Fastenzeit
Ökumenischer Kreuzweg der Jugend fordert heraus
Seit 53 Jahren schon wird er von Jugendlichen aus ganz Europa gebetet: Der Ökumenische Kreuzweg der Jugend. Die Bischöfliche Canisiusschule bietet auch in diesem Jahr allen interessierten Mitgliedern der Schulgemeinde an, sich auf diesem Weg aktiv an der Auseinandersetzung mit dem christlichen Glauben zu beteiligen.
Diese Auseinandersetzung ist in diesem Jahr eine Herausforderung, denn die Bilder des Jugendkreuzwegs 2011 erfordern den Perspektivwechsel. Sie sind schrill, unbequem und außergewöhnlich – die Bilder, die der Theologe und Künstler Stefan Weyergraf zum Leidensweg Jesu gestaltet hat. Der Betrachter nimmt gänzlich Jesu Sicht auf das Geschehen ein. Er verfolgt Szene um Szene des Leidensweges fix durch die Augen Jesu, und das so konsequent, dass sich auch das Bildmotiv mit seinem Blick verändert. neigt, kippt. Die gewohnte Sicht ist verschoben, verdreht, die Perspektive völlig umgekehrt. Somit sieht der Betrachter Jesus nicht, weil er seinen Standpunkt einnimmt. Das irritiert, fordert dazu heraus, sich „umzusehen“, „umzudenken“, seinen Kopf „zu drehen“ und sich neu in das Bildmotiv hineinzusehen. Dieser Perspektivwechsel holt ihn aus der Rolle des distanzierten Beobachters heraus und mitten hinein in die dargestellte Szenerie. Das provoziert die eigene Standortbestimmung: auf wessen Seite stehe ich tatsächlich?
Neun von diesen Bildern illustrieren 2011 die Stationen, den Prolog und den Epilog des ökumenischen Kreuzwegs der Jugend, und sie setzen damit Akzente, die zum Handeln auffordern; das eigene Leben im Licht des Glaubens zu betrachten und Standorte zu Gott, zum Glauben, zur eigenen Lebensweise zu hinterfragen und neu zu bestimmen.
(Ade)

Kurz notiert
Klausurenphase 4 in EF, Q1, 12 - Pläne online!

