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Prestigeduell gewonnen...

…aber das Podium knapp verpasst. Mit einer linearen Leistungssteigerung von Spiel zu Spiel, schaffte es die 7-Köpfige Delegation der Stufe 13 doch noch nach zwei Auftaktniederlagen den vierten Rang zu belegen. Die jungen Männer, welche während des Sportunterrichts von Herrn Hakenes im sogenannten Fußballkurs trainiert werden, reisten am vergangenen Freitag mit einem gecharterten Bus zur Qualifikationsrunde (Qualifikationsbereich Bocholt) für die Bundesmeisterschaft im Mai. Gespielt wurde „Fünf gegen Fünf“ über zweimal sieben Minuten in der Indoor Soccer Halle Bocholt, wobei der Spielmodus für einige Verwirrung sorgte. Statt zwei Gruppen mit anschließendem Finale der Sieger, gab es nur eine Gruppe, in welcher jeder gegen die beiden über bzw. unter einem platzierten Gegner kontrahierte. Die zwei Mannschaften mit den meisten Punkten aus den vier Spielen, trugen ein Finalmatch aus, um den Endrundenteilnehmer zu ermitteln. Unsere Vertretung vor Ort, merkte schon beim Betreten der Spielfläche, dass der filzartige und damit ungewohnte Untergrund sie vor einige Probleme stellen könnte. „Unser“ ersten Spiel gegen Gymnasium Mariengarden aus Borken, startete ohne viel Aufwärmzeit - und dies sollte  zum Verhängnis werden. Es fehlte in den ersten fünf Minuten an jeglicher Abstimmung untereinander und auch die vorherigen taktischen Besprechungen wurden kaum umgesetzt. Dazu kam das fragwürdige Geläuf, das zu einigen Stockfehlern im Spielaufbau führte. Schon nach dieser Zeit stand es 0:4 aus Sicht der Canisiusschule und nur mit Ach und Krach retteten sie dieses Resultat in die Halbzeit. Auch nach dem Seitenwechsel schien die Situation unverändert, denn nach 20 Sekunden zappelte der Ball abermals im Netz des bemitleidenswerten Torhüters Tobias Marpert. Doch anstatt den Kopf in den Sand zu stecken, folgte ein eigentlich nicht zu erwartendes Aufbäumen. David Völker makierte vom Anstoß weg den Anschlusstreffer mit einem sehenswerten Distanzschuss und kaum 30 Sekunden später verkürzte Johannes Schmittmann mit einem strammen Rechtsschuss aus ähnlicher Entfernung auf 2:5. Plötzlich lief der Ball wie an der Schnur gezogen durch die eigenen Reihen und nach einem klasse Doppelpass markierte Bernd ter Huurne den dritten Treffer für die scheintot geglaubte Mannschaft. Ging da noch was? Diese Illusion verflog genauso schnell wie sie erschienen war, denn Mariengarden erhöhte durch einen unglücklich abgefälschten Ball nur Sekunden später. Zwar schnürte David Völker noch seinen Doppelpack, nachdem auch sein Schuss noch Kontakt mit einem Gegenspieler hatte, aber reichte dies bei der verbleibenden Zeit natürlich nicht aus. Mit der Schlusssirene folgte sogar noch das 7:4 für die Borkener. Ernüchterung machte sich in Team rund um Alex Woltering und Co. breit -  zu offensichtlich die Defizite in der Halle gegenüber den anderen Mannschaften. Besonders der kommende Gegner St. Georg 2 stellte sie vor eine schier unlösbare Aufgabe. St. Georg spielte in der Vorrunde fantastischen Fußball (was beim Blick auf die Vereine der Spieler kaum verwunderlich war) und nahm seine ersten beiden Gegner mühelos mit jeweils 5:0 auseinander. Doch nach taktischer Umstellung und der Gewissheit nichts verlieren zu können, begann das Spiel äußerst ausgeglichen. Zwar beschränkten sich die Ahauser auf den „einfachen“ Fußball, doch war dies genau das richtige Mittel, gegen die teilweise arrogante Spielart der Bocholter. Trotzdem brannte es bei jedem Angriff im Strafraum von Tobias Marpert lichterloh und so stand es nach 3 Minuten 1:0. Doch auch dieses mal stimmte die Moral und mit noch mehr Kampf und noch mehr Herzblut fand man in das Spiel zurück. Belohnt wurden diese Bemühungen mit dem 1:1 nach einem fantastischen Solo von Bernd ter Huurne, der dieses mit einem platzierten Flachschuss ins kurze Eck krönte. Für Jubel war keine Zeit, schließlich war noch eine ganze Hälfte zu spielen. Diese hätte man sich auch sparen können, denn trotz aller Leidenschaft setzte sich die individuelle Klasse der Bocholter durch. Zwar entstand das 1:2 nach einem ungünstigen Eingriff des Schiedsrichters ins Spielgeschehen, doch für die Tore drei bis fünf trug kein Außenstehender die Schuld. Die Niederlage fiel um einige Treffer zu hoch aus und das gab dem Team Mut für die letzten beiden Spiele, in denen es schließlich um mehr als nur drei Punkte ging, denn die beiden Ahauser Stadtrivalen standen schon in den Startlöchern bereit. Das Berufskolleg „Wirtschaft und Verwaltung“ mit seinen zwei gestellten Teams waren die letzten beiden Gegner und gegen diese sollte endlich Zählbares heraus springen. Und tatsächlich nahm man den Schwung aus der respektablen Leistung gegen St. Georg mit in das Spiel. Geschickt wurden offensive Zeitkämpfe durch präzises Kurzpassspiel und die nötige Laufarbeit ohne Ball vermieden, in der Defensive hingegen erzeugte man durch schnelles Umschalten immer wieder Überzahl in Ballnähe und machte es dem Gegner praktisch unmöglich Torgefahr auszustrahlen. Auch der extrovertierte Stürmer der Ahauser Eintracht Moritz Göckener fiel nur durch Undiszipliniertheiten auf. So war das 1:0 die logische Konsequenz : wieder einmal machte Torwart Tobias Marpert das Spiel schnell indem er den Ball auf Johannes Terhaar`s linke Seite beförderte, dieser auf seinen Namensvetter Johannes Schmittmann und dieser schließlich direkt zu Bernd ter Huurne, welcher mit einem listigen Heber den Keeper überwand. Diesmal durfte auch gejubelt werden, denn die Leistung des Kollektivs war mehr als ansprechend. Nur eine Minute später rollte der nächste Angriff auf die überforderten Spieler des Berufskollegs zu. David Völker mit einem Traumpass auf Johannes Schmittmann, dieser lässt einen Gegenspieler mit einer simplen Körpertäuschung stehen und vollendet trocken ins linke Eck. Jetzt schien der Bann gebrochen und auch die Wechsel taten dem Spiel keinen Abbruch. Michael Gerwing und Alexander Woltering fügten sich nahtlos ein und nach wenigen Sekunden im zweiten Durchgang hätte Ersterer schon treffen können – wenn nicht müssen. Was folgte war ein offener Schlagabtausch wie er im Buche steht : zwei Minuten vor Schluss erzielte der Gegner den Anschlusstreffer und die sicher geglaubten Punkte wurden tatsächlich noch einmal in Gefahr gebracht. Doch nur wenige Sekunden nach dem Anpfiff stellte Michael Gerwing auf Vorarbeit von Jojo Terhaar den alten Abstand wieder her. Es schien als hätte das Team Canisius das Aufbäumen des Gegners im Keim erstickt, doch wiederum wenige Sekunden später verkürzten diese abermals. Das große Zittern begann, doch die letzte Chance im Spiel parierte Tobi Marper bravourös. Das erste ortsinterne Duell war also schon einmal gewonnen, doch direkt im Anschluss stand das zweite Derby schon vor der Tür. Diese Truppe zeichnete im bisherigen Turnierverlauf ihr überragender Torhüter aus, welcher schier unüberwindbar schien. Auch ihr Stürmer Marcel Priebe wurde mit einigen Vorschusslorbeeren bedacht. Besser ins Spiel fand aber wiederum die vom Schutzpatron Petrus Canisius begleitete Mannschaft, die von der ersten Minute an zeigen wollte, dass auch sie einen gepflegten Fußball spielen kann (bisher hatte man sich eher auf einfachen und kampfbetonten beschränkt). Und schon früh wurde dieser Mut durch Verteidiger Alexander Woltering (!) belohnt. In echter Torjägermanier knipste er den Ball aus kurzer Distanz über die Linie. Sein Torjubel fiel entsprechend groß aus. Schon jetzt zeigte der Gegner Auflösungserscheinungen, was zu diesem Zeitpunkt und dem Stande von 1:0 völlig unverständlich war. Nach Belieben wurde nun das Spiel von der ganz in weiß gekleideten Mannschaft dominiert. Ballbesitz von ca. 70% und eine Torschussstatistik von 8:1 sprachen nach fünf Minuten eine deutliche Sprache. Auch das zweite Tor sollte noch vor der Halbzeitsirene fallen und dies sogar durch den eigentlich am Sprunggelenk verletzten Johannes Terhaar. In diesem Augenblick musste schon ein Wunder für das Berufskolleg her um dieses Spiel noch zu drehen, doch das einzige was ihnen einfiel waren Provokationen und Beleidigungen. Diese konterte Alex statt verbal oder physisch auf sie einzugehen mit einer Zweikampfbilanz nahe der 100% Grenze und trieb damit vor allem Marcel Priebe immer wieder zur Weißglut. Auch nach dem Pausentee blieb das Spiel unverändert, nur zunächst begünstigte die Fortuna noch das bemitleidenswerte Berufskolleg und verhinderte (mit einigen Pfostenschüssen und spektakulären Reflexen des Torhüters) ein Debakel. Doch auch das dritte Tor sollte noch fallen und dies in unnachahmlicher Gerd-Müller-Manier von Alstättes kleinem dicken Müllerchen - Michael Gerwing. Der schönste Spielzug des Tages sollte aber noch folgen und diesmal machte das „weiße Ballett“ seinem Namen alle Ehre : Doppelpass in der eigenen Hälfte von David und Bernd, dieser lässt zwei Gegenspieler mühelos hinter sich, spielt auf den mit dem Rücken zum Tor postierten Johannes Schmittmann, welcher nur den Fuß hinhält und den in die Spitze gestürmten David mustergültig den Ball auf den Kopf serviert, womit dieser zwar noch an der Latte scheitert, den Nachschuss aber sicher verwandelt. Des einen Freud ist des andern Leid und so war es für die einen ein Torfestival und für die anderen eine Demütigung sondergleichen. Zwar überwog nach dem Spiel der Jubel, aber auch der Ärger über das erste vergeigte Spiel wurmte die Spieler der Canisiusschüler weiterhin. Nichtsdestotrotz überwog die Freude, denn am Abend sollte noch ein weiteres Highlight folgen – die Abiparty der Stufe im Logo. Dorthin wurde auch die taktische Nachbesprechung und der gemütliche Umtrunk verlegt -  aufgewärmt hatten sie sich schließlich schon.

Johannes Schmittmann, Jgst. 13



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