Erinnerung
Die Gedenkwoche zum Schicksal der Ahauser Juden hinterlässt Spuren.
Sich dem Vergessen einer Menscheitskatastrophe zu widersetzen, die Erinnerung an die jüdische Bevölkerung der Stadt Ahaus und des westlichen Münsterlandes wach zu halten, das waren die Ziele, die die Fachschaft Geschichte der Bischöflichen Canisiusschule mit der Durchführung der Gedenkwochen zum Schicksal der Ahauser Juden verfolgte. Rückblickend ist festzustellen, dass das Projekt bei allen Beteiligten viele Spuren hinterlassen hat.

Über 800 Schülerinnen und Schüler besuchten in der Zeit vom 23.1.-3.2. die Ausstellung zum Schicksal der Ahauser Juden und versuchten dort, stets pädagogisch und fachlich betreut durch ihre Lehrerinnen und Lehrer, Antworten auf das Unbegreifliche und Unfassbare zu finden. Besonders der lokale Bezug der Ausstellung und die Tatsache, dass auch viele Jugendliche und Kinder zu den Opfern gehörten, intensivierten den thematischen Zugang der Besucher, machte betroffen, ließ Fragen aufkommen.
Gleiches gilt für die Vorträge, die im Rahmen der Gedenkwochen an der Canisiusschule gehalten wurden. Sowohl Winfried Nachtwei (ehem. MdB) als auch Hermann Löhring (Lehrer der Anne-Frank-Realschule) schafften es, auf die Zuhörer einzugehen ohne zu moralisieren oder die Schuldfrage in den Mittelpunkt zu rücken. Ihre sachlichen Schilderungen und Erläuterungen zur staatlich organisierten Unmenschlichkeit bleiben den Zuhörern als Mahnung gegen das Vergessen in Erinnerung.
Als sichtbares Zeichen gegen das Vergessen möchte die Canisiusschule ein Vorhaben unterstützen, das der Erinnerung an die jüdische Bevölkerung in Ahaus dient: Das neue Eingangstor für den jüdischen Friedhof in Ahaus. Das Lehrerkollegium spendet einen Betrag von 250 €, mit dem diese wichtige Arbeit unterstützt werden soll.
Die Fachschaft Geschichte bedankt sich an dieser Stelle noch einmal bei der VHS und der Anne-Frank-Realschule für die ausgezeichnete fachliche und organisatorische Kooperation vor, während und nach den Gedenkwochen. Mit ihrer Kompetenz haben sie als externe Partner das Vorhaben begleitet und maßgeblich unterstützt.
(Ade)

Kurz notiert
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