Changing Faces
Englisch-Erdkunde Projektkurs der Q1 erkundete die Stadtentwicklung einer Metropole am Beispiel Londons
“Mind the gap between the train and the platform…”
Diese Durchsage mussten wir uns in letzter Zeit wirklich oft genug anhören.
Wir, der bilinguale Englisch-Erdkunde Projektkurs der Q1, sind unter dem Motto „It takes water, wood, people to make a city- The Changing Faces of a Metropolis on the example of London“ in Begleitung von Frau Schmidt und Herrn H. Walters für drei Tage nach London gefahren, um dort Recherchen vor Ort durchführen zu können und (wie sagt man doch so schön) die Stadt und ihre Menschen hautnah zu erleben! Neben chaotischen U-Bahnfahrten trotzten wir Londons vollen lauten Straßen und seinem auch mal nassem Wetter und schlugen uns tapfer durch ein nie schlafendes Labyrinth von Lichtern und Geräuschen. Aber jeder Reise kommt eine Vorbereitung zuvor, die auch wir nicht ausließen.
Etwa ein halbes Jahr lang hat sich unser bilingualer Projektkurs auch mit der Fahrt beschäftigt. Jeder Schüler legte dabei seinen Fokus auf ein anderes Thema, eine andere Seite Londons, die er erkunden wollte. Die Interessen gingen dabei in ganz unterschiedliche Richtungen: Essen, Literatur, Mode, Gesellschaft, Kriminalität, Entertainment…. Alle Bereiche wurden abgedeckt. Und diese Einarbeitung in die Themen war von größter Notwendigkeit, da unsere Aufenthaltszeit in London leider nur sehr knapp war. Wir hatten einen strengen Zeitplan.
Aus diesem Grund starteten wir früh um 02.30 Uhr mit dem Bus an der Canisiusschule um danach von Düsseldorf nach England zu fliegen. Unversehrt auf englischem Boden gelandet nahmen wir den Stansted Express der uns nach Liverpool Street brachte. Unser erstes Ziel waren von hier aus die Docklands, deren namensgebende Docks früher Teil des Hafens von London waren, einst der größte Hafen der Welt. Der Weg dorthin war nicht sehr weit und da wir uns schon in wenigen Minuten als sehr anpassungsfreudig für die britischen Verhaltensweisen erwiesen(die Hälfte des Kurses ignorierte prompt eine rote Ampel), erreichten wir wie beabsichtigt die
Docklands. Ohne Müdigkeit zu schöpfen wandten wir uns, nach der von unseren Mitschülern geplanten Führung durch die Docks, dem nächsten Programmpunkt zu: der Freizeit. In dieser Zeit war es uns erlaubt in Dreiergruppen zur Bearbeitung unserer individuellen Themen alleine durch London zu ziehen. Als sehr hilfreich stellte sich dabei das die ganze Stadt unterführende U-Bahnsystem dar, eher weniger hilfreich waren unsere Koffer, die wir den ganzen Tag mitschleppen sollten, da unsere Hotelzimmer erst ab 16.00Uhr benutzbar waren.
Der zweistündige Aufenthalt im Hotel nach unserer Freizeit stellte sich als ein Segen heraus. Frisch geduscht und mehr oder weniger ausgeruht traten wir unsere letzten Programmpunkte für den Tag an: eine ebenfalls durch eine Mitschülerin geplante Tour durch Belgravia, dem Reichenviertel Londons. Hier ließen wir den Abend dann mit einem leckeren Essen ausklingen.
Der nächste Morgen hielt uns erst einmal ein einfaches aber wohltuendes Frühstück mit Toast, Marmelade und Tee bereit, bevor wir uns für eine von zwei möglichen Aktivitäten entscheiden konnten. Zur Auswahl standen einmal ein durch Southwark, Londons ehemaligem Vergnügungsviertel führenden Shakespeare walk, oder eine Fahrt nach Thames Barrier. Dabei ließen sich unser Wissendurst und unser unersättlicher Hunger nach der englischen Kultur nicht einmal von dem schlechten regnerischen Wetter aufhalten, welches uns an diesem Tag leider begleitete.
Der Rest des Tages stand uns wieder frei zur Verfügung und für den Abend hatten sich unsere immer für eine Überraschung aufgelegten Lehrer etwas Besonderes überlegt: ein Besuch eines Londoner Kinos mit einem Film unserer Wahl. Das mit dem Film unserer Wahl hätten sie vielleicht doch lieber ausgelassen. Obwohl, im Nachhinein konnten sie sich gegenüber Mission Impossible 4 doch noch zu einem „ganz unterhaltsam“ abringen. So endete unser zweiter und letzter Abend in London.
Bereit für unseren letzten Tag, die Koffer schon gepackt, machten wir uns auf den Weg ein letztes Mal die Reise anzutreten und diesmal trifft diese Formulierung wirklich zu, denn einer unserer Mitschüler hatte sich diesmal die Arbeit gemacht uns in eine längst vergangene dunkle Zeit zu entführen: ins neunzehnte Jahrhundert des berühmt berüchtigten Serienmörders Jack the Ripper. Während ein Teil der Gruppe nun auf den Spuren Jack the Rippers wandelte, besuchte ein anderer Teil als Alternativprogramm eine alte typisch englische Schule. Die ehrwürdigen steinernen Mauern versetzten auch hier ihre Besucher in eine andere Zeit und bisweilen hatte man das Gefühl in einen der Harry Potter Filme hineingefallen zu sein.
Mit einer entspannenden Gartentour durch die Parks beendeten wir das Programm und gingen wieder in eine kurze Freizeit für alle über. Zum Abschluss ließen wir es uns hier natürlich nicht nehmen auch einmal einen kleinen Abstecher in der Oxfordstreet zu machen.
Um 16.00Uhr trafen wir uns wieder in Liverpool Street und nahmen den Stansted Express zum Flughafen. Von dort aus ging es zurück Richtung Deutschland.
Wir waren alle erschöpft, doch wir waren uns einig: es hat sich gelohnt.
Wir nahmen viel mit, unsere Koffer waren voll mit schönen Dingen aus den Läden Londons, doch wir waren auch um einige Erfahrungen reicher geworden. Wir hatten Straßen und Ecken der Stadt gesehen, die abseits der allseits bekannten Touristenattraktionen liegen. Wir waren tief in das Viktorianische London eingetaucht und hatten es zum Teil hautnah miterlebt. Wir sind als Gruppe zusammen gewachsen. Auch mit den Lehrern haben wir uns sehr gut verstanden. Den Wert dieser gemeinsamen Erfahrungen und Erinnerungen wissen wir sehr zu schätzen und daher wollen wir uns dafür nochmal explizit bedanken, bei allen, die dabei mitgeholfen haben diese wunderbare Reise zu organisieren und zu ermöglichen.
Danke.
(Lisa Scheiwe, Q1)

Kurz notiert
Klausurenphase 4 in EF, Q1, 12 - Pläne online!




