofil) ist er unverzichtbar und wird von Klasse 5 bis 13 (demnächst 12) durchgehend erteilt.

 

Auf dem Boden der Glaubensvermittlung wird zu den allgemeinen Bildungszielen der Schule in einer Demokratie und zur Profilierung unserer Bischöflichen Canisiusschule ein wesentlicher Beitrag geleistet.

 

  • „Wie kein anderes Schulfach fragt der Religionsunterricht auf der Grundlage reflektierter Tradition nach dem Ganzen und nach dem Sinn des menschlichen Lebens und der Welt.
  • Er erörtert die Antworten, die Menschen heute auf diese Fragen geben und die sie in der Geschichte gegeben haben und zeigt dabei Mensch und Welt in ihrem Bezug zu Jesus Christus im Licht des kirchlichen Glaubens und Lebens.
  • Auf diese Weise leistet er Hilfe zur verantwortlichen Gestaltung des eigenen wie des gesellschaftlichen Lebens“ (Der Religionsunterricht in der Schule. In: Gemeinsame Synode der Bistümer in der Bundesrepublik Deutschland. Beschlüsse der Vollversammlung. Offizielle Gesamtausgabe I. Freiburg/Basel/Wien, 7. Aufl. 1987, 130) und einen wesentlichen Beitrag zur Identitätsbildung des Schülers, der Schülerin.
  • Er hilft den jungen Menschen gerade auch im Hinblick auf existentielle Fragen sprach- und urteilsfähig zu werden.

 

Orientiert an der wissenschaftlichen Theologie soll der christliche Glaube im Zusammenhang mit dem Selbst-, Welt- und Wirklichkeitsverständnis in methodisch geordneter Weise zur Sprache gebracht und reflektiert werden.

 

  • Die Schülerinnen und Schüler sollen erfahren, was die historisch begegnende christliche Botschaft wirklich sagt
  • und wie sich diese Botschaft im Sinne des Glaubens konsistent verstehen lässt.

 

Der Unterricht in Religion befähigt die Schülerinnen und Schüler, den christlichen Glauben zu verantworten und von ihm Rechenschaft abzulegen (vgl. 1 Petr 3,15). In dieser Pflicht zur Rechenschaftsabgabe liegt der Beitrag des Religionsunterrichts zur Rationalität.

 

Insofern es dabei besonders um Verstehen und Verständnis, um Interpretation und Textauslegung geht wird zudem dazu beigetragen, ein hermeneutisches[1] Bewusstsein zu entwickeln. Dabei geht es immer wieder

  • um die Wahrheit und die Wahrheitsfähigkeit des Menschen.
  • So verhindert der Unterricht, dass „die Schüler den Lebenssituationen, Strukturen und Tendenzen, den Identifikationsmustern und Weltdeutungen (anderer und den eigenen) fraglos und sprachlos gegenüberstehen. Religionsunterricht soll Scheinsicherheiten aufbrechen, vermeintlichen Glauben ebenso wie gedankenlosen Unglauben. Damit kann einer drohenden Verkümmerung des Pluralismus zu ‘wohliger Indifferenz’ gewehrt werden“ (Der Religionsunterricht in der Schule a.a.O. 139).

 

  • So trägt der Unterricht einerseits zur philosophisch-kritischen Bildung bei,
  • fördert und fordert aber andererseits auch die Freiheitsfähigkeit und Entscheidungswilligkeit der Schülerinnen und Schüler.

 

„Die christliche Botschaft ist Angebot und Einladung, von deren freier Annahme oder Ablehnung gemäß dem Evangelium das Heil oder das Unheil des Menschen abhängt. Zur freien Annahme gehört, dass der Mensch diese Einladung auch ablehnen kann.

  • Obwohl die Dringlichkeit der Botschaft nicht verschwiegen werden darf, muss die Freiheit des Menschen respektiert werden. Weder die bereits gespendete Taufe noch die Sorge um das Heil berechtigen dazu, den anderen auf grobe oder sublime Art zu nötigen.
  • Durch Nötigung wird die freie Entscheidung zur ‘Nachfolge’, die eine Entscheidung aus Liebe sein soll, verhindert. Weil Evangelium Befreiung bedeutet, darf [...] die notwendige Vermittlung nichts von Manipulation an sich haben.
  • Zwar geht der Weg des Menschen zur Selbstbestimmung immer über Fremdbestimmung; Erziehung geschieht durch ‘Vorgabe’. Gerade deshalb aber muss der Erzieher wissen, dass er niemanden in Dingen des Glaubens zwingen darf. Er muss im Gegenteil mit Entschiedenheit den Menschen auf seine freie Entscheidung hin ansprechen“ (Der Religionsunterricht in der Schule aaO. 138).

 

So erzieht der Religionsunterricht an unserer Schule zu Freiheitsfähigkeit, die letztlich im Hören auf das Wort Gottes zur Entscheidung kommt. „Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen“ (Apg 5,29).

 

Indem der Unterricht diesen Maßstab anlegt, der die Gesellschaft davor bewahren kann, menschliches Handeln absolut zu setzen und totalitär zu werden, leistet er einen unersetzlichen Beitrag zum freiheitlich-emanzipatorischen Grundsinn der Bildung. Er trägt dazu bei, „die vielfältigen ‘Götter’ in unserer Gesellschaft zu entlarven“ (Schulprofil).

 

Nichts aber gefährdet die Freiheit und die Würde des Menschen mehr als eine falsche Auffassung des Menschen vom Menschen. Wenn er sich selbst zum höchsten Maßstab macht oder sich umgekehrt hoffnungslos abwertet, so werden in gleicher Weise die Fundamente einer menschenwürdigen Ordnung der Gesellschaft zerstört.

 

Indem der Unterricht im Fach Religion an diese Basis unserer Demokratie erinnert, schärft er zugleich das Gewissen für diesen Kern staatlicher Verantwortung und trägt so insgesamt zur politischen Bildung bei.

Vor allem aber geht es dem qualifizierten Religionsunterricht an unserer Schule um den Menschen in seiner individuellen, unwiederholbaren Wirklichkeit, um den Menschen, der unzerstörbar das Bild und Gleichnis Gottes in sich trägt und durch die Erlösung für immer mit Christus verbunden ist. Darin gründet die „Transzendenz der menschlichen Person“ (GS 76) und gewinnt die Menschenwürde ihr spezifisches Gewicht.

 

Indem  zur Achtung und Heilung der menschlichen Personwürde erzogen und zum sozialen Handeln angeleitet wird, wird zugleich der Willen zu Gerechtigkeit, Menschlichkeit und Frieden verstärkt. So wird ein erheblicher Beitrag zur sozialethischen Bildung geleistet und zugleich „der Bildungsprozess der Schülerinnen und Schüler“ gefördert; und zwar „nicht nur in seiner fachlichen und personalen, sondern auch in seiner sozialen und transzendentalen Dimension“ (Schulprofil).

 

 

8.2 Zur Gesellschaftslehre

Der Unterricht im gesellschaftswissenschaftlichen Bereich beabsichtigt nicht nur Wissen zu vermitteln, sondern es sollen vor allem auch werteorientierte Einstellungen und Verhaltensweisen deutlich ausgewiesen werden. Ein zentrales Ziel der Gesellschaftswissenschaften besteht daher darin, Wertehaltungen der Schüler und Schülerinnen aufzubauen, die besonders die Prinzipien der katholischen Soziallehre und ein christliches Menschenverständnis berücksichtigen, um auf dieser Basis die Schülerinnen und Schüler zu befähigen sich mit gesellschaftlichen Positionen und Realitäten in einer pluralistischen Welt konstruktiv auseinander zu setzen. Das Bemühen um Einsicht in Richtiges und Verwerfliches ist ein gemeinsames Anliegen der Fächer Geschichte, Erdkunde, Politik / Sozialwissenschaften und Pädagogik.

 

Auf der Grundlage des christlichen Menschenbildes ist die Bischöfliche Canisiusschule dem Europäischen Gedanken verpflichtet. Im Unterricht und durch Aktivitäten außerhalb des Unterrichts vermittelt sie den nachfolgenden Generationen Kompetenzen, die den Aufbau eines Orientierungs-, Kultur- und Weltwissens unterstützen und die mündige und verantwortungsbewusste Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und an demokratischen Willensbildungs- und Entscheidungsprozessen auf europäischer Ebene ermöglichen. Wir betrachten es als unverzichtbare Herausforderung, der nächsten Generation die Bedeutung der europäischen Idee und die grundlegenden Aufgaben der europäischen Integration zu vermitteln.

Der Bestand der europäischen Idee und ihre zukünftige Entwicklung ist für uns Verpflichtung. Historische Erfahrungen, die unsere Traditionen und Wurzeln nicht vergessen, bilden die Grundlagen für die Herausforderungen der Gegenwart, wobei die Fächer des Lernbereichs Gesellschaftslehre ihre jeweils eigenständige Perspektive einbringen. Ein intensiver Dialog über die Zukunft der europäischen Konzeption ist ein gemeinsames Anliegen der gesellschaftswissenschaftlichen Fächer. Die europäische Idee darf nicht auf eine Wirtschafts- und Finanzunion oder einen europäischen Kulturraum reduziert werden, Europa muss als Wertegemeinschaft gestärkt werden.  So kann die Zukunft der Europäischen Union nur in einer Festigung der demokratischen Institutionen liegen, um eine europäische Identität zu erreichen, die aus dem Miteinander der verschiedenen Kulturen, Sprachen, Religionen und Konfessionen zu einer „Einheit in Vielfalt“ führt.

 

Das gesellschaftswissenschaftliche Aufgabenfeld betont die Eigenständigkeit, aber auch immer mehr die Zusammenarbeit der Fächer. Bestimmte gesellschaftliche Problemstellungen können nur dann erfasst werden, wenn sie durch fachspezifische Akzentuierungen beleuchtet werden. Jedes dieser Fächer hat seine eigenständigen Fragestellungen, Vorgehensweisen und Erkenntnisziele. Die Gesellschaftswissenschaften betrachten aber eine Zusammenarbeit als Ansporn und Herausforderung.

 

Der ökumenische Leitgedanke „Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung“ ist auch die Grundlage der pädagogischen Arbeit im Fach Erdkunde.Unter dieser Perspektive sollen die jungen Menschen an unserer Schule die räumlichen Voraussetzungen für das soziale und wirtschaftliche Handeln der Menschen kennen lernen, durchaus in Orientierung an inhaltlichen und methodischen Vorgaben der staatlichen Lehrpläne.

 

So sollte den Schülern bewusst werden, dass die Erde, auf der wir leben, ein Geschenk Gottes ist, das uns Menschen anvertraut ist und mit dem wir verantwortungsbewusst umgehen müssen. Die Schüler sollen hierbei nicht nur beim Wissen stehen bleiben, sondern zum Handeln  geführt werden.

 

Die Erziehung zu einem hohen Maß an Verantwortungsbewusstsein gilt jedoch nicht nur der natürlichen Umwelt, sondern insbesondere auch der sozialen Umwelt, gerade hinsichtlich des im Erdkundeunterricht seit den 60er Jahren besonders beachteten Themas, das seither häufig das Etikett wechselte, aber zugleich eher noch an Relevanz gewonnen hat: Verantwortung für die „Eine Welt“. Gerade auf diesem Feld liegt ein besonderer Schwerpunkt der Bildungsarbeit: die Schulgemeinschaft zeigt hier bereits großes Engagement mit einem jährlich stattfindenden Basar (seit den sechziger Jahren).

 

Auch wenn der Aspekt „Frieden“ in den anderen Fächern des gesellschaftswissenschaftlichen Aufgabenfeldes  eine größere Rolle spielt, sind entwicklungspolitische Themen und europaorientierte Fragestellungen ein wesentlicher Beitrag zur Friedenserziehung unserer Schüler und Schülerinnen.   

(s. Präambel)  

 

Aufgabe und Ziel des Geschichtsunterrichts besteht darin, dass die Vergangenheit wahrgenommen und gedeutet werden soll, um die Gegenwart zu meistern und die Zukunft zu gestalten.

Ein an den Problemen der Gegenwart und Herausforderungen der Zukunft orientierter Geschichtsunterricht muss gerade aus diesem Grund anstreben, historische Sachverhalte mit der Lebens- und Erfahrungswelt der Schüler zu verknüpfen. Es geht hierbei nicht um die vordergründige Sicherung eines Was? Wo? Wann?, sondern um die Herausbildung eines wahren Geschichtsbewusstseins, einer fragend-forschenden Haltung, die die Schülerinnen und Schüler dazu bringen sollen, auf Fragestellungen durch Erkenntnisarbeit selber eine Antwort zu finden.

Ein aktives Suchen nach der Vergangenheit verlangt die Erschließung außerschulischer     Lernorte wie z.B. aktuelle Ausstellungen. Ein derartig produkt- und handlungsorientierter Geschichtsunterricht, der das selbstständige methodisch gesicherte Arbeiten an historischen Materialien und Problemkonstellationen anstrebt, ist durch die Umsetzung fächerübergreifender Lernsequenzen und Projekte auszubauen.

Neben methodischen und affektiven Zielen stellt die Einführung der Schüler in die Geschichtswissenschaft ein gleichwertiges Ziel dar. Die Befähigung zu einer systematischen, wissenschaftspropädeutischen Erarbeitung historischer Problembereiche ist im Sinne der Relativierung, Differenzierung und Weiterentwicklung des eigenen Standpunkts in einer pluralistischen Gesellschaft unerlässlich. 

Die Fächer Sozialwissenschaften und Politik beabsichtigen, junge Menschen auf das Leben in der Demokratie und in einer pluralen Gesellschaft vorzubereiten. Da das Leben in der Schule und der dortige Umgang miteinander erhebliche Wirkung entfaltet auf das Bild, das sich Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene von der Welt machen, müssen die demokratischen und menschenrechtlichen Grundwerte gerade auch im schulischen Alltagsleben erfahrbar sein.

Von besonderer Bedeutung sind:

  1. Die Fundamentalnorm der Menschenwürde kann den Schülerinnen und Schülern am besten dann zur Orientierung werden, wenn sie sich selber im Unterricht und in der Schule als Träger eigener Würde erleben, mithin Anerkennung und Wertschätzung erfahren.
  2. Die zunehmende Individualisierung und Pluralisierung der Lebensformen und die Zunahme der kulturellen Differenzen in modernen Gesellschaften erfordert schulische Arbeitsweisen, die Gleichförmigkeit und Gleichschrittigkeit des Lehrens und Lernens ausschließen. Es ist eine nicht-diskriminierende Lernatmosphäre zu wahren und der Umgang mit Vielfalt und eine entsprechende Toleranz einzuüben.
  3. Der Unterricht wird jungen Menschen die Chancen aufzeigen, selber aktiv auf die Aufstellung und Durchsetzung gemeinsamer Regeln des Zusammenlebens und –arbeitens einwirken zu können. Dabei sind gleichzeitig die damit stets und untrennbar verbundenen Pflichten einzuüben, vereinbarte Regeln einzuhalten.
  4. Politische Bildung in einer freiheitlichen Gesellschaft muss den konstruktiven Umgang mit Konflikten einüben und die entsprechende Selbstbehauptung (z. B. gegenüber ausgrenzendem Verhalten) bei gebotener Rücksichtnahme auf andere und Sachlichkeit lehren. Gerade dies fördert Reflexionsfähigkeit, Handlungskompetenz und besonders auch die nötigen persönlichen Abgrenzungs- und Selbstfindungsprozesse.

Politik- und Sozialwissenschaftsunterricht wirken dementsprechend auf die Ausgestaltung der Schule zu einem demokratischen Erfahrungsraum hin, in der Partizipation gefördert, Konfliktfähigkeit beigebracht und soziale Verantwortung eingefordert wird. Mit diesen Wirkungen will der politische Unterricht im Rahmen einer gesellschaftswissenschaftlichen Ausbildung und Erziehung auf das Leben unserer Schule insgesamt ausstrahlen.

 

Wie im Schulprofil dargelegt, sollen in den gesellschaftswissenschaftlichen Fächern den Schülern und Schülerinnen Hilfen zur Entfaltung ihrer Persönlichkeit und zum Leben in einer humanen Gesellschaft gegeben werden. Hier kommt dem Fach Pädagogik ein besonderer Stellenwert zu, der sich in dreifacher Weise präzisieren lässt.

1. Der Mensch als Individuum und Gemeinschaftswesen bedarf der Förderung seiner individuellen Entwicklung. Dies ermöglicht der Pädagogikunterricht, der Entwicklungsprozesse im Spannungsfeld von Sozialisation und Individualität  als zentrale Unterrichtsgegenstände aufgreift. Im Pädagogikunterricht werden unterschiedliche Menschenbilder (der Biologie bzw. Verhaltensforschung, der Psychoanalyse, des Marxismus,  verschiedener philosophischer Strömungen) mit unserem christlichen konfrontiert und einer kritischen Analyse unterzogen.

2. Eine immer pluralistischer und komplexer werdende Gesellschaft macht Erziehung zunehmend schwieriger. Daher sehen wir es als unsere Aufgabe an, pädagogische Kompetenzen und wichtige Dispositionen (wie Achtung des Anderen, Empathie, Geduld, Toleranz, Bereitschaft und Fähigkeit zum Dialog) zu fördern.

3. Verantwortungsvolles Handeln gegenüber den Mitmenschen wird im Sozialpraktikum der EF besonders eingeübt. Das Fach Pädagogik leistet bei den Vor- und Nachbereitungstagen besondere Hilfe.

 

Die Fachschaft Pädagogik ermöglicht den Schülern und Schülerinnen zudem einen Einblick in konkrete Bereiche der breit gefächerten „pädagogischen Praxis“. Hierzu werden gelegentlich Experten eingeladen oder vor Ort befragt. Hier sind zu nennen:

- Mitarbeiter des Kinderschutzbundes, des Jugendamtes, der Jugendgerichtshilfe, der Heimerziehung

  der Behinderteneinrichtungen, anderer Schulformen wie z.B. der  Montessori-  und Waldorfschule,

- Besuch  heilpädagogischer (wie z.B. Bethel) sowie sonderpädagogischer Einrichtungen der näheren  

  Umgebung und

- Besuch der Christoph- Dornier-Klinik

 

 

8.3 Die musisch – künstlerischen Fächer

 

Die künstlerischen Fächer Kunst, Musik und Literatur haben in besonderer Weise die Aufgabe und Möglichkeit, Schülerinnen und Schüler ganzheitlich, d.h. auf drei Ebenen der Persönlichkeit zu fördern: der kognitiven, der affektiven und psycho-motorischen Ebene. Da durch die spezifischen Ausdrucksformen, wie etwa durch das Theaterspielen oder Musizieren, gleichzeitig verschiedene Sinne angesprochen werden, findet in diesen Fächern in besonderer Weise mehrkanaliges und damit besonders nachhaltiges und intensives Lernen statt.

Entwicklungspsychologisch betrachtet wirkt sich ganzheitliches Lernen insgesamt sehr positiv auf die Entwicklung der Persönlichkeit und auch auf das Lernen in anderen Fächern aus: So wird z.B. durch wiederholtes Durchlaufen kreativer Prozesse die Fähigkeit zum problemlösenden Denken geschult. Weiterhin fordert und fördert das künstlerische Schaffen Konzentration, Disziplin, Geduld und Mut zu ergebnisoffenem Handeln.

Aufgrund ihrer Produktorientiertheit und Öffentlichkeitswirkung stellen künstlerische Fächer bei der Präsentation von Arbeitsergebnissen in Form von Ausstellungen, Theateraufführungen oder Konzerten  häufig besondere Anforderungen an Schüler und Schülerinnen und bieten gleichzeitig die Möglichkeit zu besonderen Erfolgserlebnissen, die stark zur Förderung des Selbstbewusstseins beitragen können. Oftmals werden Projekte in arbeitsteiliger Gruppenarbeit durchgeführt, so dass die sozialen Kompetenzen hinsichtlich konstruktiver Kommunikation und des verlässlichen, eigenverantwortlichen und gemeinschaftlichen Arbeitens gefördert werden können.

Die Auseinandersetzung mit den Künsten soll den Schülern und Schülerinnen aber auch eine über die Objektwelt hinausweisende metaphysische Dimension ihres Seins aufzeigen. Sie können so auch zu emotional differenzierten Menschen werden und sich als kulturelle Wesen wahrnehmen und bewusst am kulturellen Leben ihrer eigenen Kultur und anderer Kulturen teilnehmen. Im Zuge des Zusammenwachsens Europas sowie der Globalisierung sind die musisch-künstlerischen Fächer prädestiniert dazu, interkulturelles Lernen zu fördern, da Kunst grenzüberschreitend und Völker verbindend wirksam ist.

 

In einer auf technologischen Fortschritt programmierten Welt kommt dem Fach Kunst ein immer größer werdender Stellenwert zu, denn gerade der Kunstunterricht kann wesentliche Beiträge liefern, die es den Schülern ermöglichen, sich in der durch Reizüberflutungen bestimmten Welt zu orientieren und zu positionieren, und so Freiräume wahrzunehmen, die sie dringend benötigen, um sich kreativ betätigen zu können. Deshalb ist es auch ein besonderes Anliegen dieser Fachschaft durch auf ästhetische Objekte bezogene Analyse und kritische Reflexion die Wahrnehmungskompetenzen der Schüler zu schulen und dem Prinzip "Lernen mit allen Sinnen" in seiner grundlegendsten Form Rechnung zu tragen.

Neben der Entfaltung kreativen Handelns soll der Unterricht den Schülern durch das künstlerisch-praktische, bildnerische Arbeiten ein Repertoire an Gestaltungsmöglichkeiten vermitteln, das Ihnen dabei hilft, ihre individuellen Ausdrucksbedürfnisse zu artikulieren.

In diesem Zusammenhang gilt es ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass es sich bei den "Gegenständen" des Fachunterrichts um eine Sprache eigener Art und Struktur handelt, deren spezifische Gesetzmäßigkeiten es zunächst zu ergründen gilt. Auf diesem Weg werden im Fach Kunst in Übereinstimmung mit den Richtlinien und den Vorgaben für die zentrale Abiturprüfung die unterschiedlichen Verfahren Malen, Zeichnen, Bauen, Plastizieren, Collagieren oder auch verschiedene Drucktechniken thematisiert. Die Kategorien Farbe, Linie, Fläche, Raum und Bewegung werden den Jahrgangsstufen entsprechend betont. Darüber hinaus bieten sich für den Unterricht besondere, fachimmanente Möglichkeiten, wie z.B. bei der Berücksichtigung aleatorischer Verfahren, die Lösung gestalterischer Probleme und den angestrebten Erkenntnisgewinn auch durch einen experimentierenden Umgang mit den jeweiligen Materialien und Medien zu erzielen.

In der Sekundarstufe II bildete bisher Abstraktion als Grundkonzept bildnerischer Gestaltung den inhaltlichen Schwerpunkt für das Fach Kunst. In diesem Zusammenhang wurden unter anderem die folgenden Aspekte genauer betrachtet:

- Abstraktion als Methode der formalen Reduktion des Ikonizitätsgrades in Malerei, Grafik und

  Plastik,

- Abstraktion als Methode der Ausdruckssteigerung und

- Abstraktion als Veranschaulichung übergeordneter geistiger Zusammenhänge in ausgewählten

  Stilepochen.

Für den Unterricht in der Qualifikationsphase ist aktuell eine neue inhaltliche Akzentsetzung vorgesehen: Natur- und Menschenbilder in der Kunst. In diesem thematischen Rahmen sind die folgenden Schwerpunkte angesiedelt:

- Konzeption des Natur- und Menschenbildes in der Bildhauerei und Installation,

- Individuell geprägte Naturvorstellungen als Ausgangspunkt bildnerischer Konzepte und

- Bildnerische Gestaltungen als Spiegel und Reflexion gesellschaftlicher Normen und Vorstellungen.

Die Ergebnisse aus dem Kunstunterricht werden regelmäßig in der Schule präsentiert. Hierzu stehen Flure und Vitrinen zur Verfügung. Das Fach Kunst präsentierte sich in der Vergangenheit außerdem auch schon durch Ausstellungen während der Sprechtage und durch die Gestaltung von Bühnenbildern bei Theater- und Musicalaufführungen. Eine Auswahl von im Unterricht und in der Kunst-AG erstellten Schülerarbeiten wird auch auf der Homepage präsentiert.

 

Im Musikunterricht liegen die Schwerpunkte auf den vier Umgangsweisen, wie sie in den Richtlinien und Lehrplänen ausgewiesen sind: Musik machen – Musik hören – Sich über Musik informieren – Über Musik nachdenken. Die kreative Auseinandersetzung mit Musik, die sich nicht nur auf genuin musikalische Bereiche wie das Komponieren oder praktische Interpretieren von Musik erstreckt, sondern auch Transformationsprozesse wie beispielsweise Bewegung und Tanz, szenische Interpretation, das Erstellen von Filmsequenzen und  die  Visualisierung musikalischer Phänomene („Malen zur Musik“) mit einbezieht, bildet dabei einen Schwerpunkt.    

Selbstverständlich leistet der Musikunterricht in der Sekundarstufe II, für den im Rahmen des Zentralabiturs drei obligatorische Unterrichtsreihen, die alle zwei Jahre wechseln, und vier weitere vom Fachlehrer in Abstimmung mit der Fachschaft konzipierte Unterrichtsreihen konstitutiv sind, durch die Analyse und Interpretation von musikalischen Kunstwerken auch einen wichtigen Beitrag zum wissenschafts­propädeutischen Arbeiten.

Der musische Schwerpunkt an unserer Schule manifestiert sich neben dem durchgängigen Musikunterricht in der Oberstufe und dem Angebot von vokal- und instrumentalpraktischen Kursen für die Jahrgangsstufe 11 (Q1) auch in den vielen extracurricularen Aktivitäten: Neben Konzert-, Musical- und Opernbesuchen, Gesangsunterricht, projektweisen Orchesterensembles, der musikalischen Gestaltung der wöchentlichen Schulmessen und festlicher Anlässe wie etwa dem Abiturgottesdienst und dem Abiturfestakt sind hier vor allem die außerordentlich öffentlichkeitswirksamen großen Musical-Aufführungen der Musiktheater-AG und die Großprojekte des Schüler-Lehrer-Eltern-Chores zu nennen.

 

 

8.4 Sport

 

Das Fach Sport ist das einzige im Fächerkanon der Schule, in dem sich  Bildungs- und Erziehungsprozesse unmittelbar über körperliche Erfahrungen und Bewegungserfahrungen im sozialen Kontext vollziehen. Es trägt daher ganz entscheidend zu einer  ganzheitlichen Persönlichkeitsentwicklung, einem zentralen Anliegen unserer Arbeit,  (s. Schulprofil) bei.

 

In der Gesundheitserziehung hält der Sportunterricht  Kinder und Jugendliche im Sinne eines präventiven Trainings und einer gesunden Lebensführung dazu an, z. B.  sich mehr zu bewegen, den Körper und seine Reaktionen kennen zu lernen, Fitness und Geschicklichkeit zu erwerben, Hygiene und Ernährung zu beachten. Ziel ist es, die Bereitschaft und Fähigkeit jedes einzelnen Menschen zu entwickeln, eigenverantwortlich und aktiv gestaltend sich um die eigene Gesundheit zu kümmern. So wird das Schulfrühstück in Klasse 5 zum Anlass genommen, den Zusammenhang zwischen einer ausgewogenen Ernährung und dem  Ermöglichen einer sportlichen Belastung zu verdeutlichen.

 

Im Spielen  erfährt der Einzelne einen aktiven (Spannungs-) Ausgleich zu einseitigen körperlichen und psychischen  Belastungen, ein vielfältiges und abwechslungsreiches Erlebnispotenzial und das Gefühl von Gemeinschaft. Spiele sind in besonderem Maße auf soziales Handeln angelegt. Da sich immer häufiger Schwächen im Sozialverhalten von Schülerinnen und Schülern  zeigen, bieten wir den Schülerinnen und Schülern der Erprobungsstufe verstärkt  Sportunterricht an, um Werte zu vermitteln und soziales Lernen zu ermöglichen. Ziele wie Lernen miteinander auszukommen, Fairness zeigen im Umgang mit anderen, alle am Spiel beteiligen, Regeln entwickeln, sich an Regeln halten, sportliche Leistungen bringen in Situationen der Kooperation wie in Situationen der Konkurrenz ergeben sich unmittelbar aus dem Spielen. Durch die am Spiel Beteiligten erhält der Sport treibende Schüler eine direkte Rückmeldung seines Sozialverhaltens und zwingt ihn und seine Mitspieler, etwaiges Fehlverhalten zu überdenken und zu ändern. Dies fördert die Integration des Einzelnen, sein Sozialverhalten und stärkt die Klassengemeinschaft.

 

Wir streben eine breite sportmotorische  Ausbildung der uns anvertrauten Kinder und Jugendlichen an, die sich zwar an den herkömmlichen  normierten Sportarten wie Volleyball, Basketball, Turnen orientiert, aber verstärkt auch  weitere Bewegungsfelder des Sports wie Akrobatik, Frisbee, Inline-skaten mit einschließt. Der Sportunterricht vermittelt dabei Sportart spezifische und Sportart übergreifende Kenntnisse. Es gilt, nicht nur einzelne Bewegungen oder Bewegungsmuster analysieren und taktische Verhaltensweisen erklären zu können, sondern auch Wissen über Aufwärmen und sinnvoll gestaltete Trainingsprozesse zu erwerben.  Die so erworbenen Fertigkeiten und  Kenntnisse befähigen den Einzelnen, sein Tun zu reflektieren und sinnvoll und erfolgreich in der Freizeit Sport zu betreiben.

 

Ohne Anstrengung,  ohne Leistungsbereitschaft seitens der Schüler  ist Sportunterricht nicht durchzuführen. Entscheidend ist dabei jedoch der individuelle Leistungszuwachs, nicht die absolute Leistung.  Im Übungsprozess  zum Erreichen eines höheren sportlichen Niveaus setzen sich die Schülerinnen und Schüler  mit sich und  den gestellten Aufgaben auseinander. Hier werden von ihnen Konzentration, Selbstdisziplin und Ausdauer verlangt, Eigenschaften, die sich auch auf die Leistungsfähigkeit in anderen Lernbereichen sehr  positiv auswirken. Lern- und Übungsprozesse sind häufig alleine nicht durchzuführen. Mitschüler z. B. durch Helfen und Sichern zu unterstützen fordert Verantwortungsbewusstsein des Einzelnen für andere ein, beim gemeinsamen Auf- und Abbau von Geräten wächst die Bereitschaft zur Kooperation.

 

Im außerunterrichtlichen Bereich engagieren wir uns, indem wir für die Erprobungsstufe ein alternatives Sportfest durchführen, eine Volleyball-AG anbieten, Turniere durchführen und Schülerinnen und Schüler zu den Kreismeisterschaften melden und betreuen. 

 

 

8.5 Die Fremdsprachen und Deutsch

Mehrsprachigkeit gehört heute zu den selbstverständlichen Anforderungen an qualifizierte junge Menschen. Dieser Tatsache trägt unsere Schule durch ein breit gefächertes Sprachenangebot Rechnung: Unsere Schülerinnen und Schüler können in ihrer Schullaufbahn die Sprachen lernen:

möglich ab Klasse

 

Latein  6

Englisch 5

Französisch 6 und 8

Spanisch 8 und EF

Russisch EF

 

Dem Unterricht in modernen Fremdsprachen kommt in unserer zusammenwachsenden Welt herausragende Bedeutung zu.

Der moderne Fremdsprachenunterricht verfolgt dabei folgende Ziele:

  • Er befähigt die Schülerinnen und Schüler zu sprachlichem Verstehen und sprachlicher Verständigung,
  • er gibt Einblicke in die Lebenswirklichkeit anderer Sprachgemeinschaften und gewährt damit Einsicht in andersartige Lebensbedingungen sowie unterschiedliche und gemeinsame kulturelle Traditionen, wobei der Bearbeitung der Literatur der jeweiligen Sprache eine wichtige Rolle zukommt,
  • er bereitet die Schülerinnen und Schüler auf das berufliche Leben in einer globalen Welt vor,
  • er befähigt die Schülerinnen und Schüler zur Sprachreflexion, die ihnen die Möglichkeit gibt, mit den erlernten Sprachen und der Muttersprache bewusst umzugehen sowie sie als Mittel zu ästhetischer und kreativer Gestaltung zu nutzen.

 

Aus diesem Grunde möchten die Fremdsprachenlehrerinnen und -lehrer unserer Schule möglichst viele Schülerinnen und Schüler motivieren, umfassende Kenntnisse und Fertigkeiten in verschiedenen Sprachen zu erwerben.

 

Der Lateinunterricht macht mit Texten und Denkweisen der Antike bekannt, vermittelt das Verständnis gemeinsamer europäischer Grundlagen und Wertetraditionen und verdeutlicht so kulturelle Kontinuität, nicht zuletzt als Sprache der Kirche. Er unterstützt zudem sprachliche Sensibilität und verhilft den Schülerinnen und  Schülern zur Entwicklung logischer Denkfähigkeit und Objektivität im analytischen und verstehenden Umgang mit Sprache.

 

Neben der selbstverständlichen Nutzung modernster Lehrbücher und aktuellster Medien für den Unterricht macht es sich unsere Schule zur Aufgabe, den Fremdsprachenunterricht zu fördern:

  • Fremdsprachen-Nachmittag: Zahlreiche Schülergruppen führen Lieder, Theaterszenen, Sketche etc. in allen Fremdsprachen vor.
  • Sprachaufenthalte am Ende der Kl. 7 in Südengland,
  • Schüleraustausch mit Schulen in Kansas City, Argentré du Plessis,
  • Schüleraustausch mit einer Schule in Nieuwegein (bei Utrecht, Niederlande) in Klasse 6
  • Ein fünftägiger Sprachkurs in Málaga (Spanien) in der EF
  • Ermöglichung, Förderung und Begleitung längerfristiger Auslandsaufenthalte (z. B. mehrmonatige Schulbesuche an unseren Partnerschulen oder Praktika im Ausland),
  • Teilnahme am EU Programm Lebenslanges Lernen (Erasmus), Internetprojekten oder e-twinning Projekten
  • Angebot von Sprachprüfungen z. B. DELF (Diplôme d' Etudes en Langue Française), DALF (Diplôme Approfondi de Langue Française) und CAE (Cambridge Certificate of Advanced English)
  • Besuch von Aufführungen englischer und amerikanischer Theaterstücke durch professionelle Schauspielergruppen sowie Autorenlesungen in unserer Schule,
  • Vorführungen fremdsprachlicher Filme (u.a. in lokalen, angemieteten Kinos)
  • Besuch von Museen und Ausstellungen.

 

 

8.6 Die Naturwissenschaften, Mathematik und Informatik

 

In einer technologischen, sich schnell ändernden Welt spielen die Fächer aus dem mathematisch-naturwissenschaftlich-technischen Aufgabenfeld für die Persönlichkeitsentwicklung der Lernenden eine wichtige Rolle und werden daher an unserer Schule durch ein breit gefächertes Angebot gezielt gefördert.

 

Vor dem Hintergrund unseres christlich geprägten Menschenbildes geht es uns in diesen Fächern nicht nur um die Vermittlung von Sachinhalten und eine wissenschaftspropädeutische Perspektive, sondern auch darum, die Bedeutung der Naturwissenschaften für die Gesellschaft kritisch zu reflektieren. Chancen und Gefahren naturwissenschaftlicher und technischer Errungenschaften für Mensch und Umwelt sollen erkannt und dergestalt thematisiert werden, dass die Schülerinnen und Schüler zu einem verantwortlichen Umgang mit naturwissenschaftlichen Ergebnissen und Erkenntnissen befähigt werden. So wird im Fachunterricht die Sinnhaftigkeit der  Atomenergie, von Tierversuchen und medizinischer Forschung z. B. im Bereich der Gentechnologie oder pränataler Diagnostik und der Anwendung ihrer Ergebnisse thematisiert. Im Unterricht steht dabei nicht eine zusätzliche ethisch-religiöse Fragestellung innerhalb des naturwissenschaftlichen  Unterrichts im Vordergrund. Vielmehr geht es um einen bestimmten Stil des Lehrens und Lernens, der die naturwissenschaftlichen Lehrpläne und Richtlinien durchdringt und der für das Leben in christlicher Verantwortung votiert. Insofern erstreckt sich die Profilierung auch in den Naturwissenschaften auf Bereiche, die gleichermaßen bildungs- wie erziehungsrelevant sind und so ihren spezifischen Beitrag zu unserem Menschen-, Welt- und Wirklichkeitsverständnis zu liefern vermögen.

 

Die Fächer Biologie, Chemie und Physik sind als Naturwissenschaften zusammengefasst.

Betrachten, Beobachten, Untersuchen und Experimentieren bilden die Grundlage naturwissenschaftlichen Arbeitens. Die Schülerinnen und Schüler lernen Fragen zu stellen, und Phänomene zu hinterfragen, Hypothesen zu bilden und diese mit geeigneten Methoden zu überprüfen. Mit zunehmendem Alter der Schülerinnen und Schüler  wird der Abstraktionsgrad immer mehr erhöht, so dass auf der Grundlage eines soliden Wissens eine differenzierte Wahrnehmung, ein vertieftes Verstehen und eine reflektierte Meinungsbildung zu gegenwärtigen Problemlagen möglich werden.

Es gilt, die Grenzen und Tragfähigkeit naturwissenschaftlicher Aussagen zu überdenken und diese entsprechend zu beurteilen. Von daher ist der Bezug der Lerninhalte zu lebensnahen Bereichen  und zu einem  verantwortlichen Umgang mit sich selbst wichtig. Dem trägt die Biologie insofern Rechnung, dass in Projekten Aspekte der Gesundheit und der Wertschätzung des eigenen Körpers handlungsorientiert vertieft werden. Neben dem Wissenserwerb im Unterricht haben die Schülerinnen und Schüler somit die Möglichkeit, sich an Thementagen z. B. mit gesunder Ernährung, Suchtprävention und Infektionskrankheiten zu beschäftigen oder in der Jahrgangsstufe 6 geschlechtsspezifisch Möglichkeiten  zur Ich-Stärkung kennen zu lernen. (Übersicht – Konzept zur Gesundheitsförderung – s. Anhang).

Seit dem Schuljahr 2015/2016 stehen für alle drei Naturwissenschaften frisch renovierte, moderne und gut ausgestattete Unterrichts- und Sammlungsräume zur Verfügung, in denen ein zeitgemäßer Unterricht stattfindet.Methodisch wird dabei viel Wert auf Schülerorientierung gelegt. Möglichst viele Experimente werden in Kleingruppen als Schülerexperimente durchgeführt. Für die einzelnen Fächer stehen diverse Schülerarbeitskästen zur Verfügung, wie z.B. für Elektrochemie oder Destillation. In allen drei Naturwissenschaften ist die computergestützte Messwerterfassung möglich. Im Fach Biologie werden technisch hochwertige Mikroskope in großer Anzahl genutzt.

Im Rahmen der Weiterentwicklung des schuleigenen Konzepts zur Förderung des sozialen und kooperativen Lernens für die Mittelstufe beteiligen sich ab dem Schuljahr 2015/2016 auch die naturwissenschaftlichen Fächer in Abstimmung mit der Arbeitsgruppe „Netzwerk vor Ort“ an der Einführung und Einübung kooperativer Verfahren in den entsprechenden Klassen. 

 

Im Differenzierungsbereich II kann das Fach „Nawi“ in der Klasse 8 belegt werden, wo Phänomene aus den Bereichen Biologie und Chemie thematisiert werden. In Klasse 9 liegt der Schwerpunkt in diesem Wahlpflichtbereich dann auf Informatik und Physik (s.u.).

 

Einen wichtigen Betrag zur Förderung besonders interessierter Schülerinnen und Schüler bildet die Möglichkeit zur Teilnahme an verschiedenen Wettbewerben wie „bio-logisch“, „chemie-entdecken“ oder die „Internationale Biologie- oder Chemieolympiade“. Die Kolleginnen und Kollegen unterstützen dabei die Lernenden beratend bei der ansonsten selbstständigen Wettbewerbsteilnahme.

 

Der Einbezug außerschulischer Lernorte, wie die Augenklinik in Ahaus, der Chemiepark Marl, das Naturkundemuseum in Münster oder die Fachhochschule Münster-Steinfurt stellt eine wichtige Ergänzung zu den unterrichtlichen Möglichkeiten vor Ort da. Unterrichtsinhalte werden so lebensweltlich verknüpft und erhalten somit eine höhere Relevanz. Zudem können z.B. an der Fachhochschule experimentelle Möglichkeiten genutzt werden, die eine Schule nicht bieten kann.  

 

Im Fach Physik werden, je nach personeller Situation, verschiedene AG`s, wie z.B. eine Physik, Boxen-Bau-AG, Tontechnik-AG oder Roberta-AG angeboten. In Biologie beschäftigt sich eine AG „Biologie hautnah erleben“ mit der Gestaltung von naturnahen Lebensräumen auf dem Schulhof oder der Einrichtung und Pflege eines Aquariums.

 

Das Fach Mathematik ist eng verbunden mit den naturwissenschaftlichen und gesellschaftswissenschaftlichen Fächern. In der Mathematik werden wesentliche Grundlagen, Methoden und Denkweisen für diese Fächer erarbeitet und bereitgestellt. Die Fächer Biologie, Physik, Chemie, Informatik sowie Erdkunde und Sozialwissenschaften liefern mit ihren Fragestellungen, Entdeckungen und Aufgaben lebensnahe Problemstellungen für Anwendungen in der Mathematik. Das Fach Mathematik hat damit nicht nur die Aufgabe ein solides Regelwissen einzuüben, sondern auch kreativ nach Lösungsstrategien zu suchen. Prozessbezogene Kompetenzen insbesondere Teamfähigkeit und die Präsentation von Arbeitsergebnissen werden frühzeitig gefördert.

Schülerinnen und Schüler lernen mathematische Werkzeuge wie Lineal, Zirkel, Geodreieck, Taschenrechner, Geometriesoftware, Tabellenkalkulation, Funktionenplotter und die Formelsammlung sachgerecht zur Lösung von Problemen anzuwenden. Sie sollen durch den sich wandelnden Mathematikunterricht in der Lage sein, für Problemsituationen eigene Lösungsstrategien zu entwickeln und zu erläutern. Hierbei legen wir großen Wert darauf, die Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler individuell zu fördern. Die Kolleginnen und Kollegen nehmen regelmäßig an Fachtagungen teil, um sich mit aktuellen pädagogischen Entwicklungen zu beschäftigen und entwickeln Wege zur praktischen Umsetzung. Für besonders interessierte Schülerinnen und Schüler bietet das Fach Mathematik die Teilnahme an Wettbewerben wie der Schülerakademie „SAMMS“ oder dem „Känguru-Wettbewerb“ an.

 

Das Fach Informatik bietet für interessierte Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, sich vertieft mit den Funktionsweisen moderner Informations- und Kommunikationstechnologien auseinander zu setzen.  Angebote in Informatik gibt es in der Klasse 9 im Differenzierungsbereich und in der Oberstufe (Jahrgangsstufe EF bis Q2) als Grundkurs.

Im Zentrum fachlicher Inhalte des Informatikunterrichts in der gymnasialen Oberstufe stehen „objektorientiertes“ Programmieren, allgemeine Techniken zur Modellbildung  und zur Entwicklung von Anwendungssystemen sowie Verfahren zur Analyse und Bewertung vorliegender Anwendungssysteme. Alle Inhalte des Fachs werden an kleinen oder größeren Projekten vermittelt. Es wird von einer konkreten Problemstellung ausgegangen und dann aufgezeigt, welche Hilfsmittel die Informatik zur Bearbeitung dieses Problems zur Verfügung stellt.

 

Die Naturwissenschaften, Mathematik und Informatik sind offen für fächerübergreifendes Arbeiten, z.B. im Rahmen von Projekttagen (Friedensprojekt 2013 „ABC-Waffen“, Naturwissenschaftlicher Projekttag). Durch interdisziplinäre Fragestellungen, z.B. „Wie hält sich der Eisbär warm?“, lernen die Schüler und Schülerinnen das erworbene Wissen und Können der einzelnen Fächer in Projekten selbstständig, sachkompetent und verantwortungsbewusst zusammenzuführen, anzuwenden und Lösungsstrategien zu entwickeln.

Im Schuljahr 2015/2016 wurde für die Klassen 9 erstmalig ein Naturwissenschaftlicher Projekttag durchgeführt, an dem sich die Schülerinnen und Schüler in Kleingruppen mit naturwissenschaftlichen Fragestellungen auseinandersetzen konnten, die keinen direkten Bezug zum Lehrplan besitzen. Der Projekttag wird in Zukunft jährlich kurz vor den Weihnachtsferien durchgeführt. 

Im Wahlpflichtbereich II der Sekundarstufe I bieten wir das Fach „Nawi-Informatik“ an. In Klasse 8 beschäftigen sich die Lernenden mit Themen wie „Bakterien, Milch oder Gewässeranalyse“. Im zweiten Halbjahr der Klasse 8 ersetzt hier eine Facharbeit mit praktischem Anteil eine Klassenarbeit. Die Auseinandersetzung mit den häufig fächerübergreifenden und alltagsnahen Themen ermöglicht eine intensive Einübung der naturwissenschaftlichen Arbeitsmethoden. In der Klasse 9 steht das Fach Informatik im Mittelpunkt, in dem fiktiv eine Firma gegründet wird. Indem die Schülerinnen und Schüler die Firmenstruktur, betriebswirtschaftliche Planung, Werbestrategien etc. entwerfen, lernen sie die Anwendungen von Standardsoftware und Prinzipien der Softwareerstellung kennen.

 

Wir denken, mit diesem Angebot den vielfältigen Anforderungen im mathematisch-naturwissenschaftlich-technischen Bereich gerecht zu werden und damit sowohl einen wichtigen Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung aller unserer Schülerinnen und Schüler zu leisten als auch besonders begabte und interessierte Lernende individuell zu fördern.

 

 

8.7   Außerunterrichtliche Angebote und Projekte

 

Unsere Schulgemeinschaft wird durch ein vielfältiges außerunterrichtliches Angebot belebt und bereichert. Dazu zählen insbesondere der Basar, Wandertage, Klassenfahrten, Austausch, Partnerschaften, Tage religiöser Orientierung, Feiern, Feste und Arbeitsgemeinschaften (AGs).

 

BASAR

Gerade auf diesem Feld liegt ein besonderer Schwerpunkt der Bildungsarbeit. Die Schulgemeinde veranstaltet jedes Jahr aufs Neue mit großem Engagement und viel Erfahrung den Basar. Mit dem Erlös wird eine Kindertagesstätte unserer Partnereinrichtung in Leme S.P. (Brasilien) unterstützt sowie mit ihr zusammenhängende soziale Aktivitäten der Schwestern der heiligen Maria Magdalena Postel.

So kann die Schulgemeinde mit ihren Möglichkeiten einen kleinen Beitrag zu etwas mehr Gerechtigkeit in der Welt leisten.

 

                                                                                                                                                  

In Arbeitsgemeinschaften können individuelle Interessen gefördert werden.

An unserer Schule bieten wir regelmäßig an:

  • Theater-AGs (meist drei altersabhängige Gruppen)
  • Musik-Ags (Schulband, Chor)
  • Musical-AG
  • Schach-AG
  • Physik-AG

Weitere AGs werden nach Bedarf, individueller Interessenlage und Möglichkeit eingerichtet.

 

Schulfahrten

 

Die Möglichkeit zum Schüleraustausch erweitert das außerunterrichtliche Angebot. Der Aufenthalt in den Familien dient in erster Linie der Festigung und der Erweiterung fremdsprachlicher und landeskundlicher Kenntnisse vor Ort. Durch die Auseinandersetzung mit einer benachbarten Kultur und durch die persönlichen Kontakte, die sich durch die Fahrten ergeben, trägt er darüber hinaus zur Weltoffenheit, Toleranz gegenüber anderen Kulturkreisen und zur Friedenserziehung bei. So fördern wir Beziehungen zu einer Schule in Argentré (Frankreich) und in Kansas City (USA).  Darüber hinaus beteiligen wir uns am Erasmus-Projekt und führen gemeinsam mit verschiedenen europäischen Schulen Veranstaltungen durch.

 

Fahrten sind ein wichtiger Bestandteil des Schullebens. So sind Fahrten jeweils in der

  • Jahrgangsstufe 5 (zwei- dreitägig)
  • Jahrgangsstufe 7 (einwöchig)
  • Jahrgangsstufe 9 (bis zu einer Woche)
  • Jahrgangsstufe 12 (eine Woche)

 

vorgesehen. Sie fördern und stabilisieren – ebenso wie Klassenausflüge und Wandertage – die Klassen- bzw. Jahrgangsstufengemeinschaft. 

 

 

III.  Evaluation und Schulentwicklung

 

1. Evaluation

Der hohe pädagogische und unterrichtliche Anspruch, den wir formulieren, soll von allen Beteiligten in der täglichen Arbeit nach Kräften realisiert und, nicht zu vergessen, auch durchaus selbstkritisch reflektiert und befragt werden, stets aufs Neue und in regelmäßigen Abständen.

 

Die Evaluation der Ergebnisse unserer Arbeit ist eine selbstverständliche und wichtige Aufgabe unseres Schulprogramms und dient der Entwicklung unserer Schule und der Qualitätssicherung unserer Arbeit.

 

Wir lassen uns von innen und von außen vor allem unter der Frage beurteilen, ob die Qualität unserer Arbeit  und des Erreichten mit unseren im Schulprogramm formulierten Zielen und Projekten ((Qualitätssicherung)) und mit den für alle Schulen dieser Schulform geltenden allgemeinen Vorgaben und Normen übereinstimmen ((Vergleichbarkeit)). Indem wir

-       die Ursachen und Bedingungen, denen Unterricht und Erziehung unterliegen, verstehen lernen und sie selbstkritisch befragen,

-       Missstände, ungelöste Probleme, Absichten offen legen,

-       uns der  eigenen Stärken versichern,

-       erzielte Ergebnisse als Entscheidungs- und Handlungsgrundlage nutzen,

können unsere Bildungs- und Erziehungsprozesse  optimiert werden.

 

Dies setzt voraus

-       eine entsprechende Zielvorgabe in den Richtlinien und schulinternen Lehrplänen,

-       eine klare Beschreibung der gegenseitigen Erwartungen von Eltern, Schülern und Schülerinnen sowie Lehrern und Lehrerinnen,

-       ein Klima der Offenheit und die Bereitschaft zur Zusammenarbeit.

 

Ebenen der Evaluation können die Selbstreflexion der eigenen Arbeit, der Austausch zwischen  Lehrern und Lehrerinnen in Fachkonferenzen,  Klassen- und Stufenkonferenzen sein. In der Schulkonferenz bietet sich die Möglichkeit (entsprechend der Schulmitwirkungsordnung)  Eltern und Schülern und Schülerinnen zusammen mit den Lehrern und Lehrerinnen aktiv an der schulischen Entwicklung zu beteiligen (Transparenz). Eltern und Schüler arbeiten an der Schulentwicklung in der erweiterten Steuergruppe mit

 

Zentrale Bereiche von Evaluation sind Erziehung und Bildung. Eingebunden in das methodische Gesamtkonzept „Lernen Lernen“ stimmen die Lehrer und Lehrerinnen sich in ihren Fachschaften über die hausinternen Fachcurricula ab, deren Weiterentwicklung ein ständiges Thema ist.  Unterrichtsmethoden, und -verfahren, Arbeiten, Projekte im Fachunterricht, aber auch Fächer übergreifender und  verbindender Unterricht werden abgesprochen. Die Lehrer und Lehrerinnen

-       reflektieren den Stand der Realisierung dieser Übereinkünfte,

-       bewerten die Ergebnisse neuer Projekte und neuer Unterrichtsformen,

-       verständigen sich über die notwendigen nächsten Schritte in Richtung auf gemeinsam vereinbarte Ziele,

-       prüfen das Verhältnis von unterrichtlichem  Aufwand und Erfolg.

-       unterstützen durch gegenseitige Hospitationen und Parallelarbeiten das Ziel, allen Schülern und Schülerinnen vergleichbare Anforderungen zu schaffen.

Bei der Evaluation von Unterricht kommt den Fachbereichskoordinatoren eine besondere Verantwortung zu.

   

Bei der Evaluation von Erziehung  ist es notwendig, auf pädagogischen Konferenzen die Verbindung von fachlicher und erzieherischer Arbeit zu thematisieren. Es müssen Bedingungen geschaffen werden, die die Umsetzung unserer unterrichtlichen und erzieherischen Ziele ermöglichen und fördern.

 

Wir verpflichten uns zur schulinternen und schulexternen Fortbildung, um unsere Arbeit immer weiter zu optimieren (s. Punkt 2 bis 4)..

 

Außer der Selbstevaluation kann auch eine Fremdevaluation in verschiedenen Formen, z. B. durch außerschulische Zweitkorrektur von Klausuren, durch anonyme Vergleichskorrektur, durch Fremdvorsitz im Abitur, sinnvoll sein. Wir öffnen uns diesen Möglichkeiten, um die eigene Arbeit vor dem Hintergrund des eigenen Schulprogramms zu kontrollieren und zu verbessern.

 

Bei all dem wissen wir: Bildung und Erziehung sind hochkomplexe Prozesse, die sich gar nicht absolut evaluieren lassen. Wir haben es mit Menschen, nicht aber mit Maschinen zu tun. Ihn,  den Menschen, gilt es zu fördern, in all seinen Dimensionen und jenseits aller Perfektionsideale und Vollkommenheitszwänge:

 

ut omnes unum sint.

 

 

 

2. Zielvereinbarungen 2015 – 2018

 

Anlage zum Protokoll über ein Zielvereinbarungsgespräch

Schule: Bischöfliche Canisiusschule Ahaus

Datum:  23.1.2015

Ziel:      Ausbau des SoKo-Konzepts

Nr.1

 

Erläuterung:

Weiterentwicklung des SoKo-Konzepts als umfassendes pädagogisch-didaktisches Konzept zur Förderung des individualisierenden Lernens im Kontext kooperativen Unterrichts der Mittelstufe 7-9

Bezug – QB: 1.3; 2.3.2

 

geplante interne/externe Maßnahmen:

 

  • Die Schule nimmt teil am Projekt „Lernpotenziale II. Individuell fördern im Gymnasium“ im Handlungsfeld 3.
  • Es wird eine neue Arbeitsgruppe gebildet, die Elemente des Projekts zum Ausbau des SoKo-Konzepts konkretisiert.
  • SchiLF: SoKo an der Canisiusschule (als FB-Tag für neue Kollegen)

Indikatoren:

 

Drei Kollegen nehmen an sieben Netzwerktreffen teil.  Der Schulleiter ist beteiligt. Die schul­interne Arbeitsgruppe wird personell besetzt und leitet im Turnus der Projektarbeit Maßnahmen zur Unterrichts­entwicklung ein. Dazu erarbeitet sie inhaltliche und zeitliche Vorgaben, die in einer Dokumentation (FB-Berichte, Protokolle etc.) zusammengefasst werden.

 

Die Gruppe ist mit der Steuergruppe verknüpft und berichtet regelmäßig der Lehrer- und ggf. der Schulkonferenz.

 

Bis wann:

Ist-Wert

Ziel-Wert

·         Laufzeit des Projekts:    

1.1.2015 bis 31.1.2018

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Begleitung der SoKo-Lehrer in 5/6 durch die bisherige SoKo-Arbeitsgruppe

 

PLG „SoKo-Werkstatt“

Konzept  und Konkretisierung des Sozialen und Kooperativen Lernens in der Mittelstufe 7-9

       

 

Anlage zum Protokoll über ein Zielvereinbarungsgespräch

 

Schule: Bischöfliche Canisiusschule Ahaus

Datum: 23.1.2015

Ziel: Erweiterung des Konzepts zur Leistungsbeurteilung im Bereich sonstige Mitarbeit     

           

Nr. 2

 

 

 

Erläuterung: Entwicklung und Umsetzung der Konkretisierung von Aussagen zu Formen der sonstigen Mitarbeit im Hinblick auf Verbindlichkeit, Umfang und Gewichtung

 

 

Bezug – QB: 2.6 Leistungsanforderungen und Leistungsbewertung

 

geplante interne/externe Maßnahmen:

 

-       Einbindung externer Referenten für Fortbildungen

-       Diskussion und Absprachen in den Fach- und Stufenkonferenzen

-       Entwicklung, Erprobung und Evaluation eines Konzepts zur Bewertung sonstiger Mitarbeit

-       Beschlüsse der Lehrer- und der Schulkonferenz

Indikatoren:

 

-       Dokumentation der Fortbildungen

-       Protokolle zu den Beratungen der Fach- und Stufenkonferenzen

-       Konzept zu Formen und Gewichtung sonstiger Mitarbeit

-       Protokolle zu den Beschlüssen der Lehrer- und der Schulkonferenz

Bis wann:

Ist-Wert

Ziel-Wert

Fortbildungstag 13. 4. 2015  (Team Feedbackkultur und Leistungsmessung aus der Initiative „Schulen helfen Schulen)

Entwicklung und Erprobung eines Konzepts im Schuljahr 20

Auflistung von Formen der sonstigen Mitarbeit

Schriftlich  ausformuliertes Konzept und Umsetzung im Schulalltag

       

 

Anlage zum Protokoll über ein Zielvereinbarungsgespräch

 

Schule: Bischöfliche Canisiusschule

Datum:  23.1.2015

Fortführung der Unterrichtsentwicklung im Bereich der Binnendifferenzierung

Nr. 3

 

 

 

Erläuterung: Ein Konzept für einen binnendifferenzierenden, individualisierenden Unterricht muss entwickelt, umgesetzt und evaluiert werden.

Bezug – QB:  2.2

 

 

geplante interne/externe Maßnahmen:

-       interne Fortbildung zum binnendifferenzierenden Arbeiten im August 2015 (Gesamtkollegium)

-       Diskussion und Absprachen in den Fachkonferenzen bzw. Fächergruppen

-       ggf. weitere SchiLF-Maßnahmen in den Fachgruppen

-       Nutzung diagnostischer Verfahren

-       Weiterentwicklung von Unterricht, der individuelle Lernwege stärker berücksichtigt.

 

Indikatoren:

Dokumentation der Fortbildungen

Protokolle der Ergebnisse der Fachgruppen und Fachkonferenzen

Mitwirkung der Gremien der Schule

Erstellung eines Konzeptes

 

Gestaltung innerunterrichtlicher, binnendifferenzierender Lern­arrangements

Vervollständigung von Lernprozessen durch differenzierendes Üben und Wiederholen sowie Feedback

Fächerkooperation (z.B. Portfolioarbeit)

 

 

 

Bis wann:

Ist-Wert

Ziel-Wert

Gesamtkonzept bis Februar 2018

Evaluation 2018

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Konzeptansätze sind vorhanden

Schriftliches Konzept und praktische Umsetzung im Schulalltag

 

Verknüpfung mit den internen Curricula

Anlage zum Protokoll über ein Zielvereinbarungsgespräch

 

Schule: Bischöfliche Canisiusschule Ahaus

Datum: 23.1.2015

Ziel: Benennen eines/einer Fortbildungsbeauftragten und Entwicklung eines Fortbildungskonzeptes

Nr. 4

 

 

 

Erläuterung: Zurzeit fehlt ein ausformuliertes Fortbildungskonzept. Dieses soll – auch in Verbindung mit dem Schulprogramm - abgestimmt auf die Schul- und Unterrichtsentwicklungsziele erarbeitet und umgesetzt werden.

 

 

Bezug – QB: 5.1.1   

 

 

Geplante interne/externe Maßnahmen:

  • Bestimmung einer/ eines Fortbildungsbeauftragten
  • Entwicklung eines Maßnahmenplans für die weitere Schulentwicklung mit Formulierung von Teilschritten
  • Kontinuierliche Einbeziehung des Kollegiums, (beratend)  der Schüler- und Elternschaft in die Entwicklungsarbeit
  • Ausformulierung eines Fortbildungskonzeptes

 

Indikatoren:

  • Schriftlich ausformuliertes Fortbildunsgskonzept mit Bezügen zur geplanten Schul- und Unterrichtsentwicklung
  • Beschlüsse der Lehrer- und der Schulkonferenz zu den Entwicklungsvorhaben
  • Dokumentation der Fortbildungen

 

 

 

 

Bis wann:

Ist-Wert

Ziel-Wert

 

Gesamtkonzept bis Februar 2016

 

 

 

 

 

 

 

·         Keine systematische Fortbildungsplanung,

  • kein Fortbildungskonzept

Konkretisierung der Schulentwicklungsvorhaben durch eine kurz-, mittel- und langfristige Fortbildungsplanung und Aufnahme entsprechender Zielsetzungen in das Schulprogramm

 

3. Fortbildungskonzept der bischöflichen Canisiusschule Ahaus

 

3.1. Zielsetzung

Die bischöfliche Canisiusschule Ahaus hat sich auf den Weg der systematischen Schulentwicklung gemacht. Zentrales Element der Schulentwicklung ist die Unterrichtsentwicklung. Alle Lehrkräfte sind daher aufgefordert, ihr Wissen und Können an die sich ändernden Erfordernisse schulischer Arbeit anzupassen. Der Fortbildung kommt daher eine große Bedeutung zu.  Aktuell ist die neue große Herausforderung die Unterrichtsentwicklung im Bereich der Binnendifferenzierung, um individuelle Förderung besser umsetzen zu können. Hier  wurde im Rahmen der Qualitätsanalyse für die Canisiusschule Fortbildungsbedarf benannt. Gezielte Fortbildungen in diesem Bereich unterstützen die allgemeine Schul- und Qualitätsentwicklung unserer Schule. Neben diesem systemischen Qualifikationsbedürfnis soll durch Fortbildung das fachliche und überfachliche Wissen der einzelnen Lehrer vertieft werden (individuelles Qualifikationsbedürfnis).

 

3.2. Rechtliche Grundlagen

Das Fortbildungskonzept ist an die Vorgaben des nordrhein-westfälischen Schulministeriums gebunden, an das Schulgesetz (§§ 57, 59, 68), den Grundlagenerlass (vgl. BASS 20-22 Nr. 8), an den Budgetierungserlass (BASS 20-22, Nr. 50.1) sowie an die ADO (§ 11).

 

3.3. Methode – Systematische Schulentwicklung durch Fortbildungsplanung

Das oben erläuterte Verständnis von Fortbildung erfordert eine zentrale Fortbildungsplanung.

Die Steuergruppe, die Schulleitung und das Lehrerkollegium definieren unter Bezug auf das Schulprogramm in jedem Jahr bestimmte Entwicklungsbereiche der Schule. Die Lehrer der Canisiusschule sollen primär in den genannten Bereichen Fortbildungen besuchen. Damit versteht sich Lehrerfortbildung  als Instrument systematischer Schulentwicklung  und wird Bestandteil des Schulprogramms.

 

3.4. Arten von Fortbildungen

Die zentrale Organisationsform der Lehrerfortbildung stellen die schulinternen Fortbildungen (SCHILF) dar. Sie richten sich an das gesamte Lehrerkollegium oder an Teilkollegien.

Neben der schulinternen Lehrerfortbildung gibt es schulexterne Fortbildungen (SCHELF). Dazu zählen beispielsweise individuelle Fortbildungen für Funktionsträger oder Fortbildungen zur Vermittlung spezieller Qualifikationen (Beratung, Streitschlichtung etc.). Ein weiteres Ziel der externen Fortbildung ist es, die Kooperation mit Lehrkräften anderer Schulen zu stärken. Ähnliches gilt für Online-gestützte Fortbildungen.

Auf lokaler Ebene sind die Fortbildungsangebote seit einigen Jahren arbeitsteilig konzipiert worden. Das Kompetenzteam Borken bietet bedarfsorientierte Fortbildungen des Kollegiums zum Fokus „Unterrichtsentwicklung“. Die Bezirksregierung bietet dagegen insbesondere Fortbildungen für Schulleitungen und Qualifikationserweiterungen für Bedarfsfächer an. Das Bischöfliche Generalvikariat Münster bietet darüber hinaus ebenfalls Fortbildungen an.

Die Schulen können pro Schuljahr zwei Unterrichtstage als Pädagogische Tage zur Fortbildung des gesamten Kollegiums planen.

 

3.5. Informationsquellen

Die Fortbildungsbeauftragte und die Schulleitung stellen sicher, dass alle Kollegen über Fortbildungsangebote regelmäßig informiert werden. Diese Angebote werden in der Schule vor dem weißen Brett ausgelegt, sowie über einen Fachschaftsverteiler, der von den Fachvorsitzenden zu organisieren ist, an alle Fachkollegen weitergegeben. Zusätzlich wird die Fortbildungsplanung  ins Schulprogramm aufgenommen und am weißen Brett im Lehrerzimmer ausgehängt.

Die Angebote gebündelt bietet die  Suchmaschine für Lehrerfortbildung  www.suche.fortbildung.nrw.de. Dort finden Sie zurzeit über 8000 Veranstaltungen von über 1000 staatlichen, kirchlichen, freien, kirchlichen, kommunalen und kommerziellen Anbietern.

 

3.6. Abläufe und Zuständigkeiten

Fortbildungsplanung ist gemeinsame Aufgabe aller Mitglieder des Lehrerkollegiums. Schulleitung, Steuergruppe,  Fortbildungskoordinatorin, Lehrerkonferenz und die Fachkonferenzen ermitteln regelmäßig den Fortbildungsbedarf für das Kollegium.

Eine Beteiligung des Lehrerkollegiums an der Ermittlung des Fortbildungsbedarfs und der Planung von Fortbildungsmaßnahmen schafft die Grundlage für die Bereitschaft und das Interesse, sich mit den Ergebnissen der Fortbildungen und der Umsetzung neuer Konzepte auseinanderzusetzen.

Bei der Fortbildungsplanung ist folgender Ablauf sinnvoll:

 

Von den Lehrern  der Canisiusschule wird erwartet, dass sie ihren eigenen Fortbildungsbedarf erkennen. Sie prüfen die infrage kommenden Fortbildungsangebote, nehmen regelmäßig an Fortbildungen teil und berichten im jeweiligen Gremium (z. B. Fachkonferenz oder Lehrerkonferenz) über die Ergebnisse besuchter Fortbildungsveranstaltungen.

Die Fachkonferenzen ermitteln in der Fachkonferenz einmal jährlich den fachspezifischen Fortbildungsbedarf und teilen diesen der Fortbildungsbeauftragte mit. Sie prüfen die fachspezifische Fortbildungsangebote des örtlichen Kompetenzteams und externer Träger und initiieren und organisieren fachspezifische Fortbildungen. Ebenso stellen sie den Transfer fachspezifischer Fortbildungsergebnisse innerhalb der Fachkonferenz sicher (z. B. durch Referate und Weitergabe von Materialien über Schulbistum). Der Bericht über Fortbildungen stellt einen verbindlichen Tagesordnungspunkt der Fachkonferenzen dar. Zusätzlich evaluieren die Fachkonferenzen die in Verantwortung der Fachkonferenz durchgeführten Fortbildungen.

Die Schulleitung unterstützt die Arbeit der Fortbildungsbeauftragten. Fortbildung ist Teil eines auf Langfristigkeit angelegten Personalentwicklungskonzeptes. Im Rahmen der Zuständigkeit der Schulleitung für die Personalentwicklung ist sie mit verantwortlich für die Realisierung der gemeinsam beschlossenen Fortbildungsziele. Sie trägt dazu bei, dass die Lehrkräfte von Fortbildungsmöglichkeiten erfahren und die Gelegenheit bekommen, an diesen teilzunehmen. Sie beteiligt dabei die MAV nach MAVO §29 Abs. 1 Nr.5.

 

3.7. Aufgaben der Fortbildungsbeauftragten

Der Fortbildungsbeauftragten an der Canisiusschule kommt eine zentrale Aufgabe im Rahmen des Fortbildungskonzepts zu. Sie arbeitet eng mit der Schulleitung und der Steuergruppe zusammen und ermittelt regelmäßig den Fortbildungsbedarf des Lehrerkollegiums und leitet diesen an die Schulleitung weiter. Sie erstellt eine jährliche Fortbildungsplanung, die im Januar der Lehrerkonferenz vorgestellt wird, und unterstützt Fachkonferenzen bzw. schulinterne Arbeitsgruppen in Fortbildungsfragen. Zusammen mit der Schulleitung informiert sie das Kollegium über Fortbildungsangebote und unterstützt Schulleitung und Lehrerkollegium bei der Vorbereitung und Durchführung schulinterner Fortbildungsveranstaltungen. Die inhaltliche Gestaltung  von Fortbildungen fällt in der Regel nicht in den Zuständigkeitsbereich der Fortbildungsbeauftragten. Jährlich erstellt sie eine Dokumentation der Fortbildungsarbeit der Schule in Form einer Liste. Sie ist zuständig für die Evaluationen der durchgeführten Fortbildungsmaßnahmen.

 

3.8. Grundsätze

Die Fortbildungsplanung soll die Qualitätsentwicklung der Canisiusschule vorantreiben, deshalb ist es unerlässlich die Umsetzung der Ergebnisse in den Schulalltag sicher zu stellen.  Die Plattform Schulbistum soll in diesem Sinne genutzt werden, um die Nachhaltigkeit von Fortbildung zu verbessern. Lehrer nehmen über Schulbistum ihre Multiplikatorenfunktion wahr, indem sie erhaltene Materialien einstellen.

Um Unterrichtsausfall zu vermeiden, sind Fortbildungen zu bevorzugen, die außerhalb der Hauptunterrichtszeit liegen. Wenn Fortbildungen am Vormittag durchgeführt werden, ist die Vertretung (vgl. Vertretungskonzept) zu sichern. Über die Genehmigung der Teilnahme an Fortbildungsveranstaltungen entscheidet der Schulleiter.

 

3.9. Fortbildungsetat und Bewirtschaftung des Fortbildungsbudgets

Die Canisiusschule erhält wie alle Schulen in Nordrhein-Westfalen ein Fortbildungsbudget zur eigenständigen Bewirtschaftung. Die Schulleitung stellt unter Beachtung der von der Lehrerkonferenz bzgl. der Fortbildung beschlossenen Grundsätze den jährlichen Fortbildungsetat auf und bewirtschaftet diesen. 

 

3.10. Evaluation 

Die Umsetzung der Fortbildungsplanung und die Effizienz schulinterner und schulexterner Fortbildungen müssen regelmäßig evaluiert werden. Verantwortlich sind dafür die Schulleitung, die Fortbildungsbeauftragte und die Fachkonferenzen (Fachvorsitzenden). Fachkollegen tragen die Bewertung individuell besuchter Fortbildungen den Fachkonferenzen vor. Die Fachkonferenzen evaluieren zudem schulinterne Fortbildungsmaßnahmen. Fortbildungsmaßnahmen, die durch die Lehrerkonferenz für das ganze Kollegium beschlossen wurden, werden auch von der Lehrerkonferenz evaluiert.

Die Ergebnisse der Evaluation werden der Fortbildungsbeauftragten übermittelt. Die Fortbildungsarbeit wird jährlich von der Fortbildungsbeauftragten dokumentiert. Perspektivisch ist auch die Fortbildungsplanung durch Schulleitung, Fortbildungskoordinatorin und Steuergruppe zu evaluieren.

 

4. Fortbildungsplan 2015 - 2018

 


Fortbildungen Canisiusschule – Aktuell und Ausblick

                                                                                                                                                                                                                Stand Januar 2016

Schuljahr           2015/16                               2016/17                     2017/18       

                                                                            

 

 

       
       
 

 

 


                              

 

 

 

 

 


                                              

                                          

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 



[1] Hermeneutik: Kunst der Auslegung



Europaschule

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