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Traumhaft

AG "Englisches Theater" ließ Shakespeares Sommernachtstraum lebendig werden

Traumhaft

 

Passend zur Sommersonnenwende präsentierte die AG „Englisches Theater“ am Sonntag, dem 26. Juni um 15 Uhr den Midsummer Night’s Dream. Traumhaft war die Spielfreude der jungen Akteurinnen, die Shakespeare im Blankvers lebendig werden ließen, traumhaft war die märchenhafte Atmosphäre, unterstrichen durch die bunten Kostüme und in Szene gesetzt durch die Regie Frau Leferings und die Licht- und Tontechnik Herrn Wetters, und traumhaft war die Handlung: in der Mittsommernacht fliehen zwei Liebende, Lysander (Pauline Meyer) und Hermia (Jacqueline Wübbenhorst) vor dem strengen Gesetz Athens, verkörpert durch den Vater Hermias, Egeus (Hannah Wensing) und das Fürstenpaar Theseus (Leona Heidbrink) und seine Gattin in spe, die Amazone Hippolyta (Wiebke Haverkock), die ihre Liebe nicht dulden. Stattdessen favorisiert Egeus Demetrius (Imke Gerick), der allerdings auch mit Helena (Katharina Herwig) geliebäugelt haben soll. Letztere ist auch immer noch im wahrsten Sinne des Wortes hinter ihm her, und Demetrius folgt dem Liebespaar wegen seines rechtmäßigen Anspruchs, so dass nun vier junge Liebende den Feenwald durchqueren wollen. Dort herrscht allerdings ebenfalls Unordnung: die Feenkönigin Titania (Thea Vennemann) will dem Feenkönig Oberon (Hannah Wensing) ein ihr anvertrautes Menschenkind nicht übergeben, und so liegen auch sie im Zwist. Oberon will Titania eine Lektion erteilen, und so schickt er Puck (Maja Wolf), seinen Kobold, auf die Suche nach einer Zauberblume, „Love-in-idleness“ (!) genannt, die bewirkt, dass der Verzauberte sich „auf den ersten Blick“ verliebt, wen oder was auch immer er sieht. Damit verzaubert er Titania, so dass sie sich in einen Esel verliebt – Puck hatte vorher einen der Handwerker, Nick Bottom (Nadja Reichwald), in einen solchen verwandelt. Die übrigen Handwerker (Peter Quince: Pia Roters, Francis Flute: Imke Gerick, Tom Snout: Pauline Meyer, Robin Starveling: Thea Vennemann, Snug: Jacqueline Wübbenhorst), die gerade noch mit Nick Bottom für die Fürstenhochzeit ein Stück geprobt hatten, fliehen entsetzt vor dem Monster, während Titania es liebkost und von ihrer Elfe (Wiebke Haverkock) verwöhnen lässt. Doch nicht nur Titania will Oberon kurieren, auch das Menschenchaos will er richten. Dummerweise verwechselt Puck jedoch die Herren, so dass nun beide Helena anbeten. Schließlich jedoch stellt Puck die Ordnung wieder her, „Jack loves Jill“, und drei Paare können Hochzeit feiern, während Titania und Oberon einträchtig ihren Segen spenden.

Tja, und so rieben sich die Zuschauer gemeinsam mit den Figuren die Augen und fragten sich, was sie denn nun gesehen hatten – einen Traum, einen Zauber, ein Nichts???

 

(Lef)



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